What the bleep do we know!?
Regie: William Arntz/Betsy Chasse/Mark Vicente
Produzent: William Arntz/Betsy Chasse/Mark Vicente
Releasedate: 2004
Genre: Dokumentation
Für Fans Fon Filmen Fie:
Bewertung:
Schauspieler:
unter anderem:
Marlee Matlin
Elaine Hendrix
Barry Newman
Robert Bailey Jr
unter anderem:
Marlee Matlin
Elaine Hendrix
Barry Newman
Robert Bailey Jr
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Ich weiß, dass ich nichts weiß - die Geschichte einer großen Enttäuschung
Nach einiger Zeit zog es mich mal wieder ins Kino - das einzige dieser Art in ganz Bayreuth zeigte den viel diskutierten Film "What the bleep do we know!?"
"Bleep" steht hier übrigens sinnbildlich für das hohe Piepen, mit dem Schimpfwörter überdeckt werden. Da ich bisher nur positives über den Film gehört hatte, beschloss ich mir ihn mal anzusehen und mein Wissen in Sachen Wahrnehmung und Quantenphysik zu erweitern. Warum auch nicht.
Nach einigen futuristischen Animationen beginnt die Story um die Photographin Amanda (verkörpert von der fast tauben Oscargewinnerin Marlee Matlin), die lernt, ihr Leben aus neuen Perspektiven zu sehen. Das Ganze wird immer wieder von Interviewbeiträgen verschiedener Wissenschaftler unterbrochen. Doch wer genau die interviewten Personen nun sind, erfährt man erst am Ende des Films. Sie beziehen Stellung zu verschiedenen Theorien, beginnend bei der Quantenphysik bis hin zu Medizin, Psychologie, Biologie und Theologie. Schon nach kurzer Zeit zeigt sich ein erster Kritikpunkt: Die Themen werden zum Großteil nur kurz angeschnitten, wirkliche Erklärungen, Experimente oder Beweise gibt es keine.
Die Statements der Wissenschaftler werden durch 3D-Animationen unterlegt und veranschaulicht. Aufgelockert wird das ganze dann durch lustige Charaktere wie den kleinen Basketballer, der Amanda Grundzüge von Wahrscheinlichkeit und Physik erklärt und sein ganzes Wissen aus Captain Quantum Comics bezieht. Faszinierend. Einige interessante Ansätze werden angesprochen, zum Beispiel die Richtung der Zeit oder dass sich jeder Mensch seine Realität selbst schafft. Jedoch ist das alles viel zu oberflächlich und kurz dargestellt, um zu neuen Erkenntnisse zu führen. Tiefpunkt des Films ist dann die unerträglich lange Hochzeitsfeier, bei der mit Gesichtern versehene, animierte Glibberzellen irgendwelche Stoffausschüttungen im Gehirn verdeutlichen sollen.
Wie Gefühle entstehen und so weiter. Zwischendurch dann wieder Interviewfetzen, kurze Exkursionen in die Theologie (à la "Religionen sind blasphemisch") und, wenn ich mich recht entsinne, irgendetwas über Erleuchtung. (Ich muss zugeben, gegen Ende war ich nicht mehr ganz so aufmerksam - zum Glück konnte ich mich an der Lakritztüte festhalten). Am Ende dann wieder die öfters auftauchende, kryptische Frage: "Hast du dich schon einmal als das gesehen, was du geworden bist?"
Nach dem Abspann kommen endlich Informationen darüber, wer die zitierten "Wissenschaftler" denn überhaupt sind. Da treffen sich unter anderem diverse Physiker, Ärzte und richtig interessante Persönlichkeiten wie Judith "JZ" Knight/Ramtha, die sich für das Medium eines 35 .000 Jahre alten Kriegergeistes bezeichnet. Die ganze Liste findet man bei Wikipedia (englisch). Beim Nachlesen auf Wikipedia werden dann auch all die kontroversen Theorien und Unstimmigkeiten des Filmes deutlich, die dem auf diesem Themengebiet nicht spezialisierten Zuschauer verborgen bleiben. Einige Beispiele:
Im Film sieht Amanda in einer U-Bahn-Station eine Ausstellung über die Kristallformen von Wasser (Wasserstudien von Dr. Masaru Emoto). Auf Photos werden die verschiedenen Ausprägungen gezeigt, die entstehen , wenn man Worte auf die Flasche klebt (wie z.B. "I hate you! I will kill you"). Dadurch wird natürlich die Frage aufgeworfen, was Worte, die so einen großen Einfluss auf Wasser haben, dann erst mit Menschen anrichten könnten. Diese Studien werden jedoch von fast allen Wissenschaftlern als Pseudowissenschaft abgelehnt.
Außerdem benutzen die Wissenschaftler lustigerweise Ausdrücke, ohne sie zu erklären - der Zuschauer wird einfach im Regen stehengelassen. Was sind denn bitte Antigravitationsmagneten oder "holographically-imprinted chemicals"? Ebensowenig gibt es Beweise für die These, dass die Ureinwohner Amerikas Kolumbus' Schiffe nicht sehen konnten.
