Capote
Regie: Bennett Miller
Produzent: Caroline Baron, Michael Ohoven, William Vince
Releasedate: 2005
Genre: Biographie/Dokumentation
Für Fans Fon Filmen Fie:
Altersfreigabe: FSK 12
Bewertung:
Schauspieler:
Philip Seymour Hoffman als Truman Capote,
Catherine Keener als Nelle Harper Lee,
Clifton Collins Jr. als Perry Smith,
Chris Cooper als Alvin Dewey,
Mark Pellegrino als Dick Hickock
Philip Seymour Hoffman als Truman Capote,
Catherine Keener als Nelle Harper Lee,
Clifton Collins Jr. als Perry Smith,
Chris Cooper als Alvin Dewey,
Mark Pellegrino als Dick Hickock
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Capote war einer dieser Filme, von dem ich nicht wirklich wusste, was mich erwartet. Natürlich kannte ich Truman Capote (30/09/1924 - 25/08/1984), hatte ich doch im Englisch-Leistungskurs ein erschöpfendes Referat über sein wohl bekanntestes Werk, Kaltblütig, und seinen Anspruch, der Erfinder des dokumentarischen Romans (non-fiction novel) zu sein, gehalten. Weitere wichtige Werke umfassen Frühstück bei Tiffany's und Die Grasharfe. Abseits von seinem literarischen Schaffen schuf er sich Aufmerksamkeit durch sein extravagantes Auftreten und Behauptungen, er würde Schauspieler und andere Stars kennen, die er tatsächlich nie getroffen hatte. Nachdem 1966 Kaltblütig erschienen war, schien Capote innerlich ausgebrannt und wurde sowohl alkohol- als auch drogenabhängig. Halluzinationen verfolgten ihn in seinen letzten Jahren, im August 1984 starb er schließlich an einer Überdosis Tabletten.
Dieser kurze Umriss soll nur kurz die Person Truman Capote beschreiben - um sein ganzes Leben sowie seinen literarischen Einfluss (wenn nicht sogar sein literarisches Genie) zu beschreiben müsste man wohl ein ganzes Buch schreiben, was Gerald Clarke tat, auf dessen Buch der Film basiert.
Der Film Capote stellt allerdings erst garnicht den Anspruch, Capotes Leben akribisch zu beleuchten und zu beschreiben. Deswegen war ich anfangs etwas unsicher, ob der Film nun eine Biographie oder eine Verfilmung des Romans Kaltblütig sei. Der Regisseur Bennett Miller zeigt mit seinem Spielfilmdebüt nur einen Ausschnitt aus Capotes Leben. Basierend auf Gerald Clarkes Buch Capote: A Biography beginnt der Film mit der Entdeckung des Zeitungsartikel über den vierfachen Mord einer Farmerfamilie in Holocomb, Kansas. Die Geschichte lässt ihn nichtmehr los, und was ursprünglich als ein Zeitungsartikel geplant war, wird zum Roman. Er reist nach Kansas, begleitet von seiner langjährigen Freundin Harper Lee, die wenig später mit ihrem Roman Wer die Nachtigall stört auf sich aufmerksam machen wird. Die beiden untersuchen die Auswirkungen der Morde auf das friedliche Dorf. Mit Mühe erschließen sie sich Informationsquellen, gewinnen jedoch das Vertrauen der Bewohner der Stadt und sogar des ermittelnden Detektivs, Alvin Dewey. Schon hierbei wird deutlich, dass der Film keine Umsetzung von Capotes Roman ist. In seinem Werk tritt Capote kein einziges Mal in Erscheinung, der Film dreht sich permanent um ihn, die komplizierte Suche nach den Mördern ist im Film nur Beiwerk, im Roman jedoch zwingender Mittelpunkt der Handlung. Man sieht Capote bei seiner Arbeit, in tristen Farben, im trüben Kansas. Dann der Wechsel zu Szeneparties, Capote im Mittelpunkt, das Leben eines jeden Abends. Der Zuschauer bekommt zwei verschiedene Capotes präsentiert.
Schließlich werden die beiden Mörder gefasst. Capote nimmt Kontakt zu ihnen auf, eine besondere Verbindung zu Perry Smith wird deutlich - Capote schien sich ihm verbunden zu fühlen, als seien sie Brüder, die jedoch unterschiedliche Wege im Leben gegangen seien. Man verfolgt seine Gespräche, Capote versucht immer und immer wieder die Ereignise der Mordnacht aus Perry herauszuquetschen. Er hilft den beiden nach ihrer Verurteilung mit der Suche nach einem neuen Anwalt, der Fall wird mehrmals erneut aufgerollt. Smith bezeichnet Capote mittlerweile als einen "guten Freund". Capote hat Streit mit seinem Verleger, kann das Buch erst fertigstellen wenn er die entscheidenden Details kennt. Außerdem der Konflikt mit den beiden Tätern - er will den Fall darstellen, als non-fiction novel. Die beiden wollen so gut wie möglich beschrieben werden. Dann, endlich, beschreibt Perry Smith die Mordnacht. Für den unbedarften Zuschauer erschreckend, die Mordszenen werden gezeigt, Blut spritzt, der Schock sitzt tief. Die Morde stellen einen harten Kontrast zum ruhigen, traurigen Perry Smith dar, der sich in der Zelle immer und immer wieder mit Capote unterhält.
