Endearment - Solar Plexus
Label: Renkontre Tonwaren
Releasedate: 21/04/2006
Genre: Indie/Rock/Pop
Sounds Like: A Day in Black and White, Les Savy Fav
Bewertung:
1. Addicted
2. Abstr-action
3. We are the Factory - part II
4. The (John) Cage
5. Un-angel
2. Abstr-action
3. We are the Factory - part II
4. The (John) Cage
5. Un-angel
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Normalerweise kann man ja die Beschreibungen von Labels, die ihre Bands promoten sofort in die Tonne kloppen. Aber Renkontre Tonwaren trifft das eigentlich ziemlich genau, was Endearment da machen: "Solar Plexus ist vor allem ein Spiel mit der Dynamik, ein ständiger Wechsel von laut und leise, treibend und relaxt. Endearment selbst bezeichnen ihre Musik als 'Hardpop', was den eigentümlichen Spagat zwischen Eingängigkeit und Schrägheit auf den Punkt bringt." Man merkt schnell, das es etwas schwieriger sein wird, da genau zu beschreiben was Endearment machen. Jeder der fünf Songs auf der MCD (14 Minuten 30 Sekunden) ist irgendwie anders, unabhängig von den anderen. Während ich bei den ersten Klängen noch dachte "Oh je, Indierock mit Emogesang?" wandelte sich das Bild recht schnell wieder. Der Sänger klingt jedesmal irgendwie anders, am Anfang sehr poppig, später erinnert er mich an den Sänger von A Day in Black and White, dann klingt er so verzweifelt wie Billy Werner von Saetia. Ob die Änderungen jetzt daran liegen dass die drei Jungs sich abwechseln oder der Sänger wirklich so variabel ist kann ich nicht sagen. Beim ersten Durchlauf der CD hat mich auch der ein oder andere Dynamikwechsel überrascht, den ich von den ersten Klängen her nicht erwartet hätte. Abwechselnd bekommt man rockige oder ruhige Parts auf die Ohren, die ein oder andere schöne Melodie oder Spoken Words Passagen. Musikalisch können die drei Herren aus Köln auf jedenfall einiges, wie auch ihre Bandgeschichte und der Haufen an veröffentlichtem Material zeigt.
Letztendlich ist die Musik jedoch recht belanglos, geht schnell ins Ohr und ebenso schnell wieder raus. Auch wenn sich die Songs alle voneinander unterscheiden, oder gerade dadurch, vergisst man das ganze recht schnell wieder, sobald die letzten Töne verklungen sind und das spacige Outro immer leiser wird.
Warum die EP "Solarplexus" heißt wollte ich dann auch wissen, jedoch habe ich keinen wirklichen Hinweis darauf gefunden. Die Lyrics sind ohne Punkt und Komma geschrieben, aneinandergereihte Sätze, Zusammenhänge erkennt man nur beim Hören der Musik. Wenigstens kann man den Sänger sehr gut verstehen. Wovon die Texte handeln ist schwer zu sagen, da alles zeimlich poetisch-unzusammenhängend ist. Wäre sicher mal interessant mit den Jungs von der Band darüber zu reden. Vor allem was sie mit "[...]we love the factory we sing the factory we drink the factory we are the factory [...]" meinen. Die EP ist an sich nett aufgemacht, Booklet mit allen Texten und einem abstrakten Artwork. Très chic.
Am Ende bleibt zu sagen dass Endearment durchaus einige interessante Ansätze in ihrer Musik hat, aber damit weder ein neues Genre ("Hardpop") kreirt noch musikalische Pionierarbeit geleistet wird. Die feurige Beschreibung von Renkontre Tonwaren kann dann doch nicht halten, was sie verspricht. Schade eigentlich.
Letztendlich ist die Musik jedoch recht belanglos, geht schnell ins Ohr und ebenso schnell wieder raus. Auch wenn sich die Songs alle voneinander unterscheiden, oder gerade dadurch, vergisst man das ganze recht schnell wieder, sobald die letzten Töne verklungen sind und das spacige Outro immer leiser wird.
Warum die EP "Solarplexus" heißt wollte ich dann auch wissen, jedoch habe ich keinen wirklichen Hinweis darauf gefunden. Die Lyrics sind ohne Punkt und Komma geschrieben, aneinandergereihte Sätze, Zusammenhänge erkennt man nur beim Hören der Musik. Wenigstens kann man den Sänger sehr gut verstehen. Wovon die Texte handeln ist schwer zu sagen, da alles zeimlich poetisch-unzusammenhängend ist. Wäre sicher mal interessant mit den Jungs von der Band darüber zu reden. Vor allem was sie mit "[...]we love the factory we sing the factory we drink the factory we are the factory [...]" meinen. Die EP ist an sich nett aufgemacht, Booklet mit allen Texten und einem abstrakten Artwork. Très chic.
Am Ende bleibt zu sagen dass Endearment durchaus einige interessante Ansätze in ihrer Musik hat, aber damit weder ein neues Genre ("Hardpop") kreirt noch musikalische Pionierarbeit geleistet wird. Die feurige Beschreibung von Renkontre Tonwaren kann dann doch nicht halten, was sie verspricht. Schade eigentlich.
von David Pithan
Bisher hat es niemand gewagt
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