Danke Wikipedia.
Da hätte ich mich wohl doch lieber nicht auf andere Leute verlassen und mich selbst vorher schlau machen sollen. "Ich weiß, dass ich nichts weiß" trifft es dann wohl doch ganz gut. In diesem Sinne: Ab in die Tonne.
Nach einiger Zeit zog es mich mal wieder ins Kino - das einzige dieser Art in ganz Bayreuth zeigte den viel diskutierten Film "What the bleep do we know!?"
"Bleep" steht hier übrigens sinnbildlich für das hohe Piepen, mit dem Schimpfwörter überdeckt werden. Da ich bisher nur positives über den Film gehört hatte, beschloss ich mir ihn mal anzusehen und mein Wissen in Sachen Wahrnehmung und Quantenphysik zu erweitern. Warum auch nicht.
Nach einigen futuristischen Animationen beginnt die Story um die Photographin Amanda (verkörpert von der fast tauben Oscargewinnerin Marlee Matlin), die lernt, ihr Leben aus neuen Perspektiven zu sehen. Das Ganze wird immer wieder von Interviewbeiträgen verschiedener Wissenschaftler unterbrochen. Doch wer genau die interviewten Personen nun sind, erfährt man erst am Ende des Films. Sie beziehen Stellung zu verschiedenen Theorien, beginnend bei der Quantenphysik bis hin zu Medizin, Psychologie, Biologie und Theologie. Schon nach kurzer Zeit zeigt sich ein erster Kritikpunkt: Die Themen werden zum Großteil nur kurz angeschnitten, wirkliche Erklärungen, Experimente oder Beweise gibt es keine.
Die Statements der Wissenschaftler werden durch 3D-Animationen unterlegt und veranschaulicht. Aufgelockert wird das ganze dann durch lustige Charaktere wie den kleinen Basketballer, der Amanda Grundzüge von Wahrscheinlichkeit und Physik erklärt und sein ganzes Wissen aus Captain Quantum Comics bezieht. Faszinierend. Einige interessante Ansätze werden angesprochen, zum Beispiel die Richtung der Zeit oder dass sich jeder Mensch seine Realität selbst schafft. Jedoch ist das alles viel zu oberflächlich und kurz dargestellt, um zu neuen Erkenntnisse zu führen. Tiefpunkt des Films ist dann die unerträglich lange Hochzeitsfeier, bei der mit Gesichtern versehene, animierte Glibberzellen irgendwelche Stoffausschüttungen im Gehirn verdeutlichen sollen.
Wie Gefühle entstehen und so weiter. Zwischendurch dann wieder Interviewfetzen, kurze Exkursionen in die Theologie (à la "Religionen sind blasphemisch") und, wenn ich mich recht entsinne, irgendetwas über Erleuchtung. (Ich muss zugeben, gegen Ende war ich nicht mehr ganz so aufmerksam - zum Glück konnte ich mich an der Lakritztüte festhalten). Am Ende dann wieder die öfters auftauchende, kryptische Frage: "Hast du dich schon einmal als das gesehen, was du geworden bist?"
Nach dem Abspann kommen endlich Informationen darüber, wer die zitierten "Wissenschaftler" denn überhaupt sind. Da treffen sich unter anderem diverse Physiker, Ärzte und richtig interessante Persönlichkeiten wie Judith "JZ" Knight/Ramtha, die sich für das Medium eines 35 .000 Jahre alten Kriegergeistes bezeichnet. Die ganze Liste findet man bei Wikipedia (englisch). Beim Nachlesen auf Wikipedia werden dann auch all die kontroversen Theorien und Unstimmigkeiten des Filmes deutlich, die dem auf diesem Themengebiet nicht spezialisierten Zuschauer verborgen bleiben. Einige Beispiele:
Im Film sieht Amanda in einer U-Bahn-Station eine Ausstellung über die Kristallformen von Wasser (Wasserstudien von Dr. Masaru Emoto). Auf Photos werden die verschiedenen Ausprägungen gezeigt, die entstehen , wenn man Worte auf die Flasche klebt (wie z.B. "I hate you! I will kill you"). Dadurch wird natürlich die Frage aufgeworfen, was Worte, die so einen großen Einfluss auf Wasser haben, dann erst mit Menschen anrichten könnten. Diese Studien werden jedoch von fast allen Wissenschaftlern als Pseudowissenschaft abgelehnt.
Außerdem benutzen die Wissenschaftler lustigerweise Ausdrücke, ohne sie zu erklären - der Zuschauer wird einfach im Regen stehengelassen. Was sind denn bitte Antigravitationsmagneten oder "holographically-imprinted chemicals"? Ebensowenig gibt es Beweise für die These, dass die Ureinwohner Amerikas Kolumbus' Schiffe nicht sehen konnten.
Danke Wikipedia.
Da hätte ich mich wohl doch lieber nicht auf andere Leute verlassen und mich selbst vorher schlau machen sollen. "Ich weiß, dass ich nichts weiß" trifft es dann wohl doch ganz gut. In diesem Sinne: Ab in die Tonne.
von David Pithan
Bisher hat es niemand gewagt
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