Jedd Medefind und Erik Lokkesmoe - The revolutionary communicator

Jedd Medefind und Erik Lokkesmoe - The revolutionary communicator

Verlag: Relevant Books

Releasedate: 31. Juli 2004

Genre: Sachbuch (christlich)

ISBN: 0974694258

Themen: Kommunikation

Achtung: Nur in englischer Sprache erhältlich

Bewertung:

Rock'n'Roll Baby!
Es wird auch mal Zeit, dass das Leben von Jesus mal unter anderen Gesichtspunkten betrachtet wird, als nur seine jungfräuliche Geburt, sein Tod und seine Auferstehung.
Dieses Buch widmet sich der Frage: Wie hat Jesus kommuniziert?
Jemand sagte mal, dass man zwei Wahrheiten über Jesus in Balance halten muss: auf der einen Seite ist er unserer Retter, auf der anderen Seite unser Rabbi, der uns über das Leben lehrt. Oft vergessen wir, dass Jesus unser Lehrer ist. Dieses Buch versucht nun auch diesen Aspekt ernst zu nehmen. Es betrachtet, wie Jesus mit Menschen umgegangen ist, besonders, wie er mit ihnen kommuniziert hat.
Die beiden Autoren Jedd Medefind und Erik Lokkesmoe haben selbst in ihren Berufen mit dem Thema zu tun und sind deshalb sozusagen vorgeprägt.
Man darf jetzt bei diesem Buch keine trockene Abhandlung über Sender und Empfänger, Kommunikation bei Mann und Frau oder den 5 Sprachen der Liebe erwarten.
Beide schreiben sehr interessant, benutzen viele Beispiele aus Kinofilmen, erzählen Geschichten und stellen am Ende der Kapitel Fragen zur Reflexion und „Hausaufgaben“ zum Ausprobieren. Das Buch selbst ist ein gutes Beispiel für die Prinzipien, die es enthält.
Das Autorengespann hat 7 Prinzipien herausgearbeitet, jeweils illustriert anhand einer Geschichte aus dem Leben Jesu.
Das erste Prinzip ist Aufmerksamkeit. In dem Kapitel wird sehr plastisch beschrieben, wie sich die Menschen um uns herum so sehr nach Aufmerksamkeit und Interesse sehnen. Jesus zeichnete sich dadurch aus, dass er sich besonders den Menschen am Rand, den Übersehenen zuwandte.
Das zweite Prinzip ist Verbundenheit. Es geht darum, auf andere zuzugehen, sich auf sie einzulassen, ihre Sprache zu lernen, unter ihnen zu leben. Es geht auch darum, den Anderen die Bedingungen des Gespräches bestimmen zu lassen. Als Beispiel wurde hier Jesus gewählt, der den römischen Offizier zu Hause besuchen wollte, aber es dann nicht tat, weil der Soldat sich nicht als würdig empfand, so hohen Besuch zu empfangen.
Das dritte Kapitel - welches eines der Besten ist - beschäftigt sich mit Fragen. Jesus stellte viele Fragen. Fragen geben den Partner die Freiheit selbst auf Erkenntnisse zu kommen und sind deshalb effektiver als vorformulierte Patentantworten. Es heißt hier:
„Die Art von Jesus stand in scharfem Kontrast zu einem Ansatz, der nur diktierte und kommandierte. Stattdessen luden seine Fragen den Zuhörer dazu ein, mit einer Kerze in der Hand den Dachboden ihres Verstandes auf der Suche nach einer passenden Antwort zu durchforsten.“.
Das vierte Prinzip ist Authentizität. Wir müssen uns verletzlich machen, von unseren Schwächen und Versagen erzählen. Nicht im Sinne eines Seelenstriptease, aber wenn die Situation angemessen ist, sollte man lernen, seine Masken abzulegen und zu zeigen, dass man eben auch nur ein unperfekter Mensch ist. Jesus - obwohl er perfekt war - hat alle Emotionen gezeigt: Wut, Angst, Furcht vor der Einsamkeit. Er hat nicht über den Dingen geschwebt und war abwesend, sondern war ganz Mensch.
Das fünfte Prinzip ist Geschichten erzählen. Jesus hat sehr wenig abstrakte Wahrheiten und philosophische Einsichten von sich gegeben. Er erzählte Gleichnisse: kleine Geschichten, die abstrakte Wahrheiten über das Reich Gottes, über Freude, Bekehrung und den Auftrag seiner Nachfolger anhand von Beispielen aus dem (Arbeits-)Leben seiner Hörer verdeutlichte.
Das Buch macht aber deutlich, dass Geschichten mehr sind, als bloße Dekoration von Fakten; sie geben den Rahmen. Anhand des Filmes Memento legen sie dar, dass Fakten wertlos sind, wenn sie nicht in eine Geschichte eingebettet sind.
Absolut unerwartet kommt das Kapitel sechs. Könnten die Einsichten bisher einfach aus einem „weltlichen“ Buch über Kommunikation stammen, so gehen die Autoren jetzt über bloße Techniken und Tricks heraus. Es geht in diesem Kapitel um Einsamkeit. Gute Kommunikation speist sich, so die Autoren, aus Zeiten der Einsamkeit; Zeiten fern von der Menge. Wir sind umgeben von Lärm, vielen oberflächlichen Botschaften, Gelächter, Stimmen, Geräuschen. Wenn wir uns keine Zeiten nehmen, diesem Geräusch- und Informationsoverkill zu entkommen, wird unsere Botschaft nur ein bloßes Echo dieses Lärms sein. Echter Tiefgang, neue Einsichten, die Kraft und Weisheit für relevante Kommunikation erhält man nur in der Einsamkeit. Dort, wo man in Gebeten Gott begegnet oder sein Leben reflektiert.
Das letzte Kapitel setzt den Ansatz des sechsten Kapitels fort. Es soll nicht darum gehen, dass man Techniken und Kunstgriffe gelehrt kriegt, mit denen man dann Menschen für seine Zwecke manipulieren kann. Das letzte und wichtigste Prinzip ist ein investiver Lebensstil. Ein Lebensstil, der darauf ausgerichtet ist, dass andere von einem profitieren und nicht man selbst von anderen profitiert. Es geht um weitergeben. Darum, andere Menschen weiterbringen zu wollen. Gute Kommunikation dient immer dem Wohl des Anderen, nicht ausschließlich eigenen Interessen.
Ich mag das Buch und finde es interessant, das Leben Jesus mal unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten. Die Geschichten aus den Evangelien sind alle nacherzählt und teilweise ausgeschmückt. Das macht sie kraftvoller; aber ich finde, man hätte vielleicht ein, zwei Gespräche detaillierter untersuchen können.
Die einzelnen Prinzipien sind alle sehr nützlich und die jeweiligen Kapitel regen einen zum Nachdenken darüber an, wie man seine zwischenmenschlichen Beziehungen lebt.
Sehr gut auch, dass die Autoren nicht dem typischen amerikanischen Business-Pragmatismus (5 Schritte, wie ich erfolgreich Menschen manipuliere) verfallen sind, sondern ihre sehr praktischen Schritte in die Aufforderung einbetten, umzudenken. Nicht bloß egoistische Ziele zu verfolgen.
Ich denke, das Buch ist für jeden etwas, der Beziehungen vertiefen will, der gerne tiefgängigere Gespräche führt oder in seiner Umgebung einen positiven Einfluss ausüben möchte. Besonders empfehlenswert ist das Buch für alle Leiter; vor allem Hauskreis- oder Kleingruppenleiter.
Von mir gibt es eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.
5/5

