<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Failing Forward</title>
	<atom:link href="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward</link>
	<description>Der Blog von Arne</description>
	<lastBuildDate>Tue, 23 Feb 2010 18:14:32 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Umweg II &#8211; Der Gott, der da sein k&#246;nnte</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/23/umweg-ii-der-gott-der-da-sein-koennte/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/23/umweg-ii-der-gott-der-da-sein-koennte/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 18:14:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/?p=286</guid>
		<description><![CDATA[Um nochmal meiner Vorliebe von etwas gewagten Aussagen &#252;ber Gott zu fr&#246;nen, die am Rande der Nichts-sagenden Reihe auftauchen, hier noch eine &#220;berlegung, die f&#252;r den Philosophen, Literaten und gelernten Schauspieler aus Irland, Richard Kearney bestimmend ist. Es beginnt mit einer Frage:
H&#228;tte Jesaja &#8220;nein&#8221; sagen k&#246;nnen, als Gott ihn fragte, ob er f&#252;r ihn Zeuge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um nochmal meiner Vorliebe von etwas gewagten Aussagen &#252;ber Gott zu fr&#246;nen, die am Rande der Nichts-sagenden Reihe auftauchen, hier noch eine &#220;berlegung, die f&#252;r den Philosophen, Literaten und gelernten Schauspieler aus Irland, Richard Kearney bestimmend ist. Es beginnt mit einer Frage:</p>
<p>H&#228;tte Jesaja &#8220;nein&#8221; sagen k&#246;nnen, als Gott ihn fragte, ob er f&#252;r ihn Zeuge sein wolle? H&#228;tte Maria &#8220;nein&#8221; sagen k&#246;nnen, als sie Jesus in die Welt tragen sollte? <a href="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/wp-content/uploads/2010/02/85525696.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-287" title="L&#246;wenzahn" src="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/wp-content/uploads/2010/02/85525696-284x300.jpg" alt="" width="284" height="300" /></a>F&#252;r Richard Kearney ist das genau die Art &#252;ber Gott zu denken: Gott setzt sich auf&#8217;s Spiel, Gott braucht uns in gewisser Weise, damit &#8220;Sein name geheiligt&#8221; und &#8220;sein Reich kommen&#8221; kann.</p>
<p>&#8220;Gott braucht uns, um in der Welt Fleisch zu werden &#8211; Gott, der die bedingungslose Liebe, die Gerechtigkeit, eine Einladung, ein Ruf, eine Bitte und eine Verhei&#223;ung f&#252;r uns ist. Aber wenn wir keine Ohren zu h&#246;ren, keine Augen zu sehen haben, um auf diesen Ruf zu reagieren, wie Maria und Jesaja es getan haben k&#246;nnten, dann w&#228;re Gott nicht da gewesen in Maria oder in Jesaja und wir h&#228;tten keine Inkarnation, kein Buch Jesaja und keine prophetische Tradition. Also m&#246;chte ich die M&#246;glichkeit offen lassen -im Opposition zu einer Metaphysik der Allmacht &#8211; das es m&#246;glich war, dasss Gott nicht als Jesus in die Welt gekommen w&#228;re, oder prophetisch sichtbar und h&#246;rbar durch Jesaja geworden w&#228;re. Also braucht Gott uns. Ja, Gott brauchte Moses damit ER h&#246;ren konnte, &#8220;Ich bin, der ich bin&#8221; und dann losgehen konnte und dieses missionarische Statement der Befreieung anwenden konnte, so wie er es getan hatte. Also gibt es da ein Bed&#252;fnis in Gott, eine Sehnsucht in Gott nach uns, die in jeden Moment mehr und mehr Fleish werden muss (in uns).&#8221;</p>
<p>Es ist jetzt glaube ich von Kearney gar nicht so unbedingt die Absicht, dar&#252;ber zu spekulieren, ob Jesu Geburt notwendig so passiert ist, wie sie passierte. Der Punkt ist: wenn man an einen Gott glaubt, den man erkennen kann, der dort drau&#223;en ist, hei&#223;t das wenig. Es geht darum, dass wir wie Maria, Gott Platz in unserem Leben machen Raum schaffen, dass er Gestalt gewinnen kann und in die Welt geboren wird. Denn Gottes Handeln ist in der Regel Handeln durch Menschen, die von Gott ergriffen wurden. In diesem Sinne w&#228;re die Punchline dieses hochphilosophischen und leicht h&#228;retischen Gedanken erstaunlich sentimental, pietistisch (oder eben: moralistisch-politisch):  Gott k&#246;nnte in unserer Welt pr&#228;senter sein, wenn es mehr Menschen g&#228;be, die ihm Raum gew&#228;hren w&#252;rde in ihren Leben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/23/umweg-ii-der-gott-der-da-sein-koennte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>[Nichts-sagender Glaube - God happens]</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/21/nichts-sagender-glaube-god-happens/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/21/nichts-sagender-glaube-god-happens/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 23:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/?p=280</guid>
		<description><![CDATA[Soweit ich im letzten Post &#252;ber Peter Rollins gepostet habe, klingt vieles sehr abstrakt, ungewohnt, mystisch und -vielleicht &#8211; etwas wischiwaschi. Soweit w&#228;re es nur ein Staunen &#252;ber ein Wesen, dass zu hoch f&#252;r uns ist und weit entfernt ist. Das erinnert soweit alles sehr an den Philosophen Jaques Derrida, der bei einen Vortrag einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soweit ich im letzten Post &#252;ber Peter Rollins gepostet habe, klingt vieles sehr abstrakt, ungewohnt, mystisch und -vielleicht &#8211; etwas wischiwaschi. Soweit w&#228;re es nur ein Staunen &#252;ber ein Wesen, dass zu hoch f&#252;r uns ist und weit entfernt ist. Das erinnert soweit alles sehr an den Philosophen Jaques Derrida, der bei einen Vortrag einmal 30 Minuten lang &#252;ber sein Gebetsleben sprach, in diesen 30 Minuten aber geschickt einer klaren Antwort auswich und so -wie eins seiner Buchtitel -  keine &#8220;Confession&#8221; sondern eine &#8220;Circumfession&#8221; lieferte. [<a href="http://www.youtube.com/watch?v=MG_nyd45czM">Hier </a>Link zum Youtube Video, indem Derrida von John Caputo interviewt wird]. Das ist bisher nichts als eine poetische Unbestimmtheit, eine Weigerung, die Dinge beim Namen zu nennen, eine Weigerung, seine Erfahrungen zu katalogisieren und sie mit einem Label zu versehen. Diese Furcht vor Labels liegt nat&#252;rlich im Trend: die existentialistischen Philosophen haben immer das Label &#8220;Exiustentialismus&#8221; abgelehnt; die Poststrukturalistischen Philosophen wollten nicht so genannt werden und eine Emoband zu finden, die sich freiweillig &#8220;Emo&#8221; nennt, ist ungef&#228;hr so schwer, wie eine Sekte zu finden, die sich Sekte nennt.</p>
<p><span id="more-280"></span></p>
