biologischer Reduktionismus
ist unterhaltsam. Ich mag Funny van Dannen. Hier ein Klassiker:
Und weil wir gerad dabei sind: hier noch ein tolles Funny Video (der Typ hat ja den Vorteil, dass man nicht selber kiffen muss…)
warmer Erpel
Schuld war nur der warme Erpel.
Dieses Gesöff ist wohl eine Heidelberger Lokalgrässlichkeit und hat nichts, aber wirklich gar nichts mit Donald Duck zu tun.
Vermutlich erfunden in den Kellern einer dieser schmucken Studentenverbindungsheimen, welche seinerzeit aus dem Zahngold von Auschwitz teilfinanziert wurden.
In ihren Scherfen saßen die Verbindungsmänner da grübelnd über irgendwelche Gemeinheiten, die sie den sogenannten Füchsen antun konnten, damit diese sich würdig erweisen konnten, in den altehrwürdigen, efeuverhangenen Hallen mit den Alten Herren Nächte durchzuzechen.
Nachdem nun der Verzehr eines rohen Hähnchens oder das Trinken von abgestandenem Abwaschwasser nun wirklich niemanden mehr schockte, erfand man fluchs den warmen Erpel.
Dies ist im Wesentlichen Korn mit Tabasco. Der Verzehr allein ist wenig problematisch aber die darauffolgenden Stunden –besonders wenn die Tabascokonzentration viel zu hoch war und man noch andere alkoholische Getränke zu sich nahm- können die Hölle sein.
Mein Stolz darauf, den Abend mit einem alten Freund ohne würdelosen Rücktransport von Nahrungsmittelresten überstanden zu haben, verflog alsbald.
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Nennt es Sozialneid…
Aber Alex hat mich auf die Idee gebracht, mal das neue Produkt aus dem Hause Apple zu kommentieren:
“Das Himmelreich gleicht einem Apfel, der verborgen in einer Schachtel war. Und siehe, ein Mensch sah die Schachtel und verbarg sie in seiner Jacke. Und in seiner Freude ging er nach hause und packte sie aus. Denn siehe der Apfel war verlockend und eine Lust für die Augen , weil er stylisch machte. Doch als er ihn aß, blieb er ihm im Halse stecken und ihm wurden die Augen aufgetan, so dass ihm gewahr wurde, dass er kein Leben hatte.”
Hier noch eine nette Zeichnung von Daniel:

