Fear Before the March of Flames - The Always Open Mouth
Label: Equal Vision
Releasedate: 22/09/2006
Genre: Experimental/Indie
Sounds Like: ...eine ganze Menge.
Bewertung:
1. Absolute Future
2. Drowning the old hag
3. Mouth
4. Taking Cassandra to the end of the world party
5. Ten seconds in Los Angeles
6. The waiting makes me curious
7. High as a horse
8. Dog sized bird
9. Complete and utter confusion
10. ...as a result of signals being crossed
11. My Deer Hunter
12. Lycanthropy
13. A brief tutorial in bachanalia
14. A gift for fiction
15. Absolute Past
2. Drowning the old hag
3. Mouth
4. Taking Cassandra to the end of the world party
5. Ten seconds in Los Angeles
6. The waiting makes me curious
7. High as a horse
8. Dog sized bird
9. Complete and utter confusion
10. ...as a result of signals being crossed
11. My Deer Hunter
12. Lycanthropy
13. A brief tutorial in bachanalia
14. A gift for fiction
15. Absolute Past
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Lange erwartet und jetzt endlich da - das neue Album von Fear Before the March of Flames, den mittlerweile sechs Jungs aus Aurora, Colorado.
Wer das künstlerische Schaffen der Band verfolgt hat, konnte sich schon denken, dass die neue Scheibe komplett anders wird. Die vier vorab auf Myspace/Purevolume veröffentlichten Songs sprachen Bände. Zu meiner Freude zeigte sich: Fear Before entwickeln sich weiter und bleiben ihrer Aussage treu, sich nicht selbst zu kopieren.
Während ihr erstes Album, Odd How People Shake noch wie eine Mischung aus Converge und den Blood Brothers klang, will heißen manisches Gekeife und hoher Gesang, fand man auf der 2004 veröffentlichten Art Damage kaum noch Gesang. Fear Before erinnerte an den wütenden kleinen Bruder von Genregrößen wie Norma Jean oder Converge.
Mit dem neuen Album macht Fear Before gleich mehrere Schritte nach vorne, die Band erfindet sich fast komplett neu. Man möchte meinen, die beiden vorherigen Releases seien nur Spielereien auf dem Weg zur Stilfindung gewesen. The Always Open Mouth beginnt mit einem ruhigen Intro (Absolute Future) und geht dann gleich in schnellere, härtere Gefilde über - Drowning the old Hag, einer der härtesten Tracks auf der neuen CD, der noch sehr an die alten Fear Before erinnert.
Doch je länger das Album im CD-Player rotiert, desto experimenteller wird es. Sänger David Marion singt diesmal viel mehr, insgesamt reicht sein Spektrum diesmal vom hohen Gesang über normalen Gesang und Spoken Words hin zu dem altbekannten wütenden Geschrei. Während auf Art Damage Gitarrist Adam Fisher kaum zu Wort kam, darf er diesmal wieder mehr ans Mikro und bringt seine an die Blood Brothers erinnernde Stimme ein. Auch instrumental hat sich einiges getan: Der mittlerweile dazugestoßene Keyboarder kommt oft zum Zug, Drumcomputer werden eingesetzt oder Stimmverzerrer. Dazu (normales) Schlagzeug, zwei Gitarristen die ihr Handwerk durchaus verstehen und ein Bassist - und Fear Before klingen wie man sie überhaupt noch nicht kannte. Kein Song gleicht dem anderen, mal erinnert es an die "alten" Fear Before, mal an Nine Inch Nails (Dog Sized Bird), mal an irgendeine Elektrotruppe. Dadurch wird das Ganze so schnell nicht langweilig, problematisch natürlich für Leute die lieber nur eine Stilrichtung auf einer CD hören, statt zahllose miteinander vermischt. Herausstechende Tracks sind unter anderem Taking Cassandra to the End of the World Party (für das wohl auch "bald" ein Musikvideo der Band erscheinen wird - Preview dazu gibts hier) mit toller Melodie und Drums/Percussion oder My (fucking) Deer Hunter - Elektro, yeah!
Nachdem einem zahllose Stilrichtungen in den immer offenen Mund geworfen wurden, schließt sich der Kreis mit Absolute Past. Nachdenklich machendes Outro, was einem noch länger hängenbleibt, auch wenn die CD schon längst aus dem Player genommen wurde...