<p>Aber Peter Rollins geht einen kleinen, aber wichtigen Schritt weiter. Gott ist nicht einfach nur irgendwo im Weltall und au&#223;erhalb der Reichweite von unserem Verstand und unserer Erfahrung: Gott passiert. Wenn man von Gott nicht in den Kategorien wie &#8220;Wesen&#8221; &#8220;Substanz&#8221; etc. reden will, dann bietet sich eine andere Rede an: Gott tritt in unser Sichtfeld als ein Ereignis. Wie ein Meteorit, der auf die Erde st&#252;rzt, ereignet sich Gott in unserem Leben. Man kann nicht genau beschreiben, was passiert ist; aber man sieht die Auswirkungen im Leben derer, die es betrifft. Theologie ist f&#252;r Rollins nicht der Diskurs &#252;ber Gott, es ist der Ort, an dem Gott in den diskurs tritt und redet. Theologie findet immer im Nachhall an das Ereignis statt, im Nachklang Gottes. Wir stehen am Kraterrand und schauen, was dort passiert ist.</p>
<p>Wie die Geschichte in Exodus, in der Moses Gott bittet, Gottes Antlitz sehen zu d&#252;rfen. Gott aber sagt, dass kein Mensch sein Antliz ertragen kann, man kann ihm nur hinterhersehen. Das ist worum es laut Rollins in der Theologie geht: Wir schauen Gott hinterher. gott hat sich ereignet und wir versuchen mit dieser Erfahrung zu ringen, versuchen auszuloten, welche Auswirkung diese Erfahrung hat. &#8220;Come to terms with&#8221; hei&#223;t es im Englischen. Das ist auch was bei Paulus Bekehrung in der Apostelgeschichte passiert. Paulus wird geblendet und muss nun 2 Tage lang sein Leben &#252;berdenken. Vielleicht sind diese 2 Tage der Kern von dem, was man &#8220;Theologie treiben&#8221; nennt und der Rest seines Lebens einfach nur ein ausbreiten dieser Erfahrung. Der Knackpunkt f&#252;r Peter Rollins ist also die Transformation, die Ver&#228;nderung von Menschen. Erst das zeichnet wahre Orthodoxie aus: das Menschen von sich weggucken  und sich in Liebe dem Anderen zuwenden lernen.</p>
<p>Das ist dann auch der Begriff von der Bibel: die Bibel ist der Ort, an dem sich Gott ereignet hat und Menschen versucht haben das in Worte zu fassen und es ist der Ort, an dem wir durch diese gro&#223;en Symbole, Geschichten und Metaphern Zugang kriegen zu dem Ereignis, dass auch die Autoren der Bibel ersch&#252;ttert hat.</p>
<p><a href="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/21/nichts-sagender-glaube-god-happens/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Im n&#228;chsten Post dann meine Fragen an diesen Ansatz. So und jetzt guck ich noch schnell ne Folge Bing Bang Theory. Gut&#8217; Nacht!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/21/nichts-sagender-glaube-god-happens/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>[Nichts sagender Glaube - Peter Rollins I]</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/18/nichts-sagender-glaube-peter-rollins-i/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/18/nichts-sagender-glaube-peter-rollins-i/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 18:47:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Emerging Church]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/?p=273</guid>
		<description><![CDATA[So, einige Tage war ich jetzt nicht in der Lage meine Blogreihe weiterzuverfolgen, da ich einige Besucher hier in Prag hatte.  Jetzt m&#246;chte ich ein bisschen Werbung betreiben: kauft und lest Peter Rollins Buch &#8220;Hot (not) to speak of God&#8221;, denn dies hat vor einigen Jahren quasi diese Fragen aufgeworfen mit denen ich mich hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, einige Tage war ich jetzt nicht in der Lage meine Blogreihe weiterzuverfolgen, da ich einige Besucher hier in Prag hatte.  Jetzt m&#246;chte ich ein bisschen Werbung betreiben: kauft und lest Peter Rollins Buch &#8220;Hot (not) to speak of God&#8221;, denn dies hat vor einigen Jahren quasi diese Fragen aufgeworfen mit denen ich mich hier besch&#228;ftige und diese Blogreihe steht in einen impliziten Dialog mit dem Buch. Es ist ein kurzes/kurzweiliges Buch, dass sich nicht in akademischen Gepl&#228;nkel verliert, sehr provokant ist -dabei auch an einigen Stellen etwas Schieflage hat &#8211; und: es ist in der Sprache der Poesie geschrieben: Metaphern, Vergleiche, Geschichten dominieren das Buch, dass im zweiten Teil davon berichtet, wie diese Gedanken in experimentellen, liturgisch-poetischen Gottesdiensten der Belfaster IKON Community umgesetzt worden. BTW: wenn jemand Bock hat: ich k&#246;nnte mir vorstellen einmal gemeinsam dieses Buch via Blog(?) durchzuarbeiten und zu besprechen&#8230;.</p>
<p><a href="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/18/nichts-sagender-glaube-peter-rollins-i/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><span id="more-273"></span></p>
<p>Peter Rollins beginnt in dem Buch mit einem Dilemma: eigentlich, kann man &#252;ber Gott nicht reden, denn &#252;ber ihn reden hie&#223;e, ihn zu benutzen, ihn zu reduzieren und ihn zu kontrollieren. Auf der anderen Seite dr&#228;ngen ihn seine Erfahrungen in der evangelikal-charismatischen Bewegung dazu, &#252;ber Gott sprechen zu m&#252;ssen. So landet er zuletzt bei der mittelalterlichen Mystik und der Postmodernen Philosophie (zun&#228;chzst Derrida via John Caputo und zuletzt auch Zizek) . Denn mittelalterliche Mystik schafft es Rollins Meinung nach dieses Paradox zu &#252;berwinden:</p>
<blockquote><p>&#8220;Each time I returned to the horns of that dilemma, I found myself drawn to the Christian mystics (such as Meister Eckhardt), for while they did not embrace total silence, they balked at the presumption of thoose who would seek to colonize the name &#8220;God&#8221; with concepts. Instead of vieweing the unspeakable as that which bring all language to a halt, they realized that the unspeakable was precisely the place where the most inspiring language began. This God whose name was above every name gave birth, not to a poverty of words, but to an excess of them&#8221; (How(not) to speak of God, xii)</p></blockquote>
<p>Das Buch exisiert um diesen Abschnitt herum, es soll umschreiben, was das bedeuten kann und wie das zusammenpasst mit Konzepten wie &#8220;Offenbahrung&#8221;, mit der Bibel, mit  Sehnsucht, Begehren, Zweifel und Liebe.</p>
<p>Rollins will Gott als den &#8220;ganz Anderen&#8221; vorstellen, als einen Gott, der &#252;ber jedes Konzept hinausgeht, der alle Sprache  und alle Vernunft &#252;bersteigt.  Er will die Alternative zwischen einen offenbarten Glauben, in dem Gott wie ein Geheimnis erscheint, das gel&#252;ftet worden ist und einem humanistisch-liberalen Mystizismus, in dem Gott einfach nicht erkannt werden kann und wir uns deshalb auf die Ethik beschr&#228;nken sollten, aufbrechen.  (Meine Kritik hier ist, dass er wirklich ehrgeizig nur gegen religi&#246;se Dogmatismen vorgeht, allerdings nicht die Probleme eines seichten Mystizismusses darstellt).</p>
