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	<title>Failing Forward &#187; Einheit</title>
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	<description>Der Blog von Arne</description>
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		<title>Einheit- Biertrinkengehn</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Nov 2006 19:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einheit]]></category>
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		<description><![CDATA[[Hier sollte jetzt ein Bild sein, wo man sieht, wie jemand mit einem D&#252;sseldorfer Pils sich mit jemanden mit einem K&#246;lsch zu- prostet. Aber ich konnte die Rechte nicht kl&#228;ren]
Warum schreib ich eigentlich diesen Sachen alle? Ich glaub, man kann es runterbrechen darauf, dass ich mir w&#252;nschte, dass  mehr Leute aus unterschiedlichen Traditionen einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[Hier sollte jetzt ein Bild sein, wo man sieht, wie jemand mit einem D&#252;sseldorfer Pils sich mit jemanden mit einem K&#246;lsch zu- prostet. Aber ich konnte die Rechte nicht kl&#228;ren]</p>
<p>Warum schreib ich eigentlich diesen Sachen alle? Ich glaub, man kann es runterbrechen darauf, dass ich mir w&#252;nschte, dass  mehr Leute aus unterschiedlichen Traditionen einfach mal einen Trinken gehn. Das man Kontakte aufbaut, mit Leuten die so ganz anders sind; dass man sich gegenseitig in den Gottesdiensten besucht usw.<br />
Kurz gesagt: beim Thema Einheit schwebt mir Vernetzung vor. Nicht &#8220;top-down&#8221; wie es die &#214;kumene versucht (man muss erst gemeinsame Erkl&#228;rung verfassen) sondern &#8220;bottom-up&#8221;; die Einzelnen werden geschult, in was f&#252;r einer Tradition sie selbst stehen, es wird ein Bewu&#223;tsein gebildet und dann wird grob skizziert, was es noch f&#252;r andere Traditionen gibt und was man daran lernen kann.<br />
Man sollte sich daf&#252;r interessieren, was so jenseits seines Horizontes abgeht. Aber daf&#252;r muss man eben Stereotypen abbauen und Korrigierf&#228;higkeit entwickeln.</p>
<p><span id="more-61"></span><br />
Ich glaube, man kann das Problem einer fragmentierten Christenheit vor allem durch Beziehungen l&#246;sen. Man muss gar nicht organisatorisch zusammenkommen. Vielleicht w&#228;re das auch schade um die Vielfalt. Es gibt da auch einige Faktoren, die schon in die Richtung gehen: die neue Generation der Leiter in Deutschland (die jetzigen Jugendreferenten) leben das glaube ich schon zu einem gewi&#223;en Teil. Ich bin auch stark f&#252;r Ausbildungsst&#228;tten wo Leute aus verschiedenen Hintergr&#252;nden zusammenkommen, wie das <a href="http://www.igw.edu/">IGW</a>, anstatt sehr speziellen, die auf eine Denomination (oder einen Stil) zugeschnitten sind, wie zum Beispiel <a href="http://www.glaubenszentrum.de/">Bad Gandersheim</a>. Auch interessant: es gibt ja viele Gemeindehopper; Leute, die heuschreckenartig &#252;berall mal konsumieren, sich aber nirgendswo festlegen. Die berechtigte Kritik lautet: das sind Konsummenschen, die Angst vor Bindungen haben. Meine wohlwollendere Interpretation: das sind Menschen, die sich nicht mit einer mikroskopischen Sicht des Christentums begn&#252;gen wollen, sondern die verschiedene Sichtweisen und Stile zusammen, nebeneinander h&#246;ren wollen. Damit w&#228;ren sie auch eine Chance f&#252;r die Einheit und man muss im Einzelfall gucken, ob man nicht ihre vielen Kontakte nutzen kann.</p>
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		<title>Einheit- Pr&#228;gung erkennen</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Nov 2006 11:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich denke, Einheit wird immer wichtiger, auch weil wir immer besser verstehen, wie wenig ein isoliertes Individuum und eine isolierte Gruppe eigentlich wissen kann.
