Bradley Hathaway - All the Hits so far (but don’t expect too much)

Bradley Hathaway - All the Hits so far (but don’t expect too much)

Verlag: Relevant Books

Releasedate: 2. August 2005

Genre: Gedichtband

ISBN: 0976364239

Themen: Beziehung mit Gott, Mannsein, Schönheit, Sehnsucht, Authentizität

Mit im Paket: Audio CD

Achtung: Nur in englischer Sprache erhältlich

Bewertung:

Rock'n'Roll Baby!
Die christliche Szene hat ihren ersten Slam Poeten.
Zwar kein Hemmingway besticht Bradley Hathaway mit großer Ehrlichkeit.
Bradley Hathaway ist ein MySpace Kid. Er ist Anfang zwanzig, hört Emocore, ist ein sensibler, aufrichtiger Mensch, Christ, hat sogar seinen eigenen kleinen Club in Arkansas und wie jedes MySpace Kid schreibt er hin und wieder Poesie. Doch im Gegensatz zu all den anderen MySpace Kids da draußen, besitzt er die Nerven seine Poesie bei Konzerten von Bands wie Norma Jean und Blindside vorzutragen. In alter Slam Poet Manier hampelt er dabei furchtbar herum, gestikuliert und interagiert mit dem Publikum. Und er wurde nach kurzer Zeit entdeckt. Durfte auf dem Cornerstone vor tausenden von Leuten auftreten und veröffentlicht jetzt ein Buch auf Relevant Books.
Es war längst überfällig: die christliche Szene hat ihren ersten Slam Poeten.
Trotz ähnlich klingenden Namen ist Bradley kein Hemingway, aber seine Texte berühren mich stellenweise mehr als die meisten zeitgenössischen Lobpreislieder.
Bradleys Gedichte sind sehr aufrichtig, schlicht, oft witzig.
Und er dürfte wohl der erste Poet sein, der Gedichte hat, die man wirklich als „Hits“ bezeichnen kann.
Da wären besonders: „The annoying hardcore dude, that goes too far“ in dem er alle gängigen Hardcore Klischees aufzählt (bunte Plattensammlung, Straight Edge, Anti-Emo) und viele von diesem Verhalten auf Unsicherheit zurückführt.
Oder „Manly Man“ dass sich angelehnt an John Eldredge mit dem Thema „Männlichkeit“ beschäftigt. Er lehnt sich dabei sehr weit aus dem Fenster, was Ehrlichkeit angeht:
„Last time I watched Bambi I cried“. Wie dann sein Freund folgerichtig bemerkte: “Bradley, du bist ungefähr eine Maniküre davon entfernt schwul zu sein.”
Bradley Hathaway gibt tiefe Einblicke in sein Innenleben, seine Wünsche, seine Schwächen, seine schwer nachzuvollziehenden Assoziationen („Wenn Freude eine Farbe wäre, wäre sie ein wunderschönes pastellfarbenes Lila.“), seine Unsicherheiten und vor allem: seine Beziehung mit Gott.
Er zeigt, wie ehrlich man in seiner Beziehung mit Gott sein kann.
Im „Hug poem“ fragt er Jesus:

„Did you ever just hug people?
I know it’s a silly question and all.
I’m sure you have
(why wouldn’t you have?)
But it’s one of those things
That was never mentioned.
And it got me thinking about it.
[…]
Because all I need is a hug.
That’s okay for me to imagine, right?
That not conflicting
With any sort of theology, is it?
[…]
Hold me here in your arms
Until I start to cry.
Because I want to cry.
But I just can’t seem to do it on my own.”

Man sieht: Bradleys Schreibstil ist sehr einfach; meist kein hochgestochenes intellektuelles Englisch sondern einfache, straßenkompatible Sprache. Das macht auch seinen Reiz: Er ist über weite Strecken einfach zu verstehen und man kann sich schnell mit ihm identifizieren. Außerdem zeigt er, wie unkompliziert die Beziehung mit Gott sein kann.
Aber er schreibt nicht nur von persönlichen Sachen. Er schreibt auch über eher abstrakte Dinge. Zum Beispiel über Freude („About being joyful and content“) und den vorherrschenden Schönheitswahn („Big Things in big packages“).
Oder er gibt anderen Trost und Hoffnung (zum Beispiel: „The celebration wedding“).
Außerlich ist das Buch kein lieblos gestalteter Gedichtband mit einfarbigem Umschlag.
Das Design des Buches ist – wie nicht selten bei Büchern von Relevant Books - umwerfend. In guter Hardcore Plattencover Manier hat man jede einzelne Seite des Buches liebevoll mit trashigen Collagen versehen. Außerdem befindet sich im Buch eine CD, wo er seine 14 Gedichte mit einer herzzerreißenden Sehnsucht und Leidenschaft vorträgt (man muss an Aaron Weis von Mewithoutyou denken). Das Ganze wird dann noch mit Music von "Nights of the wrecking balls" unterlegt. Kurz gesagt: ein Gesamtkunstwerk. Und das zu einem mehr als fairen Preis von um die 14 Euro.
Jeder der des Englischen mächtig ist, sollte sich das unbedingt zulegen!
5/5 Punkten

von Arne Bachmann
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Tours, Tours Tours...
Es stehen einige gute Touren vor der Tür. U. a.die Hammer harte Converge Tour mit Animosity und Rise and Fall. Hier also die Tours:

All That Remains, Misery Signal und Textures:
29.3.07 Berlin @ Magnet
30.3.07 Leipzig @ Conne Island
31.3.07 Bochum @ Matrix
01.04.07 Karlsruhe @ Stadtmitte
06.04.07 Trier @ Exhaus


Converge, Animosity und Rise and Fall

15.06.07 Wiesbaden @ Schlachthof
16.06.07 Trier @ Summer Blast Fest
17.06.07 Chemnitz @ AJZ, Never Say Die! Fest w/ Parkway Drive, Down To Nothing, Internal Affairs & Special Guest
19.06.07 Berlin @ SO36
20.06.2007 Schweinfurt @ Alter Stattbahnhof, Never Say Die! Fest w/ Parkway Drive, Down To Nothing, Internal Affairs, Misery Index, Dew Scented, Coldworker & Special Guest
22.06.07 Herne @ Pressure Fest
30.06.07 Münster @ Halle Münsterland, Vainstream Fest w/ Converge only!
14.07.07 Nürnberg @ Z-Bau, Terra X Fest w/ Sick Of It All
18.07.07 München @ Feierwerk

Job For A Cowboy, Unearth und Despised Icon

03.04.07 KÖLN @ UNDERGROUND/LIVE MUSIC HALL
04.04.07 BOCHUM @ MATRIX
05.04.07 HAMBURG @ GRÜNSPAN
06.04.07 BERLIN @ KATO/COLUMBIA CLUB
07.04.07 tbc , tbc @ tbc
08.04.07 CHEMNITZ @ AJZTALSCHOCK
09.04.07 ASCHAFFENBURG @ COLOS -SAAL
10.04.07 MÜNCHEN @ BACKSTAGE

Mehr Tours, mehr Infos und Ticket infos gibt es bei Avocado Booking Europe
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