<p>Um diese falsche Alternative aufzubrechen muss er zum einen &#252;ber das Wesen von &#8220;Offenbahrung&#8221; reden und zum anderen &#252;ber Gott und seiner Beziehung zur Offenbahrung.</p>
<p>Rollins schreibt:</p>
<blockquote><p>&#8220;[...]Revelation, far from being the opposite of concealment, has concealment built into its very heart. [...] Hence revelation ought not to be thought of either as that which makes God known or as that which leaves God unknown, but rather as the overpowering light that renders God known <em>as</em> unknown.&#8221; (How (not)to speak of God, 17)&#8221;</p></blockquote>
<p>Dies ist deshalb so, weil Gott weder nah noch fern, weder anwesend noch abwesend sondern hyperpresent ist. Dies ist eine Wortsch&#246;pfung, die eins andeuten soll: Gott ist nicht unbekannt als einer, der zu weit entfernt ist, um ihn zu sehen, sondern er erf&#252;llt und &#252;berfordert unseren Verstand mit Informationen, mit seiner Anwesenheit. &#8220;Anstatt durch die Armut der Abwesenheit begrezt zu sein, werden wir &#252;berlastet durch den Exzess der Anwesenheit&#8221; (24). Er verwendet daf&#252;r viele Bilder. Eines der &#228;ltesten der Philosophiegeschichte &#252;berhaupt ist das Bild der Sonne. Die Erfahrung Gottes ist, wie in die Sonne zu schauen. Durch die Hyperpres&#228;nz des Lichtes sehen wir nichts mehr. Die Offenbahrung ist wie ein Kunstwerk: es vermittelt etwas, aber es gibt nicht die eine Nachricht, sondern man kann auf unendlich viele Weisen &#252;ber das Kunstwerk sprechen und immer wieder v&#246;llig neue Botschaften darin sehen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/18/nichts-sagender-glaube-peter-rollins-i/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dis-kurs: Gott im Werden?</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/11/dis-kurs-gott-im-werden/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/11/dis-kurs-gott-im-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 18:37:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/?p=271</guid>
		<description><![CDATA[Gut, dann bin ich heute eben mal im &#8220;Flow&#8221; und wenn man gerade Schwung hat, soll man auch weitermachen.
Jansalleine hat in seinem Kommentar zum letzten Post eine Frage aufgeworfen, die ich nicht unbedingt in den kleinen Kommentarfeld oder innerhalb der Blogserie beantworten wollte.  Also mache ich einen kleinen Umweg um darauf einzugehen.
Die Frage war, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gut, dann bin ich heute eben mal im &#8220;Flow&#8221; und wenn man gerade Schwung hat, soll man auch weitermachen.</p>
<p>Jansalleine hat in seinem <a href="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/11/nichts-sagender-glaube-warum-nichts-sagen/#more-266">Kommentar</a> zum letzten Post eine Frage aufgeworfen, die ich nicht unbedingt in den kleinen Kommentarfeld oder innerhalb der Blogserie beantworten wollte.  Also mache ich einen kleinen Umweg um darauf einzugehen.</p>
<p>Die Frage war, wenn ich sie richtig verstanden hab:  Will ich von Gott nicht in &#8220;objektivierter&#8221;, technischer Sprache reden, m&#252;sste ich dann nicht auch von Gott als jemanden reden, der sich ver&#228;ndert?Jemand, der wir, eine Biographie hat? Ist das nicht Blasphemie?`Machen wir damit nicht Gott zu einem launischen, menschen&#228;hnlichen Gott wie die der Griechen? Ich denke, zwei &#220;berlegungen erlauben es mir tats&#228;chlich von Gott als im Werden zu sprechen.</p>
<p><span id="more-271"></span>Aber fangen wir ersteinmal weiter vorne an. Wie kommen wir eigentlich darauf, dass wir Gott vor mit einer statischen Sprache beschreiben: Gott sitzt auf dem Thron; er ist der Selbe gestern, heute und in Ewigkeit etc.? Er ist all-m&#228;chtig, all-gegenw&#228;rtig etc.?</p>
<p>Ich glaube, dass es durchaus Stimmen in der Bibel gibt, die so klingen. Aber selbst wenn diese Sprache im alten Testament auftaucht: es handelt sich um relationale Begriffe. Es beschreibt Gottes Beziehung zu uns, unsere Erfahrung von ihm, unsere Geschichte mit ihm. Wenn in den Psalmen steht: er ist allm&#228;chtig, wor&#252;ber wird dann geredet? &#220;ber dieu Frage, ob er einen Stein erschaffen kann, den er selbst nicht hochheben kann? Nein. Es geht dort um den Exodus: Gott ist m&#228;chtiger als unsere Feinde (Komparativ nicht Superlativ! Relational nicht ontologisch!). Ich glaube dieses Denken in statischen Begriffen von Gott kommt aus dem Zusammenprall von christlicher Theologie mit griechischer Philosophie.</p>
<p>Hier w&#228;re Aristoteles ein gutes Beispiel. Aristoteles sprach von Gott, aber er benutzte ihn um Probleme zu kl&#228;ren, die in seiner Philosophie auftraten. &#8220;Alles muss eine erste Ursache haben. In der Welt kann man Dynamik feststellen. Also hat diese Dynamik ihre Ursache in Gott. Den unbewegten Beweger, den statischen Erschaffer von Dynamik. Den mit sich selbst identischen.&#8221; Und hier h&#228;tte Heidegger recht: dies ist Onto-Theologie. Dies ist ein Gott &#8220;zu dem keiner opfern oder beten k&#246;nnte&#8221;.<br />
Das bringt mich zu dem ersten Punkt: bewirkt die Erfahrung des Gebets nicht genau das? Eine Ver&#228;nderung in Gott? Redet die Bibel nicht von der ersten Seite an von einem leidenschaftlichen, involvierten Gott, der in der Abendhitze nochmal spazieren geht, den es manchmal reut, was er getan hat, der herabkommt um den Turm zu Babel zu betrachen, der sich von dem Schrei der Unterdr&#252;ckten ver&#228;ndern l&#228;sst, der mit seinem Volk unterwegs ist als Feuers&#228;ule und der sich letztlich ganz riskiert indem er seinen Sohn schickt? Ist nicht sowohl die christliche Geschichte als auch die christliche Erfahrung voll von Beispielen, in denen Gott sich wagt, sich riskiert, sich &#228;ndert? Wenn nicht, warum beten?</p>
<p>Der zweite Punkt: wenn man den Gedanken der Dreieinigkeit ernst nimmt, muss dann nicht sogar innerhalb von Gott eine gro&#223;e Dynamik sein? Die &#246;stlich-orthodoxen umschreiben die Trinit&#228;t als einen ewigen Tanz, in denen sich die 3 Personen bereichern und sie in einer liebenden Dynamik leben. Mehr noch: dieser Tanz wird ge&#246;ffnet. Das ist was in Jesus Christus passiert: Gott &#246;ffnet sich und macht Raum in sich, um uns einzuladen an diesen g&#246;ttlichen Leben teilzuhaben. Ist nicht eine Umschreibung des Geschehens: Gott riskiert sich um mehr zu werden, als er jetzt ist: n&#228;mlich &#8220;alles in allem&#8221;.</p>