Das Problem ist doch Folgendes: neulich diskutierte ich mit Storch von den Jesus Freaks &#252;ber Charismatische Sachen und dar&#252;ber, ob denn alle nichtcharismatischen Christen v&#246;llig an Gott und seiner Kraft vorlbeileben.  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, Einheit wird immer wichtiger, auch weil wir immer besser verstehen, wie wenig ein isoliertes Individuum und eine isolierte Gruppe eigentlich wissen kann.<br />
Das Problem ist doch Folgendes: <a href="http://www.jfrs.de/storch/blog/wordpress/2006/11/17/ausgelegte-zungenrede/">neulich diskutierte ich mit Storch</a> von den Jesus Freaks &#252;ber Charismatische Sachen und dar&#252;ber, ob denn alle nichtcharismatischen Christen v&#246;llig an Gott und seiner Kraft vorlbeileben.  Nach dem &#252;blichen Argumenten, kommt dann immer<strike> (mich langweilen diese vorhersehbaren Diskussionen so sehr)</strike> (EDIT:ich glaube in diesen hundert Jahre alten Diskussionen kommen bestimmte Muster immer wieder) irgendwann etwas in die Richtung: &#8220;Nein nein, es geht mir nicht um Charismatiker oder Nichtcharismatiker; ich gucke <em>einfach was die Bibel sagt</em> ich bin <em>einfach Christ</em>.&#8221;</p>
<p>Nat&#252;rlich ist niemand <em>einfach Christ</em>, genausowenig wie jemand <em>einfach Wissenschaftler</em> ist, der aus einer objektiven Perspektive objektive Ergebnisse liefert.</p>
<p><span id="more-60"></span><br />
Wir alle sind gepr&#228;gt von den Predigten die wir h&#246;ren (fast wichtiger als der Inhalt ist oft die Rhetorik), den B&#252;chern die wir lesen und den Gemeinschaften in denen wir uns befinden- die Luft, die wir atmen.<br />
Wenn wir diese Pr&#228;gung ausblenden, erkennen wir nicht, dass wir an die Bibel nur ein Echo der Stimmen unserer Vorv&#228;ter (Tom Wrights Formulierung) oder eben geistlichen Vorbilder oder wie man sie auch nennen will, herantragen.<br />
Oft wissen wir ja nichtmal, wer uns da pr&#228;gt. Beispiel: die meisten Evangelikalen nutzen irgendwann einmal eine bestimmte Rhetorik gegen Abtreibung- &#8220;Massenmord in unserem Land&#8221; etc.<br />
Diese Rhetorik schnappt man in Predigten und B&#252;chern auf und meint dann auch, sie in der Bibel zu entdecken (was ja Quatsch ist, weil es diese Praxis im alten Israel nicht gab). In Wirklichkeit geht diese aber auf <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Schaeffer">Francis Schaeffer</a> zur&#252;ck, der eigentlich der Begr&#252;nder des evangelikalen Aktivismusses ist. Au&#223;erdem hat er auch die Abgrenzung zu der Humanistischen Perspektive erst formuliert. Wichtiger aber ist eine gewisse Kulturkampf und Werteverfall Rhetorik, die bis heute die christliche Rechte pr&#228;gt. Wenn man darum wei&#223;, dass man von ihm gepr&#228;gt ist, kann man dar&#252;ber diskutieren. Man kann gute Punkte behalten und Punkte, die heute vielleicht problematisch sind, in den Hintergrund stellen. Jedenfalls: wir sind gepr&#228;gt von nicht nur einem oder zwei sondern von Dutzenden von solchen Menschen und wie sie die Bibel, die Welt und das Leben verstehen. Ohne es zu wissen. Wenn wir es uns bewu&#223;t machen w&#252;rden, w&#252;rden wir pl&#246;tzlich merkw&#252;rdige Parallelen feststellen, zwischen deren Verst&#228;ndnis der Bibel und was wir als &#8220;v&#246;llig offensichtliche Fakten&#8221; der Bibel einstufen.</p>
<p>Jetzt sagt der Charismatiker: &#8220;moment, das sind die Probleme von Christen die schon in *Humanismus* und *Liberalismus* verfallen sind. Das sind welche, die zwar viel labern, aber wenig Gott erleben; sie haben einen Schein der Spiritualit&#228;t aber kennen gar nicht die Kraft Gottes.<br />
Ich habe n&#228;mlich *Offenbahrungserkenntnis*. Mir fl&#252;stert Gott ins Ohr&#8221;.</p>
