The Number Twelve Looks Like You - Mongrel
Label: Eyeball Records
Releasedate: 19. Juni 2007
Genre: Experimental/Chaos/Jazz
Sounds Like: Ed Gein, Fall of Troy, Dillinger Escape Plan
Bewertung:
1. Imagine nation express
2. El Pinata de la muerte
3. Jay walking backwards
4. Grandfather
5. Alright, I admit it... it was a whore house
6. Paper weihgt pigs
7. Sleeping with the fishes, see?
8. Cradle in the crater
9. The weekly wars
10. The try (thank you)
2. El Pinata de la muerte
3. Jay walking backwards
4. Grandfather
5. Alright, I admit it... it was a whore house
6. Paper weihgt pigs
7. Sleeping with the fishes, see?
8. Cradle in the crater
9. The weekly wars
10. The try (thank you)
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Endlich ist es soweit, das (von mir) langerwartete neue Album von der Nummer 12 rotiert in meinem Player. Nach ihrem sehr gutem Debütalbum Put on your rosy red glasses, einer EP namens An Inch of Gold for an Inch of Time und ihrem zweitem Album Nuclear. Sad. Nuclear also endlich neues Futter für Fans von wildem Gitarrengefrickelmitgeschreidabei.
Schon die ersten Minuten des ersten Tracks Imagine Nation Express lassen erkennen, dass #12 ihrem Stil treu bleiben. Nach wie vor werden verrrückte Riffs zelebriert, alle paar Sekunden dann ein neuer Rhythmus, neuer Takt, neue Melodie. Easy Listening ist das also definitiv nicht. Trotz einiger Lineup Wechsel seit ihrem letzten Album (es kamen ein neuer Schlagzeuger und ein neuer Bassist) behielt die Band eine ihrer wohl herausstechendsten Eigenschaften: Zwei Sänger. Die Sänger schreien gleichzeitig, wechseln sich ab (was durch ihre recht ähnlichen Stimmen allerdings kaum auffällt) und wechseln fröhlich von hohem Geschrei zu Spoken Word, von Gegrunze zu cleanen Vocals. Die wirken glücklicherweise nicht aufgesetzt und nur eingefügt um mehr Massenkompatabilität zu erreichen, wie man es heutzutage bei so vielen Bands zu finden meint. Stattdessen fügen sich auch die cleanen Vocals perfekt ins Gesamtgefüge ein, tatsächlich wirken die beiden Sänger mit ihren Stimmen auf dieser Scheibe mehr wie das vierte Instrument denn wie Sänger.
Richtig begeisternd ist die Leistung der restlichen Musiker, was hier an musikalischem Können geboten wird ist beachtlich. Vor allem der Schlagzeuger hat es mir angetan mit seinen Rhythmikwechseln und den Blastbeats. Der ständige Wechsel zwischen schnell, langsam, dynamisch, smooth und brutal lässt die einzelnen Songs viel länger erscheinen, so hat man oft das Gefühl mit jedem einzelnen Track gerade zehn verschiedene Lieder gehört zu haben. Und gerade wenn sich die Musik in ruhigere, jazzige Gefilde bewirkt kommt das Können der Band zum Vorschein. Die ruhigen Parts sind keine Ruhepause, auch hier wird fröhlich weitergeschrien, doch wirken diese Parts deutlich mitreißender als die verrückten Killerriffs und Blastbeats, durchsetzt von manischem Geschrei. Auch die geschaffenen Klangwelten wissen zu überzeugen, wie zum Beispiel am Anfang von Jay Walking Backwards oder der unheimliche Anfang von Grandfather.
Wie vorher schon erwähnt wird das Ganze durch die zahllosen Einflüsse kein leichtes Hörerlebnis. Nuclear. Sad. Nuclear ist im Gegensatz zu Mongrel noch deutlich eingängiger. Man wünscht sich, die einzelnen Parts wären etwas länger oder wiederkehrend, wenigstens etwas, woran man sich festhalten kann. Bei den ersten Hördurchläufen wirkte die Platte zu unfokussiert, als wisse die Band nicht, wohin. Nach oft anhören entdeckt man dann sozusagen die Diamanten. Aber erst dann.