<p>Ist jetzt alles etwas hastig und vielleicht unausgegoren formuliert, aber vielleicht reicht das um mal ein erster Ansto&#223; zu sein.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/11/dis-kurs-gott-im-werden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>[Nichts-sagender Glaube -Warum Nichts sagen?]</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/11/nichts-sagender-glaube-warum-nichts-sagen/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/11/nichts-sagender-glaube-warum-nichts-sagen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 13:45:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/?p=266</guid>
		<description><![CDATA[
Was gibt es &#8211; wenn &#252;berhaupt &#8211; f&#252;r Gr&#252;nde f&#252;r einen apophatischen Glauben? Ich denke, es ist die Reaktion auf Versuche, Gott vor unseren Karren zu spannen, Gott zu benutzen, &#8220;seinen Namen&#8221; zu missbrauchen.Es gibt diese Versuche in der westlichen Philosophie und Theologie, in der Politik, aber auch im ganz normalen kirchlichen Leben.
In der Philosophie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/wp-content/uploads/2010/02/4128392893_66c6a0161a_b.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-267" title="Mikroskop" src="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/wp-content/uploads/2010/02/4128392893_66c6a0161a_b-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Was gibt es &#8211; wenn &#252;berhaupt &#8211; f&#252;r Gr&#252;nde f&#252;r einen apophatischen Glauben? Ich denke, es ist die Reaktion auf Versuche, Gott vor unseren Karren zu spannen, Gott zu benutzen, &#8220;seinen Namen&#8221; zu missbrauchen.Es gibt diese Versuche in der westlichen Philosophie und Theologie, in der Politik, aber auch im ganz normalen kirchlichen Leben.</p>
<p>In der Philosophie spricht seit Martin Heidegger von Onto-Theologie. Wenn man die westliche Theologie anguckt, so ist sie davon gepr&#228;gt, dass sie das Ganze der Realit&#228;t f&#252;r den menschlichen Geist aufzuschlie&#223;en sucht. Man strebt nach dem absoluten Wissen mit reinen Vernunft.  In Zusammenhang mit den Naturwissenschaften entstand dadurch auch der Gedanke des autonomen Individuums, welches losgel&#246;st von der Welt (Distanz) die Welt in St&#252;cke zerschneidet (Analyse) um so ein kontrollierendes Wissen zu erlangen, welches erm&#246;glicht, die Welt zu manipulieren (Technik).  Dieses Subjekt-Objekt-Denken stellte unter anderem Martin Heidegger in Frage indem er deutlich machte: Wir sind immer schon Teil jenes Beziehungsgeflechts das wir &#8220;die Welt&#8221; nennen; wir sind immer In-der-Welt. Onto-Theologie beginnt da, wo wir mit Gott so umgehen. Wo wir Gott unseren Gesetzen und unserer Rationalit&#228;t unterwerfen. Heidegger Beispiel ist das Gesetzt der Kausalit&#228;t. F&#252;r die technische Vernufnt, muss alles ein Ursache haben. Man versteht ein Ph&#228;nomen, indem man sein Ursache kl&#228;rt. Dies war schon im Mittelalter so, aber im Mittelalter war Gott derjenige, der dieses Gesetz in Kraft hielt besser gesagt: Gottes sch&#246;pferisches Handeln WAR das Gesetz der Kausalit&#228;t (oder wie es Johannes sagt: durch ihn ist alles geworden ohne ihn ist Nichts geworden).  Nun passierte im Sp&#228;tmittelalter folgendes: pl&#246;tzlich wurde dieses Gesetz auch auf Gott angewendet. Alles muss eine Ursache haben, was ist die Ursache von Gott? Er selbst! Und so kam man auf die ziemlich verwirrende Formel, Gott<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Causa_sui"> sei seine eigene Ursache</a>.</p>
<p><span id="more-266"></span></p>
<p>Es gibt davon auch theologische Formeln. Im charismatischen Bereich zB hei&#223;t es manchmal Gott sei geistlichen Prinzipien unterworfen oder Gott habe seine Freiheit beschr&#228;nkt und hat sich an die Bibel gebunden. Das bedeutet, wenn man ordentlich Bibel studiert, kann man geistliche Prinzipien, &#8220;Schl&#252;ssel f&#252;r die Erweckung&#8221; etc herausfinden. Aus einer Beziehung wird eine Technik. Die Bibel wird zur Quelle von Geheimwissen. Es handelt sich um Onto-Theologie sobald wir mit Gott umgehen wie mit einem Pantoffeltierchen unter dem Mikroskop. Sobald wir Gott zu einem Objeklt machen, dass wir aus der Distanz studieren k&#246;nnen, sobald wir Gott vor unsren Karren spannen, damit er unsere Projekte legitimiert, machen wir aus ihn einen G&#246;tzen.  Wie oft haben wir erlebt, dass Leute mit den Brustton der &#220;berzeugung davon gesprochen haben, was Gott sagt und was er will. wie oft wurde versucht, mit Gott eine Gesellschaftsordnung (oder auch nur eine Gemeindeordnung!) zu legitimieren. Kant zB machte Gott zu einem Postulat der praktischen Vernunft: &#8220;Ok wir k&#246;nnen ncihts wirklich &#252;ber Gott sagen, oder gar zu ihm beten; aber irgendwie ist es doch ne gute Idee so zu tun, als ob es Gott g&#228;be. Denn nur so wird der Mensch zu einem moralischen Wesen.&#8221;. Oder wenn Gott als eine leistungssteigernde Droge benutzt wird; wenn Gott der Weg zu dem ultimativen emotionalen Kick ist. All dies sind Formen, in denen wir Gott z&#228;hmen; in denen wir uns einen &#8220;lieben&#8221; Gott basteln, der uns nicht in Frage stellt, der sich manipulieren l&#228;sst, der nur so auftreten darf, wie es uns passt.</p>
<p>Dagegen entwickelte sich die apophatische Theologie. Als ein Aufschrei. Als ein Protest. Als ein bestehen auf Gottes Heiligkeit. Mehr davon nach der n&#228;chsten Maus.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/11/nichts-sagender-glaube-warum-nichts-sagen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nichts-sagender Glaube</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/11/nichts-sagender-glaube/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/11/nichts-sagender-glaube/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 12:54:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emerging Church]]></category>
		<category><![CDATA[Gottkram]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/?p=262</guid>
		<description><![CDATA[Es wird Zeit, den Blog wiederzubeleben. Eigentlich hatte ich schon lange vor wieder zu bloggen; aber ich wollte vorher den Blog neu designen. Da das aber jetzt aber so schnell nichts zu werden scheint; fange ich einfach dennoch wieder an mich internet-technisch zu Wort zu zu melden.