<p>Fein, damit l&#246;st man das Problem nicht, sondern man verlagert es nur von der Ebene der Vernunft auf die Ebene der Wahrnehmeung- ganz abgesehen davon, dass man fragen m&#252;sste, woher diese &#8220;Offenbahrungserkenntnistheorie&#8221; kommt; vor 500 Jahren war die n&#228;mlich v&#246;llig unbekannt. Also gut, man hat den Heiligen Geist und h&#246;rt seine Stimme. Und wer sagt, dass man diese Stimme nicht auch durch einen Filter wahrnimmt? Also Paulus zum Beispiel nicht.<br />
Er sagt: &#8220;Jetzt sehen wir die Dinge noch unvollkomen wie durch Milchglas, dann aber in v&#246;lliger Klarheit. Alles, was ich jetzt erkenne ist unvollst&#228;ndig, dann aber werde ich alles erkennen.&#8221; 1. Kor. 13:12</p>
<p>Und mit der Vor&#252;berlegung wird dann pl&#246;tzlich die Gemeinschaft (von Individuen und von Gruppen) relevant. Denn es macht deutlich: weder isoliert im Studierzimmer, noch voller Verz&#252;ckung im stillen K&#228;mmerlein kann man auf alle wichtigen Erkenntnisse kommen.  Wenn man sieht, wie wenig man allein erkennen kann, sucht man nach der Wahrheit des Heiligen Geist nicht nur in der eigenen Vernunft und Erfahrung, sondern in der Vernunft, Erfahrung und Kritik in anderen<br />
Menschen. Und damit w&#228;ren wir mitten im Thema.</p>
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		<title>Einheit III- das Problem: der Begriff Tradition</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 18:53:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ha ihr merkt schon: wenn ich mal in Bloglaune bin, will ich das gleich ausnutzen und haue grad einen Blogpost nachm anderen heraus. Es ist immernoch Reformationstag und anscheinend wird das heute nichts mehr mit irgendner Party (du wei&#223;t schon, vor allem weil morgen frei ist nicht weil Halloween ist).Ich will mich einem rein evangelischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ha ihr merkt schon: wenn ich mal in Bloglaune bin, will ich das gleich ausnutzen und haue grad einen Blogpost nachm anderen heraus. Es ist immernoch Reformationstag und anscheinend wird das heute nichts mehr mit irgendner Party (du wei&#223;t schon, vor allem weil morgen frei ist nicht weil Halloween ist).Ich will mich einem rein evangelischen Problem widmen. Der Gute Luther hat uns nicht nur eine Menge Positives hinterlassen, sondern auch manchmal ein schwere Erbe. Naja da sind wir auch schon beim Wesentlichen: Luther hat daf&#252;r gesorgt, dass wir ein schweres Erbe nicht erkennen k&#246;nnten, wenn wir es sehen. Luther hat durch seine „Solas“ den Begriff Tradition abgel&#246;st. Man wollte nicht mehr darauf h&#246;ren, was die Tradition sagt, sondern „einfach nur lehren, was die Bibel lehrt“. Dieses „einfach nur“ ist das Problem. Denn es gibt kein einfach nur. Man hat jetzt keinen Begriff mehr, der beschreibt, wie man durch eine Gemeinschaft gepr&#228;gt wird. <span lang="EN-GB">Brian McLaren sagt zurecht: „what your focus is on determines what you miss“</span></p>
<p>Also: “Worauf du besonders schaust, entscheidet dar&#252;ber, was du &#252;bersiehst.“.</p>
<p><span id="more-45"></span></p>
<p>Um sich im Dschungel der Bibel zurechtzufinden, legen verschiedene Traditionen verschiedene Schwerpunkte. Man k&#246;nnte auch sagen, ihnen sind verschiedene Aspekte der Wahrheit offenBAHRT worden. Das hei&#223;t, in bestimmten Bereichen kennt man sich besonders gut aus. Einige Bibelstellen kann man besonders gut verstehen und erkl&#228;ren. Andere Bibelstellen, fordern einen heraus. Doch in der Regel passt man nicht sein durch die Tradition gepr&#228;gtes Weltbild an die Bibel an, sondern macht etwas, was ich „defensives Bibellesen“ nenne: man sagt: „Ja, aber“ und ordnet dann die jeweilige Stelle <em>richtig ein</em> um herauszufinden, was <em>wirklich gemeint ist.</em></p>
<p>Das w&#228;re nur ein Aspekt von verschiedenen Traditionen. Ein sehr wichtiger ist, dass in verschiedenen Traditionen eine andere Kultur vorherrscht. Das f&#228;ngt bei der Sprache an.</p>
