Danse Macabre / Her Breath on Glass - Split
Label: react with protest
Releasedate: 2006
Genre: Screamo
Sounds Like: Danse Macabre & Her Breath on Glass
Danse Macabre: Danse-Macabre.de
Her Breath on Glass: HerBreathonGlass.tk
Bewertung:
A
/
B
01. Her Breath on Glass - Gradually and the Suddenly
02. Danse Macabre - Ich habe keine ansteckende Krankheit ausser Besoffski
/
B
01. Her Breath on Glass - Gradually and the Suddenly
02. Danse Macabre - Ich habe keine ansteckende Krankheit ausser Besoffski
Bei dieser LP handelt es sich um eine 7" Split zur Tour von Danse Macabre und Her Breath on Glass. Letztere eröffnen mit ihrem Song "Gradually and then Suddenly". Ein eher kurzes Stück, mit schriller leihernder Stimme, ich meine auch keinen Bass rauszuhören. Minimalistisch produziert, aber dennoch geile Gitarrenharmonien in den höheren Tonlagen. Wer Her Breath on Glass nicht kennt, aber gerne mal etwas minimalistischeren, roheren Screamo hören mag sollte die Page des Duos besuchen.
Man muss hervorheben, dass diese LP nur einseitig bespielt ist, beide Songs befinden sich auf der B Seite Während die A-Seite mit einer Blumengrafik bedruckt ist, die sich (handgedruckter Siebdruck auf Vinyl und Karton) über die gesamte Breite der LP zieht. Für das Design zeichnet sich Stefan Weyer verantwortlich, der nicht nur Gitarre bei DM spielt, sondern auch für die Tour eine geringe Anzahl Poster entworfen hat. Auch das komplette Artwork der Page kann man sich hier anschauen.
Danse Macabre steuern aufder 7" ihren neuen, unveröffentlichten Song "Ich habe keine ansteckende Krankheit außer Besoffski" bei und wer beim Titel schmunzelt, weiß meist im gleichen Augenblick, dass es sich nicht um Proletenrock handeln wird sondern mehr dahinter steckt. Mir bleibt eigentlich hier mal wieder nichts anderes übrig diesen großartigen Text im ganzen zu präsentieren und ohne viele Worte dazu auf Wirkung zu warten:
"Auch wenn ich um diese Uhrzeit nur noch Body Language verstehe,
weiß ich immer noch nicht, ob ich lachen, weinen, oder beides soll.
Und es geht schon lange nicht mehr, um die Wahl zwischen Zeige- oder Mittelfinger, wenn überhaupt um den hoffnungslosen Versuch, den faden Beigeschmack der Sinnlosigkeit wegzuspülen.
Zu verlieren habe ich nichts - und alles"
Meiner Meinung nach mal wieder genau ins Schwarze getroffen. Diese Mischung aus Pessimismus und schwarzem Humor die irgendwie typisch für Danse Macabre ist. Dass ich die LP zum Schutz vor Beschädigungen eingefaltet in einen Pizzakarton erhalten habe, eingewickelt in einen Artikel über Homosexualität aus der "vigo" (das Magazin der AOK :D) (auf der anderen Seite Veggie Rezepte) zieht nochmal einen humoristischen Faktor mit sich, der mich zum schmunzeln bringen muss, gerade auch in Bezug auf die Art wie die Jungs sich textlich, musikalisch, auf der Bühne und auch menschlich präsentieren. Auch wenn wahrscheinlich keinerlei Intention dahintergesteckt haben mag, behalte ich mir meine Interpretation dieser Situationskomik vor.
Auch musikalisch tritt dieser Song in die Linie des schon auf der letzten LP "Synkopenleben, nein Danke" gefestigten Konzepts. Hier eröffnet ein geiles Iron-Maiden mäßiges Riff, die typischen Stakkato-Rhythmen folgen, helle Gitarrenharmonien, ein moshigerer Part, ruhigere Stellen - typisch also für Danse Macabre, von der Ausgefeiltheit allerdings mit eine der besten Sachen die der Haufen aus Trier meiner Meinung nach musikalisch bisher auf die Beine gestellt haben.