Und ich beginne;-wie sollte es anders sein- mit einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird Zeit, den Blog wiederzubeleben. Eigentlich hatte ich schon lange vor wieder zu bloggen; aber ich wollte vorher den Blog neu designen. Da das aber jetzt aber so schnell nichts zu werden scheint; fange ich einfach dennoch wieder an mich internet-technisch zu Wort zu zu melden.</p>
<p>Und ich beginne;-wie sollte es anders sein- mit einer kurzen Serie. Es geht um ein Thema, welches sp&#228;testens mit Pete Rollins &#8211; How (not) to speak of God aktuell geworden ist, n&#228;mlich ein gewisser mystischer Zugang zu Gott als dem, der alle Begriffe &#252;bersteigt, alsdem ganz Anderen &#252;ber den wir nicht so recht sprechen k&#246;nnen. Kurz den Gedanker der apophatischen Theologie und Spiritualit&#228;t.</p>
<p>Ich will zeigen, warum ein gewissen Ma&#223; an apophatischer Theologie, an Nichts-sagenden glauben, gut und wichtig ist und warum man dennoch dar&#252;ber hinauswachsen muss. Ressourcen f&#252;r dieses Hinauswachsen findet man unter anderem in der &#246;stlich-orthodoxen Theologie und Spiritualit&#228;t, welche seit Jahrhunderten Apophatische Theologie mit Dogmatischer Theologie (man wird sehen, was genau das hei&#223;t) zusammen denkt, lebt und erf&#228;hrt.</p>
<p>Also auf geht&#8217;s.<br />
<iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=failiforwa-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=0281057982" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2010/02/11/nichts-sagender-glaube/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was hei&#223;t denn hier &#8220;Beziehung&#8221;?</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/07/12/was-heist-denn-hier-beziehung/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/07/12/was-heist-denn-hier-beziehung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 15:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arne erklärt die Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[beobachtet]]></category>
		<category><![CDATA[das Leben und so]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/07/12/was-heist-denn-hier-beziehung/</guid>
		<description><![CDATA[Im Hintergrund l&#228;uft Element of Crime mit Sven Regeners schwerer Whiskeystimme, den Mexikanerhut-Trompeten und den Altherrentexten zwischen trotzigem Schwermut und verspielt balladesken Liebeshymnen, die es auch nur so beinahe schaffen, nicht peinlich zu sein. Optimale Untermalung f&#252;r das Thema, welches mir f&#252;r heut Abend aufgetragen wurde. In unserem Gemeinde Emergenz-Cluster nehmen wir gerade die ersten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Hintergrund l&#228;uft Element of Crime mit Sven Regeners schwerer Whiskeystimme, den Mexikanerhut-Trompeten und den Altherrentexten zwischen trotzigem Schwermut und verspielt balladesken Liebeshymnen, die es auch nur so beinahe schaffen, nicht peinlich zu sein. Optimale Untermalung f&#252;r das Thema, welches mir f&#252;r heut Abend aufgetragen wurde. In unserem Gemeinde Emergenz-Cluster nehmen wir gerade die ersten vier Kapitel von Tom Wrights &#8220;simply christian&#8221; durch. Er meint dabei 4 Sehns&#252;chte des Menschen in unserer Zeit zu finden, die wie 4 Echoes einer l&#228;ngst verlorenen Stimme sind, die in uns nachhallt. Der Stimme Gottes.</p>
<p>Und eine dieser Echoes ist, nachdem jetzt schon die Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Spiritualit&#228;t durchdekliniert wurden, die Sehnsucht nach Beziehungen. Wright meint dabei zu beobachten, dass in unserre Kultur das Reden &#252;ber Beziehungen und Gemeinschaft sprunghaft angestiegen ist. Gerade das Reden &#252;ber ein Thema, weist ja oft auf ein bestimmtes Defizit einer Kultur in diesem Bereich hin. Hier k&#246;nnte man jetzt bequem die kommunitaristische Liberalismuskritik eines Charles Taylors eintragen, aber um das jetzt aufzurollen, bin ich eindeutig zu faul. Heut abend gibt es schon genug Theoriecocktail (von Taylor &#252;ber Stanley Grenz bis Bonhoeffer).<br />
Aber. Ich bin auf ein Buch, einen Klassiker der Sozialpsychologie gesto&#223;en, den ich schon immer mal quer lesen wollte. N&#228;mlich den Beck-Gernsheim: <a href="http://www.amazon.de/Das-ganz-normale-Chaos-Liebe/dp/351838225X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1247411245&#038;sr=8-1">Das ganz normale Chaos der Liebe</a>. In diesem Buch versucht das Authorenpaar(!) die Liebes- und Paarbeziehungen in modernen, individualisierten Gesellschaften zu untersuchen. Und in dem fulminanten ersten Kapitel wird gleich mal ein glei&#223;endes Licht auf die Liebe und ihre Probleme, Aporien, &#220;berh&#246;hung und Verdrehungen geworfen. Eine der Thesen lautet: mit dem Wegfall der Transzendenz (klassisch gedacht als Gott) folgt eine Erh&#246;hung jener Unmittelbarkeit, die wir als Liebe zu bezeichnen gelernt haben. Mit dieser &#220;berh&#246;hung geht dann aber gleich die Entt&#228;uschung, die Heuschreckenexistenz einher.Ich zitiere:</p>
