…actually about hope
Es ist nicht so häufig, dass die Tage so gedrängt sind von Ereignissen, wie die ersten zwei Tage meiner Weihnachtsferien. Nach einem streßigen Arbeitstag, der mit Inventur bei meiner Arbeitstelle um 9 Uhr begann und mit einem Tutorium (vor den Weihnachtsferien!) um 19 Uhr endete, fuhr ich am Freitag nach Karlsruhe. Dort ohne Umschweife zur Lutherkirche um zum “Stille Kracht” Konzert zu gehen, das von den Kubik Leuten organisiert wurde. Olafur Arnalds, ein isländischer Hardcoredrummer, hat ein Sideprojekt, mit dem er die Kammermusik der Romantik wieder aufleben lassen will. Fragil und schön wie die Raureifschicht, die hierzulande die Bäume überzieht. Dazu kreierte das Zoon VJ Team eine wunderschöne visuelle Begleitung aus Loops, Schattenspielen und Projektionen, die sich im ganzen Raum bewegten. Apropos Raum: das Konzert fand in der Lutherkirche statt und das hat sehr gepasst. Es gab nichts besseres, als aus einem streßigen Tag kommend dort in der ruhigen Athmospähre dieser Kirche, die unerwartet voll war, anzukommen und bei einem Weihnachtstee der Musik zu lauschen.
Mag die Musik manchmal wie Abspannmusik geklungen haben oder wie Musik bei der man bei einem Glas Rotwein alte Fotos verbrennt (mach ich zugegeben nicht so oft. Heutzutage hat ja niemand mehr Fotos ‘in echt’), so hatte sie doch immer wieder Ausbrüche, in der sie sich aufbäumt. Olafur Arnalds, der genauso zerbrechlich wie seine Musik wirkt (er ist erst 20), meinte, seine Musik mag traurig und deprimiert klingen, aber es ginge ‘eigentlich um Hoffnung’, darum, Schönheit in allen Dingen zu sehen.
Hier mein Lieblingslied:
Nach dem Konzert unterhielt ich mich noch mit alten Freunden, die ich lang nicht mehr gesehen hab, zuerst im NUN, später im Auto, bis 3 Uhr und war schließlich ganz durchgefroren. Aber das passt ja zum Winter und allem.
biologischer Reduktionismus
ist unterhaltsam. Ich mag Funny van Dannen. Hier ein Klassiker:
Und weil wir gerad dabei sind: hier noch ein tolles Funny Video (der Typ hat ja den Vorteil, dass man nicht selber kiffen muss…)
3 Videos und ein Buch
Das nenn ich Missionseifer. Nachdem ich vor Zeiten mich einmal abfällig über Kollegen Maxim Biller geäußert habe, meinte Tobi mir ein Buch von ihm finanzieren zu müssen. Und so kaufte ich von seinem Geld Billers “Moralische Geschichten“, ein Sammlung von Kurzgeschichten, die allesamt höchstens 2 Seiten lang sind.
Und ich muss sagen: ich finds schon lustig. Nicht so, dass ich in Freudentränen ausgebrochen bin, aber das bin ich ja bei Max Goldt auch höchst selten. Billers Kurzgeschichten drehen sich bisher immer um eine jüdische Hauperson, die sich in komischen Liebschaften (Seitensprünge, Anklagen wegen sexueller Belästigung, Träume, die sich nie erfüllen werden), in den Absurditäten des Kulturbetriebes oder in der großen Politik verfängt. Billers Lieblingswort ist “Erektion” und verschiedene Abwandlungen davon, was aber meiner Meinung nach nun wirklich nicht mehr für Tabubrüche ausreicht. Aber das scheint Billers Ziel zu sein: Tabubrüche. Juden, die zum Islam konvertieren, die Kurzgeschichten in der Reihenfolge: “Hitler”, “Arafat”, “Möllemann”, “Bush” angeordnet, eine Geschichte, in der die eingravierte KZ-Nummer zum Lottogewinn verhilft. Vieles sehr komisch, unter allem liegt ein bittterer Weltschmerz (wir wissen ja: Zynismus ist Eiter. Und wo Eiter ist, ist eine schlecht verheilte Wunde.) und man hat den Eindruck viel über Maxim Biller persönlich zu erfahren (mehr als man eigentlich will?). Aber nicht falsch verstehen: ich hab nicht den Eindruck, dass man den Kauf (selbst wenn man ihn ncht finanziert kriegte) bereuen müsste. Vieles ist schon sehr genial komponiert. Aber ich bin ja nunmal kein Literaturkritiker. Genauer betrachtet, hab ich ja davon auch keine Ahnung. Aber ein Satz ist mir wirklich aufgefallen, auf Seite 73, dort musste ich zum ersten Mal ausgiebig und laut lachen:
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Der ungezähmte Mann…
…sagte: “die Sache mit den Hormonen geht mir ganz schön auf die Eier.”.
der Schulz
Oh watt freu ich mich.