Zum Rest lässt sich sagen dass auch das Artwork des Booklets sehr gut gelungen ist und irgendwie zur Musik passt.
Alles in allem bleibt zu sagen dass Mongrel eine super Platte ist, trotz der 100 Einzelideen pro Track. Doch wer absolut garnichts mit Chaoscore, experimentellem Gefrickel oder Jazz anfangen kann sollte doch lieber die Finger davon lassen. Oder sich auf ein neues Hörerlebnis einlassen.
Schon die ersten Minuten des ersten Tracks Imagine Nation Express lassen erkennen, dass #12 ihrem Stil treu bleiben. Nach wie vor werden verrrückte Riffs zelebriert, alle paar Sekunden dann ein neuer Rhythmus, neuer Takt, neue Melodie. Easy Listening ist das also definitiv nicht. Trotz einiger Lineup Wechsel seit ihrem letzten Album (es kamen ein neuer Schlagzeuger und ein neuer Bassist) behielt die Band eine ihrer wohl herausstechendsten Eigenschaften: Zwei Sänger. Die Sänger schreien gleichzeitig, wechseln sich ab (was durch ihre recht ähnlichen Stimmen allerdings kaum auffällt) und wechseln fröhlich von hohem Geschrei zu Spoken Word, von Gegrunze zu cleanen Vocals. Die wirken glücklicherweise nicht aufgesetzt und nur eingefügt um mehr Massenkompatabilität zu erreichen, wie man es heutzutage bei so vielen Bands zu finden meint. Stattdessen fügen sich auch die cleanen Vocals perfekt ins Gesamtgefüge ein, tatsächlich wirken die beiden Sänger mit ihren Stimmen auf dieser Scheibe mehr wie das vierte Instrument denn wie Sänger.
Richtig begeisternd ist die Leistung der restlichen Musiker, was hier an musikalischem Können geboten wird ist beachtlich. Vor allem der Schlagzeuger hat es mir angetan mit seinen Rhythmikwechseln und den Blastbeats. Der ständige Wechsel zwischen schnell, langsam, dynamisch, smooth und brutal lässt die einzelnen Songs viel länger erscheinen, so hat man oft das Gefühl mit jedem einzelnen Track gerade zehn verschiedene Lieder gehört zu haben. Und gerade wenn sich die Musik in ruhigere, jazzige Gefilde bewirkt kommt das Können der Band zum Vorschein. Die ruhigen Parts sind keine Ruhepause, auch hier wird fröhlich weitergeschrien, doch wirken diese Parts deutlich mitreißender als die verrückten Killerriffs und Blastbeats, durchsetzt von manischem Geschrei. Auch die geschaffenen Klangwelten wissen zu überzeugen, wie zum Beispiel am Anfang von Jay Walking Backwards oder der unheimliche Anfang von Grandfather.
Wie vorher schon erwähnt wird das Ganze durch die zahllosen Einflüsse kein leichtes Hörerlebnis. Nuclear. Sad. Nuclear ist im Gegensatz zu Mongrel noch deutlich eingängiger. Man wünscht sich, die einzelnen Parts wären etwas länger oder wiederkehrend, wenigstens etwas, woran man sich festhalten kann. Bei den ersten Hördurchläufen wirkte die Platte zu unfokussiert, als wisse die Band nicht, wohin. Nach oft anhören entdeckt man dann sozusagen die Diamanten. Aber erst dann.
Zum Rest lässt sich sagen dass auch das Artwork des Booklets sehr gut gelungen ist und irgendwie zur Musik passt.
Alles in allem bleibt zu sagen dass Mongrel eine super Platte ist, trotz der 100 Einzelideen pro Track. Doch wer absolut garnichts mit Chaoscore, experimentellem Gefrickel oder Jazz anfangen kann sollte doch lieber die Finger davon lassen. Oder sich auf ein neues Hörerlebnis einlassen.
von David Pithan
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