Norma Jean - Redeemer
Label: Century Media
Releasedate: 6/11/2006
Genre: Chaoscore/Experimental
Sounds Like: Every Time I Die, Underoath
Bewertung:
1. A grand scene for a color film
2. Blueprints for future homes
3. A small spark vs a great forest
4. A temperamental widower
5. The end of all things will be televised
6. Songs sound much sadder
7. The longest lasting statement
8. Amnesty please
9. Like swimming circles
10. Cemetery like a stage
11. No passenger: No parasite
2. Blueprints for future homes
3. A small spark vs a great forest
4. A temperamental widower
5. The end of all things will be televised
6. Songs sound much sadder
7. The longest lasting statement
8. Amnesty please
9. Like swimming circles
10. Cemetery like a stage
11. No passenger: No parasite
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Schon als der erste neue Track des von vielen lange erwarteten Norma Jean Albums durch die weiten des Internetz kursierte, merkte man, dass dieses Album polarisieren würde. Plötzlich entdeckte man da Songstrukturen wie Strophen und Refrains. Der ganze Mix war plötzlich viel Eingängiger und melodischer als früher. Singt Cory da wirklich? Vorbei sind die Zeiten der sperrigen Bless the Martyr, Kiss the Child, vergangen die Ära von O God, The Aftermath, die einen nahezu überrollte und vom Sound her wie eine Hommage an die grandiosen Botch klang.
Auf den ersten Blick wirkt Redeemer viel glatter und polierter als seine Vorgänger, was wohl einige Langzeitfans der Band abschreckte und zu der polarisierenden Wirkung der Scheibe beitrug - die Reaktionen variierten von begeisterten Rezensenten zu enttäuscht-frustrierten Fans. Wenn man sich jedoch länger mit dem Werk beschäftigt, merkt man dass Norma Jean nicht massenkompatibler wurden, sondern sich weiterentwickelt haben. Cory Brandan, der nach dem abrupten Ausstieg von Josh Scogin (der seitdem bei The Chariot Mikros schleudert und in Drumsets springt) ca. 2004 in die Band kam hat sich stimmlich deutlich verändert. Mittlerweile wird sogar ab und zu mal gesungen, deutlich zu hören in No Passenger: No Parasite. Zum Glück ist es nicht der typische HoheStimmeGesang, den man so oft hört, sondern deutlich tiefer. Dadurch passt er sich hervorragend in die teils düsteren, teils chaotischen Songs ein. Musikalisch erinnert die Gitarrenarbeit mehr an die Chaoswände von O God, The Aftermath mit lauter hintergründigen Melodien. Jeder Song klingt unterschiedlich, und doch fügt sich alles zu einem passenden Klangeindruck zusammen. Allerdings ist das auch einer der Kritikpunkte - keine herausstechenden Songs, keine zehnminütigen Klangepen wie sie auf jedem der Vorgänger zu finden waren. Dadurch hört man die Scheibe zwar gerne, aber es bleibt auch kaum was hängen. Trotzdem wissen einzelne Stellen durchaus zu begeistern, wie das schnelle und groovige A temperamental widower oder der tolle Anfang zu Songs sound much sadder.
Lyrisch ist das ganze in gewohnter Norma Jean Qualität, das heißt ganz groß. "Let's break out the shotguns, we're going to town". Mitreißend, nicht wahr? [Lyrics zu finden u.a. hier.]
In Redeemer mal reinhören kann nicht schaden. Und wer enttäuscht ist, dem sei Botch wärmstens ans Herz gelegt.
Ich bin gespannt, wohin die weitere Entwicklung Norma Jeans führt, die ja mittlerweile als eine der Vorreiterbands der christlichen harten Musik bezeichnet werden können. Back to the roots oder in eine ganz andere Richtung? Wir werden sehen.
Auf den ersten Blick wirkt Redeemer viel glatter und polierter als seine Vorgänger, was wohl einige Langzeitfans der Band abschreckte und zu der polarisierenden Wirkung der Scheibe beitrug - die Reaktionen variierten von begeisterten Rezensenten zu enttäuscht-frustrierten Fans. Wenn man sich jedoch länger mit dem Werk beschäftigt, merkt man dass Norma Jean nicht massenkompatibler wurden, sondern sich weiterentwickelt haben. Cory Brandan, der nach dem abrupten Ausstieg von Josh Scogin (der seitdem bei The Chariot Mikros schleudert und in Drumsets springt) ca. 2004 in die Band kam hat sich stimmlich deutlich verändert. Mittlerweile wird sogar ab und zu mal gesungen, deutlich zu hören in No Passenger: No Parasite. Zum Glück ist es nicht der typische HoheStimmeGesang, den man so oft hört, sondern deutlich tiefer. Dadurch passt er sich hervorragend in die teils düsteren, teils chaotischen Songs ein. Musikalisch erinnert die Gitarrenarbeit mehr an die Chaoswände von O God, The Aftermath mit lauter hintergründigen Melodien. Jeder Song klingt unterschiedlich, und doch fügt sich alles zu einem passenden Klangeindruck zusammen. Allerdings ist das auch einer der Kritikpunkte - keine herausstechenden Songs, keine zehnminütigen Klangepen wie sie auf jedem der Vorgänger zu finden waren. Dadurch hört man die Scheibe zwar gerne, aber es bleibt auch kaum was hängen. Trotzdem wissen einzelne Stellen durchaus zu begeistern, wie das schnelle und groovige A temperamental widower oder der tolle Anfang zu Songs sound much sadder.
Lyrisch ist das ganze in gewohnter Norma Jean Qualität, das heißt ganz groß. "Let's break out the shotguns, we're going to town". Mitreißend, nicht wahr? [Lyrics zu finden u.a. hier.]
In Redeemer mal reinhören kann nicht schaden. Und wer enttäuscht ist, dem sei Botch wärmstens ans Herz gelegt.
Ich bin gespannt, wohin die weitere Entwicklung Norma Jeans führt, die ja mittlerweile als eine der Vorreiterbands der christlichen harten Musik bezeichnet werden können. Back to the roots oder in eine ganz andere Richtung? Wir werden sehen.
von David Pithan
Bisher hat es niemand gewagt
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