Textlich beziehungsweise lyrisch haben Fear Before einiges zu sagen, auch wenn die Texte doch recht poetisch rüberkommen. Immerhin wurde der Name des Albums in einem Interview direkt erklärt: "There is always someone who is going to tell you you’re wrong, and they usually think they have it 100% figured out, when the reality is no one has anything 100% figured out. If they think they do, they are either A) an all-knowing superbeing from another realm sent here to save us all or B) a fucking loud mouth bigot. They are The Always Open Mouth". Passend dazu im Booklet lauter Bilder von Leuten mit offenen Mündern. Die beiden Booklets, eins mit den Bildern und ein verstecktes mit Texten, sind beide sehr passend. Viel Spaß beim Suchen des zweiten Booklets - denkt immer dran, in einer CD-Hülle ist nicht viel Platz zum verstecken...
Alles in allem ein sehr gelungenes Album, das sich die Wertung Rock'n'Roll Baby! wirklich verdient hat.
Wer das künstlerische Schaffen der Band verfolgt hat, konnte sich schon denken, dass die neue Scheibe komplett anders wird. Die vier vorab auf Myspace/Purevolume veröffentlichten Songs sprachen Bände. Zu meiner Freude zeigte sich: Fear Before entwickeln sich weiter und bleiben ihrer Aussage treu, sich nicht selbst zu kopieren.
Während ihr erstes Album, Odd How People Shake noch wie eine Mischung aus Converge und den Blood Brothers klang, will heißen manisches Gekeife und hoher Gesang, fand man auf der 2004 veröffentlichten Art Damage kaum noch Gesang. Fear Before erinnerte an den wütenden kleinen Bruder von Genregrößen wie Norma Jean oder Converge.
Mit dem neuen Album macht Fear Before gleich mehrere Schritte nach vorne, die Band erfindet sich fast komplett neu. Man möchte meinen, die beiden vorherigen Releases seien nur Spielereien auf dem Weg zur Stilfindung gewesen. The Always Open Mouth beginnt mit einem ruhigen Intro (Absolute Future) und geht dann gleich in schnellere, härtere Gefilde über - Drowning the old Hag, einer der härtesten Tracks auf der neuen CD, der noch sehr an die alten Fear Before erinnert.
Doch je länger das Album im CD-Player rotiert, desto experimenteller wird es. Sänger David Marion singt diesmal viel mehr, insgesamt reicht sein Spektrum diesmal vom hohen Gesang über normalen Gesang und Spoken Words hin zu dem altbekannten wütenden Geschrei. Während auf Art Damage Gitarrist Adam Fisher kaum zu Wort kam, darf er diesmal wieder mehr ans Mikro und bringt seine an die Blood Brothers erinnernde Stimme ein. Auch instrumental hat sich einiges getan: Der mittlerweile dazugestoßene Keyboarder kommt oft zum Zug, Drumcomputer werden eingesetzt oder Stimmverzerrer. Dazu (normales) Schlagzeug, zwei Gitarristen die ihr Handwerk durchaus verstehen und ein Bassist - und Fear Before klingen wie man sie überhaupt noch nicht kannte. Kein Song gleicht dem anderen, mal erinnert es an die "alten" Fear Before, mal an Nine Inch Nails (Dog Sized Bird), mal an irgendeine Elektrotruppe. Dadurch wird das Ganze so schnell nicht langweilig, problematisch natürlich für Leute die lieber nur eine Stilrichtung auf einer CD hören, statt zahllose miteinander vermischt. Herausstechende Tracks sind unter anderem Taking Cassandra to the End of the World Party (für das wohl auch "bald" ein Musikvideo der Band erscheinen wird - Preview dazu gibts hier) mit toller Melodie und Drums/Percussion oder My (fucking) Deer Hunter - Elektro, yeah!
Nachdem einem zahllose Stilrichtungen in den immer offenen Mund geworfen wurden, schließt sich der Kreis mit Absolute Past. Nachdenklich machendes Outro, was einem noch länger hängenbleibt, auch wenn die CD schon längst aus dem Player genommen wurde...
Textlich beziehungsweise lyrisch haben Fear Before einiges zu sagen, auch wenn die Texte doch recht poetisch rüberkommen. Immerhin wurde der Name des Albums in einem Interview direkt erklärt: "There is always someone who is going to tell you you’re wrong, and they usually think they have it 100% figured out, when the reality is no one has anything 100% figured out. If they think they do, they are either A) an all-knowing superbeing from another realm sent here to save us all or B) a fucking loud mouth bigot. They are The Always Open Mouth". Passend dazu im Booklet lauter Bilder von Leuten mit offenen Mündern. Die beiden Booklets, eins mit den Bildern und ein verstecktes mit Texten, sind beide sehr passend. Viel Spaß beim Suchen des zweiten Booklets - denkt immer dran, in einer CD-Hülle ist nicht viel Platz zum verstecken...
Alles in allem ein sehr gelungenes Album, das sich die Wertung Rock'n'Roll Baby! wirklich verdient hat.
von David Pithan
Bisher hat es niemand gewagt
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