Nächsten Freitag großes Kino: Olli Shulz, der derbste Entertainer/Indiesongwriter ever. Die derbsten Geschichten erzählt er UND er hat einen ARNESong geschrieben. Ich glaub, ich MUSS den irgendwann mal irgendwo hochladen.
Ach ich mag die stürmische Albernheit, die sich einfach mal das Recht rausnimmt, auch mal billige Pointen rauszuhauen und irgendwie passt das trotzdem (hey Heinz Erhardt hat sein ganzes Leben nichts anderes gemacht als relativ simple Wortspielpointen, und trotzdem isser geil)
Naja jetzt erstmal zwei Youtube Videos; kommt alle nach Karlsruhe, wird lustig.
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entdeckt
Nun heißen die also jetzt. Neues Interör (keine Lust das Wort jetzt zu googeln und ich hat doch kein Französisch)Neue Einrichtung bei den ehemaligen KubikLeuten. Im Café Nun fand gestern also n nettes Konzert statt.
Home of the lame waren zu Gast. Aber die Überraschung waren für mich Klein, eine nunja kleine leise Band aus Hamburg. Super Kaffeehausmusik; sanfte elektronische Laptopbeatspielreien (sehr schön: ein Beat mit einem Tischtennisball) und super”kompetente” Akkustikgitarre dazu. Anzuhörn gibts das hier.
Nach dieser sehr “vollen Musik” hat mir Home of the lame ein wenig Schwierigkeiten gemacht, die eher zurückgenommen waren: Akkustikgitarre und Keyboard.
Trotzdem gibts auch hier ein Video von ihnen:
[YT] Netzervideos
Der Star der WM hieß für mich nicht Schweinsteiger oder Lehmann. Für mich war es Delling und Netzer.
Die Spiele waren durch die teilweise doch sehr defensiven Mannschaften hin und wieder sehr zäh und langweilig. Aber die Aussicht: nach dem Spiel kommen wieder die Entertainment Legenden zurück, hat mich auch das zäheste Spiel durchhalten lassen.
Hier mal ein paar Best ofs von vielen Jahren Delling und Netzer:
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ba ba this is the sound of setteling
Es gibt doch einen Gott!!!
Tja gammeln. So hab ich die erste Zeit nach meinem FSJ verbracht. Seit einigen Wochen jobbe ich als Handlanger für nen Treppenbauer. Naja gestern kam die Zusage von Heidelberg. Morgen geht das Semester los. Sämtliche Einführungsveranstaltungen warn schon. Na Prima. Ich freue mich grundsätzlich und ärger mich über die Verspätung. Naja egal, jetzt muss ich halt Wohnung finden und sowas. Und: mal gucken wie ich das mit dem Job mache.
Tja ich lasse mich nieder, dafür gibts dann folgerichtig: Death Cab for Cutie- Sound of Setteling
Polylog

Polylux, das Magazin, das für augenbrauenhochziehende Beiträge über sogenannten chrstl. Fundamentalismus (oder war das nur Monitor?), Portraits über Sarah Kuttner und Bela B. und die neuesten Entgleisungen zur Arno Breker oder Günther Grass “Affäre” bekannt ist, hat jetzt einen Vlog (der oder das VLog?).
Tita von Hardenberg (junge, ganz schön anstregend, das ewige Verlinken…) die Moderatorin der Sendung, stellt dort ihr persönliches Videotagebuch online (bisher so belanglos wie die Neon). Schon interessanter scheint da die Kategorie “Fight Club” zu sein. Zu einem kontroversen Thema werden aus der Polyluxredaktion zwei Beiträge erstellt und die werden beide in der Sendung ausgetrahlt und ins Netz gestellt. Dieses Mal geht es um Eva Hermanns Meinung zu Emanzipation und die Rolle der Frau.
Meiner Meinung nach ist der pro Beitrag relativ schlecht. Der Redakteur ist in Klischees verfallen, in die man bei einem Anti-Mainstream-Meinungs-vertrets Beitrag nicht bedienen sollte.
Aber guckt es euch selber an:
Hier.
Nordhausen- straight edge
Endlich mal hat es meine Heimatstadt, Nordhausen, geschafft positiv in die Medien zu kommen. Nachdem Nordhausen vor allem durch den gleichnamigen Kornbrand und durch zwei traurige Fälle von “police brutality” “bekannt” wurde, so gab es neulich einen Bericht vom RTL Nachtmagazin über die Straight Edge Band Maroon.
Hier.
Der Bericht hat mehrere nervige Fehler. Nein, Maroon spielen keinen Heavy Metal. Es gibt NIEMANDEN mehr, der Heavy Metal spielt. Was ist überhaupt Heavy Metal? Maroon spielt schnörkellosen Hardcore. Und nein, Straight Edge ist auch nicht gleichzusetzen mit vegan-sein.
Dennoch habe ich Respekt vor den Straight Edgern. Natürlich teilweise stehen sie in Gefahr- wir würden sagen- gesetzlich zu werden. (aber nicht so schlimm wie einige Veganer). Trotzdem ist es doch erstaunlich, wie konsequent manche es nehmen mit dem “Anders leben”.
Respekt dafür. Und hier ein besserer Artikel.