Bei einer Gesamtspielzeit von vielleicht knapp über 5 Minuten, einem geilen Artwork und nicht allzugroßer Auflage kann ich diese 7" denjenigen ans Herz legen, die keine Lust haben auf ein neues Album zu warten, die die rareren Tracks besitzen möchten oder die die Vinyl sammelleidenschaft gepackt hat, vor allem Fans der Band. Allerdings auch allen Anderen die sich dafür interessieren denn ein Prädikat "Was für Fans" zu vergeben läge weit unter Niveau. Ich empfehle allerdings nicht die LP in einem Plattenladen zu kaufen (4,50€ - 5,00€) sondern direkt bei der Band (in der Regel decken auf Touren solche Mini-Splits mit 2,50€ oder 3,00€ gerade mal die Produktionskosten ab). Auch wenn die Tour nun seit dem 26.08.06 schon wieder vorbei ist, wirds sicher noch ein paar Exemplare geben.
Man muss hervorheben, dass diese LP nur einseitig bespielt ist, beide Songs befinden sich auf der B Seite Während die A-Seite mit einer Blumengrafik bedruckt ist, die sich (handgedruckter Siebdruck auf Vinyl und Karton) über die gesamte Breite der LP zieht. Für das Design zeichnet sich Stefan Weyer verantwortlich, der nicht nur Gitarre bei DM spielt, sondern auch für die Tour eine geringe Anzahl Poster entworfen hat. Auch das komplette Artwork der Page kann man sich hier anschauen.
Danse Macabre steuern aufder 7" ihren neuen, unveröffentlichten Song "Ich habe keine ansteckende Krankheit außer Besoffski" bei und wer beim Titel schmunzelt, weiß meist im gleichen Augenblick, dass es sich nicht um Proletenrock handeln wird sondern mehr dahinter steckt. Mir bleibt eigentlich hier mal wieder nichts anderes übrig diesen großartigen Text im ganzen zu präsentieren und ohne viele Worte dazu auf Wirkung zu warten:
"Auch wenn ich um diese Uhrzeit nur noch Body Language verstehe,
weiß ich immer noch nicht, ob ich lachen, weinen, oder beides soll.
Und es geht schon lange nicht mehr, um die Wahl zwischen Zeige- oder Mittelfinger, wenn überhaupt um den hoffnungslosen Versuch, den faden Beigeschmack der Sinnlosigkeit wegzuspülen.
Zu verlieren habe ich nichts - und alles"
Meiner Meinung nach mal wieder genau ins Schwarze getroffen. Diese Mischung aus Pessimismus und schwarzem Humor die irgendwie typisch für Danse Macabre ist. Dass ich die LP zum Schutz vor Beschädigungen eingefaltet in einen Pizzakarton erhalten habe, eingewickelt in einen Artikel über Homosexualität aus der "vigo" (das Magazin der AOK :D) (auf der anderen Seite Veggie Rezepte) zieht nochmal einen humoristischen Faktor mit sich, der mich zum schmunzeln bringen muss, gerade auch in Bezug auf die Art wie die Jungs sich textlich, musikalisch, auf der Bühne und auch menschlich präsentieren. Auch wenn wahrscheinlich keinerlei Intention dahintergesteckt haben mag, behalte ich mir meine Interpretation dieser Situationskomik vor.
Auch musikalisch tritt dieser Song in die Linie des schon auf der letzten LP "Synkopenleben, nein Danke" gefestigten Konzepts. Hier eröffnet ein geiles Iron-Maiden mäßiges Riff, die typischen Stakkato-Rhythmen folgen, helle Gitarrenharmonien, ein moshigerer Part, ruhigere Stellen - typisch also für Danse Macabre, von der Ausgefeiltheit allerdings mit eine der besten Sachen die der Haufen aus Trier meiner Meinung nach musikalisch bisher auf die Beine gestellt haben.
Bei einer Gesamtspielzeit von vielleicht knapp über 5 Minuten, einem geilen Artwork und nicht allzugroßer Auflage kann ich diese 7" denjenigen ans Herz legen, die keine Lust haben auf ein neues Album zu warten, die die rareren Tracks besitzen möchten oder die die Vinyl sammelleidenschaft gepackt hat, vor allem Fans der Band. Allerdings auch allen Anderen die sich dafür interessieren denn ein Prädikat "Was für Fans" zu vergeben läge weit unter Niveau. Ich empfehle allerdings nicht die LP in einem Plattenladen zu kaufen (4,50€ - 5,00€) sondern direkt bei der Band (in der Regel decken auf Touren solche Mini-Splits mit 2,50€ oder 3,00€ gerade mal die Produktionskosten ab). Auch wenn die Tour nun seit dem 26.08.06 schon wieder vorbei ist, wirds sicher noch ein paar Exemplare geben.
von benjamin lehmann
Bisher hat es niemand gewagt
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