<p>&#8220;Der ganz allt&#228;gliche Krieg der Geschlechter, laut und leise, innerhalb, vor, nach,neben der Ehe ist vielleicht der eindringlichste Ma&#223;sstab f&#252;r den Hunger nach Liebe, mit dem die Menschen heute &#252;bereinander herfallen: paradise now! ist die Devise der Irdischen, deren Himmel und H&#246;lle entweder nirgendwo oder auf der Erde liegen. &#8230; Die Menschen heiraten um der Liebe willen und lassen sich um der Liebe willen scheiden. Die Partnerschaft wird ausstauschbar praktiziert, nihct um die die Last der Liebe endlich abzustreifen, sondern weil das Gesetz der erf&#252;llten Liebe dies verlangt. Der sp&#228;te Turmbau zu Babel, aus Scheidungsurteilen errichtet, ist ein Denkmal der entt&#228;uschten, &#252;berh&#246;hten Liebe. &#8230; Der irdische Glaube der religionslosen, scheinbar rationalen Gegenwartsmenschen ist das Du, die Suche nach der Liebe im anderen. Oft nicht eingestandenerma&#223;en, da dadurch jeder sich an etwas ausliefert, das den Prinzipien des kalkulierten Lebens wiederspricht. &#8230; Die Sucht nach Liebe ist DER Fundamentalismus der Moderne. Liebe ist religion nach der Religion, der Fundamentalismus nach der &#220;berwindung desselben. Der Gott der Privatheit ist die Liebe. Wir leben im Zeitalter des real existierenden Schlagertextes. Die Romantik hat gesiegt, die Therapeuten kassieren.&#8221;<br />
Starke Worte, auch wenn man den gleichen Zustand sicher auch weniger im Duktus des Abgesangs und einer prophetischen Gerichtsrede und mit mehr Gesp&#252;r f&#252;r die suche nach dem Unbekannten Gott halten k&#246;nnte. Nur die Szenerie ist richtig. Wir sind &#8211; wie jede Generation, die &#8220;unter der Sonne&#8221; (Prediger) und &#8220;auf verfluchten Ackerboden&#8221; (Genesis) lebt &#8211; in Aporien gerate. Und diese Situation der Zweideutigkeit n&#246;tigen uns zuder Frage: &#8220;Wie sollen wir heute lieben? Wie K&#214;NNEN wir heute lieben?&#8221;</p>
<p>Mittlerweile bin ich bei der Band Slut angekommen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/07/12/was-heist-denn-hier-beziehung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>securitas und der gottlose Bonhoeffer</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/05/24/securitas-und-der-gottlose-bonhoeffer/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/05/24/securitas-und-der-gottlose-bonhoeffer/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 May 2009 15:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/05/24/securitas-und-der-gottlose-bonhoeffer/</guid>
		<description><![CDATA[Eine m&#246;gliche Antwort auf die eben gestellte Frage scheint mir doch erstmal in der Best&#228;tigung von der Beobachtung meines Freundes zu liegen. Ja, es ist die gro&#223;e Gefahr gegeben Gott &#8211; zumal einen pers&#246;nlichen &#8211; zu einem Objekt zu machen und ihn f&#252;r eigene Zwecke zu benutzen. Das ist die dreifache Gefahr des Theismus: Objektivierung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine m&#246;gliche Antwort auf die eben gestellte Frage scheint mir doch erstmal in der Best&#228;tigung von der Beobachtung meines Freundes zu liegen. Ja, es ist die gro&#223;e Gefahr gegeben Gott &#8211; zumal einen pers&#246;nlichen &#8211; zu einem Objekt zu machen und ihn f&#252;r eigene Zwecke zu benutzen. Das ist die dreifache Gefahr des Theismus: Objektivierung, Instrumentalisierung, Merkantilisierung. Das bedeutet:</p>
<p>a) ich mache Gott zu einem Konzept, &#252;ber das ich reden kann statt zu einem Subjekt, welches mich in Anspruch nimmt.</p>
<p>b) ich mache Gott zu einem Instrument im Projekt meiner Selbstsicherung. Gott ist vor allem f&#252;r mein privates Heil und pers&#246;nliches Gl&#252;ck da. Ich stehe weiterhin im Mittelpunkt des Universums.</p>
<p>c) ich schlie&#223;e einen Deal mit Gott: ich mache was er verlangt damit er tut, was ich verlange. M&#246;glicherweise faste ich oder ich befolge eine strikte Moralit&#228;t. Dieses aber wieder als Mittel zu einem Zweck.</p>
<p><span id="more-260"></span></p>
<p>Diese Tendenz wird in der klassischen lutherischen Theologie die Tendenz zur <em>securitas</em> genannt. Der Glaube wird so zu einem Mittel zum Erlangen von Sicherheit. Ich will mich nicht der Beklemmung der Kontingenz aussetzen, also der Erfahrung, dass wenig vorgegeben ist im Leben und ich mich f&#252;r eine Optionen entscheiden muss ohne wissen zu k&#246;nnen, welche die richtige ist. Also gehe ich dieser Beklemmung aus den Weg indem ich im Glauben halt suche. H&#246;rt sich gut an, ist f&#252;r Luther aber zumindest teilweise G&#246;tzendienst. Wenn der Glaube zur Erarbeitung von Souver&#228;nit&#228;t dient, ist er ungesunder Theismus. Also wenn ich sage: &#8220;hier hab ich die Bibel, damit habe ich feste Regeln zum Leben. Daran kann ich mich halten und ich werde immer zurecht kommen&#8221;, dann bin ich gerade durch diese Regeln unabh&#228;ngig von Gott (Stichwort: Ambivalenz des Gesetzes). Dabei ist die protestantische Grunderfahrung die des Dilettantismus (danke <a href="http://pickaboo.typepad.com/pickaboo/index.rdf">Tobi</a>, dass du mich auf <a href="http://egora.uni-muenster.de/ew/persoenlich/reichenbach/q_onlinepublikationen.shtml">Reichenbach </a>aufmerksam gemacht hast!): die Erfahrung, dass wir nicht souver&#228;n im Leben stehen, dass es keine Regeln und es keine Praktiken (wie das Beten) gibt, die uns vor den Wechself&#228;llen des Lebens sch&#252;tzen. Es gibt keine Versicherung und wir wissen alle nicht so recht, was wir tun. Wir stolpern. Bestenfalls vorw&#228;rts.</p>
<p>Diese Erfahrung kann man vielleicht untermalen durch zwei Betonungen: eine radikale Subjektivit&#228;t Gottes und ein offener Theismus. Zum einen muss man vielleicht das Betonen, was man die Heiligkeit Gottes nennen k&#246;nnte. Gott ist uns auf eine bestimmte Weise entzogen. Er l&#228;sst sich nicht vor unseren Karren spannen, sondern ist Person im radikalsten Sinne. Alle unsere Metaphern von Gott sind genau dies: Bilder. Jean-Luc Marion macht den Unterschied zwischen G&#246;tze und Ikone. Wenn wir behaupten Gott ist so und genau so, wie unsere Konzepte und Vorstellungen, dann beten wir nicht mehr den lebendigen Gott an. Wenn wir aber Gott als &#8220;so aber doch anders&#8221; als unsere Vorstellungen bezeichnen, dann wirken unsere Bilder (Vater, K&#246;nig etc.) als Metaphern, die einen Spielraum f&#252;r verschiedene Deutungen lassen und uns ist bewu&#223;t, dass Gott bei all dem doch der ganz andere bleibt. Eine weitere <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Open_Theism">Vorstellung</a> w&#228;re, dass Gott vielleicht gar nicht der allwissende Opa im Himmel ist, sondern selbst mit uns durch die Zeit stolpert und anstatt die Welt souver&#228;n zu einem Ziel zu lenken, uns in seine erhoffte Zukunft einl&#228;dt (->Prophetie). Hier g&#228;be es zwar immer noch keine souver&#228;ne Autonomie des Menschen aber eine gro&#223;e Verantwortung.</p>