Falls jemand noch Belege braucht…
Falls irgendjemand mal gebeten wird, zu belegen, wie im amerikanischen Evangelikalismus einfach nur die Werte und die Ästhetik einer Mittelklassekultur reflektiert werden, dem empfehle ich, dieses Buch bzw. das Review zu verlinken:
Aus dem Review:
“jung, dynamisch und erfolgreich sein, wer will das nicht? Dr. Henry Cloud enthüllt das zeitlos gültige Geheimnis des Erfolgs. Ehrgeiz, Fleiß, Zielstrebigkeit (Prioritäten setzen), vorhandene Talente und Beziehungen nutzen, und alles rigoros meiden, was sich dem eigenen Erfolg hindernd in den Weg stellt, sind die einfachen Verhaltensmuster erfolgreicher Menschen. Dr. Cloud nennt diese Verhaltensmuster Erfolgsprinzipien. Sie regen zum Nachdenken an und fordern zum Widerspruch heraus: „Lerne richtig zu hassen“, heißt ein Prinzip und „Sei nicht so fair“ ein anderes.
Er zitiert Jesus, der gesagt hat, dass Gott dem, der bittet, gibt, und dem der anklopft öffnet. Ora et labora oder bete und arbeite und sei überrascht wie gegenwärtig Gott in allen Bereichen deines Lebens sein wird, so in etwa sieht dieses „Parallelbewusstsein“ aus. Es hat zur Folge, dass ein Teil des finanziellen Erfolgs eingesetzt wird, um Gutes zu tun. Man gewinnt so Sympathien und Freunde und kann Schuldgefühle unterdrücken. Sozialer christlicher Auftrag und beruflicher Erfolg ergänzen sich auf diese Weise optimal.”
Wer noch nicht genug hat, hier der Link. Zum Glück stellt sich der Reviewer unter Erfolg etwas anderes vor…
Aber wie ich sagen muss: so wird Christsein auch im Alltag “ganz praktisch”. Weil es geht ja darum, nicht nur am Sonntag Erfolg zu haben; nein: der Segen muss auch festgehalten werden und im Alltag gelebt werden. Wie sollen die Heiden denn an Gott glauben, wenn das Volk Gottes keinen Erfolg hat und nicht mindestens eine Nasenlänge vorraus ist?
Außerdem: damit Christen Gutes in der Welt bewirken könne, sollten sie ja schon irgendwie erfolgReich sein. “Denn daran soll die Welt euch erkennen:” an den fünf biblischen Prinzipien eines gelungenen Lebens, die ihr verkörpert. Und an den unglaublichen schlechten Coverfotos, auf euren christlichen Büchern.
DDR und Emanzipation
Aufgrtund von Tobys Post über Väter, die arbeiten, musste ich an ein Lied denken, das meine (6Jahre ältere) Schwester manchmal vor sich her summt, wenn sie ihre “Retro Slash Nostalgie Phasen” hat.
Es heißt, wenn “Mutti früh zur Arbeit geht” und ruft ältere Geschwister zur Eigenverantwortung aufgrund von zwei berufstätigen Elternteilen auf.
Ich muss daran denken, dass das Konzept “Hausfrau” mir aus meiner Umgebung in Thüringen eher fremd war. Sicher, es gab Mütter, die zu Hause blieben; allerdings nannte man das bei uns nicht “Hausfrau”, sondern “arbeitslos”- was man eher wie “ohr-wayz-loohs” aussprach. Man mag das ja mit “Hitlers Autobahnen” vergleichen, aber Emanzipation hatte die DDR. Naja, eine Staatschefin hatten sie nicht, aber dafür hatte die First Lady, Margot Honecker teilweise mal lila Haare und das ist doch auch schon was.
Naja jedenfalls: hier der Text und hier ne pasende Mp3.
über Gefühle bloggen
Es gibt ja diesen grässlichen Satz: “Ich bin ein Mann, der auch gern mal Gefühle zeigt”.
Ein schauerlicher Satz, auch wenn es sicher Sätze gäbe, die weniger auf mich zutreffen. Nun ist es ja so, dass wir Teil einer Generation voll pseudopoetischer Romantiker sind, bei denen der Film “Fabelhafte Welt der Ameilie” auf breiten Konsens trifft. Da ist natürlich die Versuchung groß, in der Nachfolge des jungen Werthers, des Fängers im Roggen oder Bernd des Brotes seine ewigen Emogeschichten in die glubschende Internetöffentlichkeit zu werfen. Es geht ja gar nicht darum, dass das ja so selbstzentriert ist und man sich zu wichtig nimmt und sowas. Nene, das alles gehört zu einem normalen Aufwachsen unter Hormoneinfluss dazu. Aber das Problem ist: wer liest denn das alles? Man braucht einfach mal so ein Schockerlebnis um zu merken, dass Blogs einfach zu gut gefunden werden (im Gegensatz zu einem Beitrag im Forum) und laut Murphys Gesetz nicht etwa ein zukünftiger Partner das liest, sondern ein fieser, sabbernder Bösewicht ohne Gewissen aus dem weiteren Bekanntenkreis, der die ganze Zeit Leute ergoogelt um gegen sie was in der Hand zu haben.
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Der ungezähmte Mann…
…sagte: “die Sache mit den Hormonen geht mir ganz schön auf die Eier.”.
typisch deutsch
Ich hasse Leute, die – kosmopolitisches Weltbürgertum andeutend- dauernd mit Sätzen um sich werfen, die mit “Das ist ja wieder mal typisch deutsch…” beginnen.
Typisch deutsch ist Pünktlichkeit…soso, ein Besuch am Heidelberger Bahnhof sollte jeden eines besseren belehren. Korrekt müsste es heißen: typisch deutsch ist sich aufregen über wiederrum typisch deutsche Verspätungen. Es gibt ja bekannterweise auch in ganz Deutschland keinen Gottesdienst, der pünktlich anfängt. Und wenn man regelmässig Konzerte besucht, wird einen schnell auffallen, wie pünktlich Deutschland wirklich ist.
Ich bezweifle immernoch, dass ein Deutscher geeignet dafür ist, zu sagen, was typisch deutsch ist. Und die meisten Klischees über Deutsche, sind in Wirklichkeit Klischees über Preußen. Mittlerweile ist Deutschland vielzu fragmentiert um hier wirklich allzuviel Gemeinsames herausarbeiten zu können.
In der Zeit fand man dabei Folgendes Bild:
[bitte hier lang]
Der sehr geniale Max Goldt kommt übrigens auf Lesetour. In Karlsruhe ist er am 11.1 und ich versuch auf jedenfall da zu sein.
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Kirche der Zukunft: Kaffekirche oder Kaffefahrt?
Die Kirche der Zukunft. Man denkt an ein gemütliches Kaffee in der Innenstadt, Lounge-mässig eingerichtet mit einem DJ der Chill Out Musik auflegt, überall Kreativität, Installationen, Videoprojektionen, gechillte Atmosphäre.

Aber kann man dieses Bild halten, wenn man so etwas liest? Deutschland schrumpft und überaltert. Kann da die Kirche der Zukunft wirklich auf das Lebensgefühl von twentysomethings zugeschnitten sein?
Sieht nicht die Kirche der Zukunft eher so aus:

Müsste man nicht schonmal den Kaffee entkoffeinieren, weil die Leute bald alle “es mim Herzen hamm”. Sollte man die stylischen Ledersofas nicht schonmal mit Heizdecken präparieren?
Sollte man nicht schonmal üben, etwas lauter zu sprechen, damit auch jeder etwas mitkriegt? Und sind nicht Installationen eh bald passé, weil die Leute “Rücken haben” (oder Schnappatmung hehe)? Will sagen: ist nicht die Landeskirche, die von vielen stylischen Kirchebauern immer als irrelevant abgetan wird, auf mittlere Sicht besser aufgstellt? Außerdem: müssen nicht wieder Wege gefunden werden, verschiedene Generationen unter ein Dach oder zumindest an einen Tisch zu bringen?
Was denkt ihr?
[YT] Netzervideos
Der Star der WM hieß für mich nicht Schweinsteiger oder Lehmann. Für mich war es Delling und Netzer.
Die Spiele waren durch die teilweise doch sehr defensiven Mannschaften hin und wieder sehr zäh und langweilig. Aber die Aussicht: nach dem Spiel kommen wieder die Entertainment Legenden zurück, hat mich auch das zäheste Spiel durchhalten lassen.
Hier mal ein paar Best ofs von vielen Jahren Delling und Netzer:
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