PS: Das Buch ist übrigens genauso interessant für Nichtchristen, da es zwar Jesus in den Mittelpunkt setzt, aber unaufdringlich. Die Erkenntnisse sind "allgemeingültig" und nicht spezifisch christlich.
von Arne Bachmann
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Tours, Tours Tours...
Es stehen einige gute Touren vor der Tür. U. a.die Hammer harte Converge Tour mit Animosity und Rise and Fall. Hier also die Tours:

All That Remains, Misery Signal und Textures:
29.3.07 Berlin @ Magnet
30.3.07 Leipzig @ Conne Island
31.3.07 Bochum @ Matrix
01.04.07 Karlsruhe @ Stadtmitte
06.04.07 Trier @ Exhaus


Converge, Animosity und Rise and Fall

15.06.07 Wiesbaden @ Schlachthof
16.06.07 Trier @ Summer Blast Fest
17.06.07 Chemnitz @ AJZ, Never Say Die! Fest w/ Parkway Drive, Down To Nothing, Internal Affairs & Special Guest
19.06.07 Berlin @ SO36
20.06.2007 Schweinfurt @ Alter Stattbahnhof, Never Say Die! Fest w/ Parkway Drive, Down To Nothing, Internal Affairs, Misery Index, Dew Scented, Coldworker & Special Guest
22.06.07 Herne @ Pressure Fest
30.06.07 Münster @ Halle Münsterland, Vainstream Fest w/ Converge only!
14.07.07 Nürnberg @ Z-Bau, Terra X Fest w/ Sick Of It All
18.07.07 München @ Feierwerk

Job For A Cowboy, Unearth und Despised Icon

03.04.07 KÖLN @ UNDERGROUND/LIVE MUSIC HALL
04.04.07 BOCHUM @ MATRIX
05.04.07 HAMBURG @ GRÜNSPAN
06.04.07 BERLIN @ KATO/COLUMBIA CLUB
07.04.07 tbc , tbc @ tbc
08.04.07 CHEMNITZ @ AJZTALSCHOCK
09.04.07 ASCHAFFENBURG @ COLOS -SAAL
10.04.07 MÜNCHEN @ BACKSTAGE

Mehr Tours, mehr Infos und Ticket infos gibt es bei Avocado Booking Europe
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