<p>Zu dem ganzen Themenkomplex hab ich ein interessantes und r&#228;tselhaft-faszinierendes Bonhoeffer Zitat gefunden. Vielleicht k&#246;nnen die Boenhoeffer Kenner unter euch da ein bisschen entschl&#252;sselnd weiterhelfen:</p>
<p>&#8220;Und wir k&#246;nnen nicht redlich sein, ohne zu erkennen, da&#223; wir in der Welt leben m&#252;ssen. Und eben dies erkennen wir-vor Gott! So f&#252;hrt unser M&#252;ndigwerden zu einer wahrhaften Erkenntnis unserer Lage vor Gott. Gott gibt uns zu wissen, da&#223; wir leben m&#252;ssen als solche, die mit dem Leben ohne Gott fertig werden. Der Gott der mit uns ist, ist der Gott der uns verl&#228;sst (Markus 15,34)! Der Gott, der uns in der Welt leben l&#228;&#223;t ohne Arbeitshypothese Gott, ist der Gott, vor dem wir dauernd stehen. Vor und mit Gott leben wir ohne Gott.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/05/24/securitas-und-der-gottlose-bonhoeffer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gott als Person</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/05/24/gott-als-person/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/05/24/gott-als-person/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 May 2009 14:20:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emerging Church]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde und Bekannte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/05/24/gott-als-person/</guid>
		<description><![CDATA[Gestern war ich auf der Hochzeit von 2 der &#228;ltesten Kontakte hier in Heidelberg und ich bin grad dabei nach der sch&#246;nen Feier die &#8220;Daten die ich in den letzten Tagen gesammelt habe auszuwerten&#8221;; um mal ein wenig technokratisch daherzureden. Die Hochzeitsfeier lebte mit einer gewissen Spannung von den nicht- oder postchristlichen Umfeld von Matze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich auf der Hochzeit von 2 der <a href="http://chrissieundmatze.wordpress.com/">&#228;ltesten Kontakte</a> hier in Heidelberg und ich bin grad dabei nach der sch&#246;nen Feier die &#8220;Daten die ich in den letzten Tagen gesammelt habe auszuwerten&#8221;; um mal ein wenig technokratisch daherzureden. Die Hochzeitsfeier lebte mit einer gewissen Spannung von den nicht- oder postchristlichen Umfeld von Matze und der doch recht freikirchlich gepr&#228;gten Gestaltung der Trauung. Ich liebe ja so Gelegenheiten, wenn Welten zusammenprallen. Denn soziale Gruppen haben ja die Tendenz starke Plausibilit&#228;ten aufzubauen (zB wie man zu leben und sich zu verhalten hat, welche Art Geschichten man erz&#228;hlt etc.) und diese st&#228;ndig zu verst&#228;rken und nach au&#223;en abzuschotten. Und da macht es doch Spa&#223;, zu beobachten was passiert, wenn zwei dieser Plausibilit&#228;tsstrukturen an- und durcheinandergeraten.</p>
<p>Anyways. Auf dem R&#252;ckweg begann ich mit einem Freund und kritisch-distanzierten Theologiestudenten &#252;ber die Hochzeitsfeier und damit auch schnell &#252;ber das Thema Religion zu reden. Ihm stie&#223;en im Besonderen die Lieder und Gebete auf. Er kann mit einem pers&#246;nlichen Gott nichts anfangen. Teerstegens &#8220;Gott ist gegenw&#228;rtig&#8221; empfand er als Zumutung. Ich bin der Meinung, dass er damit ausspricht, was viele bei der Feier empfunden haben und was symptomatisch f&#252;r den geistlichen Zustand unserer Kultur ist. Also &#8211; wir befanden uns mitlerweile auf dem Balkon vom Wohnheim, es war halb 4 in der Nacht &#8211; bohrte ich ein wenig nach. Was genau soll denn das Problem eines pers&#246;nlichen Gottes sein? Ist das nicht gerad die Sch&#246;nheit des Theismusses: die pers&#246;nliche Beziehung mit Gott?</p>
<p>Mein Freund nannte zwei Punkte, die sich schlecht voneinander trennen lassen: Autonomie und Verantwortung.</p>
<p>Wer zu einem pers&#246;nlichen Gott betet, macht sich abh&#228;ngig von einem anderen Wesen <em>dort oben</em>. Er gibt sich in die H&#228;nde eines Gedankenkonstruktes, er lebt nicht mehr selbstbestimmt. Aber vor allem: er st&#246;&#223;t Verantwortung von sich. Wenn jemand mit der Bitte zu Gott kommt: &#8220;zeige mir, ob ich die Person heiraten soll!&#8221;, steht er nicht mehr in der qu&#228;lenden Situation, Entscheidungen treffen zu m&#252;ssen. Eigentlich wird &#8211; &#252;ber seinen Kopf hinweg &#8211; entschieden. Das Gute daran ist: wenn etwas schief geht, is er selbst nicht schuld.Ein solcher Glauben muss auf jemanden, der gelernt hat, allein zurechtzukommen kindisch oder gar gef&#228;rhlich wirken. Ohne sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, vertraut man auf Stimmen im Kopf und B&#252;cher, die einen die eigene &#196;ngstlichkeit vor den Entscheidungen des Lebens nehmen.</p>
<p>Hinzu kommt eine &#228;sthetische Abscheu gegen die Majest&#228;tsmetapher in all den Liedern. Warum verdammt nochmal soll man sich vor Gott verbeugen? Warum sitzt er auf nem Thron? Warum ihm gehorchen?</p>