Truman Capote reist ab, schottet sich ab, macht Urlaub, schreibt sein Buch weiter. Schwer zu verstehen, was in dem Capote vorgeht, der sich auf da auf der Leinwand zeigt, als er Smith nichtmehr sprechen will. Vor der Hinrichtung der beiden sieht er sie nocheinmal. Der Tod durch Hängen wird ebenfalls gezeigt. Schließlich endet der Film, einige Fakten zum Buch werden noch präsentiert.
Capote ist einer dieser Filme, nach denen man noch eine Weile im Kinosessel sitztenbleibt, um das Gesehene wirken zu lassen. Die verschiedenen Welten, die Arbeit Capotes, interessant in Szene gesetzt und zurecht mit einem Oscar für den besten Hauptdarsteller, Philip Seymour Hoffman, geehrt. Im Nachhinein hat der Film meine Erwartungen übertroffen. Sowohl der Film, als auch Capotes Werke seien jedem wärmstens ans Herz gelegt.
Dieser kurze Umriss soll nur kurz die Person Truman Capote beschreiben - um sein ganzes Leben sowie seinen literarischen Einfluss (wenn nicht sogar sein literarisches Genie) zu beschreiben müsste man wohl ein ganzes Buch schreiben, was Gerald Clarke tat, auf dessen Buch der Film basiert.
Der Film Capote stellt allerdings erst garnicht den Anspruch, Capotes Leben akribisch zu beleuchten und zu beschreiben. Deswegen war ich anfangs etwas unsicher, ob der Film nun eine Biographie oder eine Verfilmung des Romans Kaltblütig sei. Der Regisseur Bennett Miller zeigt mit seinem Spielfilmdebüt nur einen Ausschnitt aus Capotes Leben. Basierend auf Gerald Clarkes Buch Capote: A Biography beginnt der Film mit der Entdeckung des Zeitungsartikel über den vierfachen Mord einer Farmerfamilie in Holocomb, Kansas. Die Geschichte lässt ihn nichtmehr los, und was ursprünglich als ein Zeitungsartikel geplant war, wird zum Roman. Er reist nach Kansas, begleitet von seiner langjährigen Freundin Harper Lee, die wenig später mit ihrem Roman Wer die Nachtigall stört auf sich aufmerksam machen wird. Die beiden untersuchen die Auswirkungen der Morde auf das friedliche Dorf. Mit Mühe erschließen sie sich Informationsquellen, gewinnen jedoch das Vertrauen der Bewohner der Stadt und sogar des ermittelnden Detektivs, Alvin Dewey. Schon hierbei wird deutlich, dass der Film keine Umsetzung von Capotes Roman ist. In seinem Werk tritt Capote kein einziges Mal in Erscheinung, der Film dreht sich permanent um ihn, die komplizierte Suche nach den Mördern ist im Film nur Beiwerk, im Roman jedoch zwingender Mittelpunkt der Handlung. Man sieht Capote bei seiner Arbeit, in tristen Farben, im trüben Kansas. Dann der Wechsel zu Szeneparties, Capote im Mittelpunkt, das Leben eines jeden Abends. Der Zuschauer bekommt zwei verschiedene Capotes präsentiert.
Schließlich werden die beiden Mörder gefasst. Capote nimmt Kontakt zu ihnen auf, eine besondere Verbindung zu Perry Smith wird deutlich - Capote schien sich ihm verbunden zu fühlen, als seien sie Brüder, die jedoch unterschiedliche Wege im Leben gegangen seien. Man verfolgt seine Gespräche, Capote versucht immer und immer wieder die Ereignise der Mordnacht aus Perry herauszuquetschen. Er hilft den beiden nach ihrer Verurteilung mit der Suche nach einem neuen Anwalt, der Fall wird mehrmals erneut aufgerollt. Smith bezeichnet Capote mittlerweile als einen "guten Freund". Capote hat Streit mit seinem Verleger, kann das Buch erst fertigstellen wenn er die entscheidenden Details kennt. Außerdem der Konflikt mit den beiden Tätern - er will den Fall darstellen, als non-fiction novel. Die beiden wollen so gut wie möglich beschrieben werden. Dann, endlich, beschreibt Perry Smith die Mordnacht. Für den unbedarften Zuschauer erschreckend, die Mordszenen werden gezeigt, Blut spritzt, der Schock sitzt tief. Die Morde stellen einen harten Kontrast zum ruhigen, traurigen Perry Smith dar, der sich in der Zelle immer und immer wieder mit Capote unterhält.
Truman Capote reist ab, schottet sich ab, macht Urlaub, schreibt sein Buch weiter. Schwer zu verstehen, was in dem Capote vorgeht, der sich auf da auf der Leinwand zeigt, als er Smith nichtmehr sprechen will. Vor der Hinrichtung der beiden sieht er sie nocheinmal. Der Tod durch Hängen wird ebenfalls gezeigt. Schließlich endet der Film, einige Fakten zum Buch werden noch präsentiert.
Capote ist einer dieser Filme, nach denen man noch eine Weile im Kinosessel sitztenbleibt, um das Gesehene wirken zu lassen. Die verschiedenen Welten, die Arbeit Capotes, interessant in Szene gesetzt und zurecht mit einem Oscar für den besten Hauptdarsteller, Philip Seymour Hoffman, geehrt. Im Nachhinein hat der Film meine Erwartungen übertroffen. Sowohl der Film, als auch Capotes Werke seien jedem wärmstens ans Herz gelegt.
von David Pithan
Bisher hat es niemand gewagt
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