<p>Soweit schien mein Gespr&#228;chspartner also eine recht aufkl&#228;rerisch-moderne Haltung zu haben, aber dann kam noch ein twist in das Gespr&#228;ch herrein. Gott ist f&#252;r ihn keine Person, sondern eine Art intersubjektive Transzendenz. In einem Hegels Pantheismus des Geistes nicht un&#228;hnlichen Move ersp&#252;rte er Gott in einem bestimmten &#8220;spirit&#8221; in einer Gruppe. In der F&#228;higkeit, trotz unterschiedlichster Lebenserfahrungen, dennoch Empathie f&#252;reinander zu empfinden. Im G&#228;nsehautfeeling eines Fu&#223;ballstadions, im Rausch des Feierns und im Exzess der Liebe.Christliche Gemeinschaft kann diesen spirit ganz vorz&#252;glich erzeugen bzw. bewu&#223;t machen aber mit all dem Gerede &#252;ber Gott als Person verstellt das Christentum wiederrum den Blick auf den &#8220;spirit&#8221;. Ich fand die Position von meinen Freund sehr erstaunlich, vor allem da ich wei&#223;, dass er zu Beginn des Studiums quasi Atheist war und er sicherlich von Hegel auch nicht viel gelesen haben konnte.</p>
<p>Ich glaube, diese Art abstrakten Theismus weg vom Personalen hin zu einem stark immanenten Gott, der kaum noch von der Welt zu trennen ist, ist f&#252;r mich eine gro&#223;e Versuchung. Mir ist klar: die Anfrage von seiten eines autonomen Selbstverst&#228;ndnisses m&#252;ssen sein. Hier ist und bleibt das Christentum eine gewollte Zumutung an den sich selbst gen&#252;gsamen Menschen. Aber: wo hat mein Freund mit seinen Beobachtungen recht? Wo beobachtet er einen ungesunden, einen schlechten Theismus bei uns? Wie w&#252;rde Paulus auf dem Aeropag unserer Kultur &#8220;mit den Epikureern und Stoikern&#8221; (Apg. 17), mit den lebensfrohen und nach Gl&#252;ck strebenden Deisten und den selbstbestimmten und in sich ruhenden Pantheisten reden? Welche &#8220;Alt&#228;re an den unbekannten Gott&#8221; w&#252;rde er entdecken? Wo w&#252;rde es ihm den Magen umdrehen ob unserer G&#246;tzen? Wie w&#252;rde er Gott und das Christusereignis bei uns verk&#252;nden? Wie soll ich mit meinen Freund reden? Soll ich ihm entgegenkommen und die Allgegenwart des Geistes Gottes verk&#252;nden, der alle gute (Selbst)transzendenz verursacht? Oder soll ich gerade gegen m&#246;gliche Ausw&#252;chse eines gez&#228;hmten Theismus einen radikaleren Theismus stark machen?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/05/24/gott-als-person/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wahljahr und Wut und wo lebt ihr eigentlich?</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/04/30/wahljar-und-wut-und-wo-lebt-ihr-eigentlich/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/04/30/wahljar-und-wut-und-wo-lebt-ihr-eigentlich/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 14:34:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/04/30/wahljar-und-wut-und-wo-lebt-ihr-eigentlich/</guid>
		<description><![CDATA[Ich finde, man muss schon ziemlich verkommen sein, um nicht ein Mindestma&#223; an Wut &#252;ber dieses (Bund-)esland zu empfinden. Nat&#252;rlich: eine egoistischer Wut, eine ohnm&#228;chtige Wut aber eine nicht unberechtigte Wut. Da wird man als Student durch ein Turbostudium Marke Bachelor gepr&#252;gelt f&#252;r eine Geb&#252;r von 500€ zuz&#252;glich 70 € Studentenwerksbeitrag zuz&#252;glich 130 € Semesterticket [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde, man muss schon ziemlich verkommen sein, um nicht ein Mindestma&#223; an Wut &#252;ber dieses (Bund-)esland zu empfinden. Nat&#252;rlich: eine egoistischer Wut, eine ohnm&#228;chtige Wut aber eine nicht unberechtigte Wut. Da wird man als Student durch ein Turbostudium Marke Bachelor gepr&#252;gelt f&#252;r eine Geb&#252;r von 500€ zuz&#252;glich 70 € Studentenwerksbeitrag zuz&#252;glich 130 € Semesterticket zuz&#252;glich den h&#246;hsten Mieten und Lebenshaltungskosten in Deutschland direkt nach Hamburg und M&#252;nchen. Man rackert sich studienbegleitend mit einem 400€ Job ab, weil man nicht mehr verdienen kann, da sonst Kindergeld wegf&#228;llt und Steuern und Versicherung anf&#228;llt und man damit quasi das Studium schmei&#223;en m&#252;sste. Zahlreiche Kommilitonen werden im Rahmen einer arischen Gro&#223;familienpolitik von den Studiengeb&#252;ren befreit ohne Ansehen des Einkommens der Eltern allein aufgrund von mindestens 2 Geschwistern (Eine Ma&#223;nahme die nicht etwa Familien entlasten will sondern Akademikerfamilien den Anreiz bieten will sich auch mal in den Brutkasten zu setzen). Und nun kam heute zum 4. Mal die Ablehnung f&#252;r den BAF&#214;G-Antrag (den ich bereits im Januar eingereicht hatte!). Da wird erz&#228;hlt, dass eine arbeitslose Mutter und ein Vater der als Schlosser 1500€ netto raus hat seinen Sohn mit 600€ im Monat unterst&#252;tzen sollen. Und um mich herum beobachte ich Lehrer- und Arzts&#246;hne die sich &#8211; weil ihre Eltern offensichtlich cleverer und abgebr&#252;hter sind &#8211; mit einigen hundert Euro BAF&#214;G ein strapazeloses Studentenleben finanzieren.</p>
<p>In diesem Superwahljahr wollte ich eigentlich gem&#228;&#223;igt links w&#228;hlen damit schwarz-gelb verhindert wird. Doch a) glaube ich nicht daran dass irgendetwas diese Konstellation aufh&#228;llt und b) muss ich vermutlich doch trotz einiger Bedenken viel deutlicher meine Interessen markieren als ich eigentlich vor hatte. Denn der kleine Linksschwenk den alle Parteien eine Zeit lang vollf&#252;hrten ist noch lang nicht so tiefgreifend dass er ernsthaft die sozialen Realit&#228;ten ver&#228;ndert h&#228;tte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/04/30/wahljar-und-wut-und-wo-lebt-ihr-eigentlich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