<p>Klassische Evangelikalen sprechen ihr <a href="http://www.amazon.de/Hermanns-Hauskreis-H%C3%BCter-Gesetzes-dran-Comic/dp/3789380342/sr=8-1/qid=1162320574/ref=sr_1_1/302-2650038-3592023?ie=UTF8&#038;s=books">Herrmanns Hauskreis</a> Deutsch: da werden <em>Herzen aufgetan</em>, Menschen f&#252;r bestimmte Aufgaben <em>gewonnen</em> und man fragt sich, was das alles <em>konkret</em> f&#252;r mein Leben bedeutet. Charismatische Evangelikale haben ihre anderen Vokabeln (und damit auch andere Konzepte); man spricht von <em>Zerbruch</em> und will Menschen in ihre Berufung <em>freisetzen</em>, nachdem sie vor Gott <em>kapituliert</em> haben. Liberale finden zum Beispiel alles <em>spannend</em>.</p>
<p>Als normalen Evangelischen Menschen fehlt einem das Konzept Tradition. Oder es ist rein negativ besetzt. Tradition bedeutet das Gegenteil von Entschiedenheit und radikalem Glauben. Weil einem der positiv besetzte Traditionsbegriff fehlt, kann man nicht wirklich &#252;ber Unterschiede reden; man kann nur fragen: „ist das biblisch?“. Aber weil man da ja auch unterschiedlich gepr&#228;gt ist, kommt man zu unterschiedlichen Ergebnissen, die dann zur Trennung f&#252;hren m&#252;ssen. Es ist eine Zwangsl&#228;ufigkeit, dass solange ein Pfingstler die klassische Geistestaufe als vollkommen biblisch lehrt, dass ein kl. Evangelikaler diese als vollkommen unbiblisch ablehnt. Dazwischen gibt es nichts, also gibt es kein wirkliches aufeinander zu gehen.</p>
<p>Das Fehlen des Traditionsbegriffes wirkt sich auch noch anders aus. Die Frage „Wo kommst du her? Wie kommt es, dass ihr so seid, wie ihr seid?“ wird viele aus dem Konzept bringen. Sie wissen es nicht. Sie haben wenig Vorstellungen &#252;ber die Kirchengeschichte und &#252;ber die Geschichte ihrer Denomination. Gut, die meisten werden wohl eine leise Ahnung haben, dass die Reformation gut war und die Grundlage ihrer Denomination war, aber ansonsten ist man eher ratlos. Ich selbst wei&#223;, obwohl ich lange Zeit in einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/FeG">FeG</a> war, nicht allzu viel &#252;ber ihre Anf&#228;nge. Und nur, wer kein Gesp&#252;r f&#252;r die Vergangenheit hat, kann sich selbst absolut setzen. Ich frage mich immer, wie Zeugen Jehovas die Zeit zwischen dem Urchristentum und der Entstehung ihrer Gemeinschaft erkl&#228;ren. Die Antwort ist wahrscheinlich: sie stellen sich die Frage nicht ernsthaft. So wird es vermutlich jeder fundamentalistischen Gruppe gehen, die sich aus der Tradition heraus nimmt, gehen.</p>
<p>Wir m&#252;ssen also wieder einen positiven Traditionsbegriff finden. &#196;hnlich wie die Anglikanische Kirche ihn hat. Sie selbst fordert nicht „sola sciptura“ sondern, dass man die Tradition, die Vernunft und die Schrift befragt. Finde ich eine gute Sache. Vor allem ist in einem Dialog die eigene Tradition sowohl ein Schutz als auch eine Herausforderung.</p>
<p>Man kann sich auf das Existenzrecht der eigenen Tradition berufen- „Meine Tradition lehrt, dass ich nicht Zungenreden muss, also kannst du mich auch nicht dazu zwingen“. Aber man wird auch dem&#252;tiger, weil man von der Vorl&#228;ufigkeit der eigenen Position wei&#223;. Erst dadurch wird man ja f&#228;hig, von anderen zu lernen und &#252;ber seine Tradition hinauszuwachsen.</p>
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		<title>Einheit II- wegen den Bedrohungen</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 17:50:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einheit]]></category>
		<category><![CDATA[Emerging Church]]></category>
		<category><![CDATA[Gottkram]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe gesagt, dass es jetzt ne gute Zeit ist, &#252;ber Einheit zu reden.
Ich denke nicht nur wegen den Chancen ist das so, sondern auch weil zur Zeit die Einheit von einigen elit&#228;ren Gruppen bedroht wird.
Gerade als der Konflikt zwischen klassichen Evangelikalen und charismatischen Evangelikalen einigerma&#223;en abgeklungen ist (zu diesem Konflikt poste ich vielleicht sp&#228;ter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe gesagt, dass es jetzt ne gute Zeit ist, &#252;ber Einheit zu reden.</p>
<p>Ich denke nicht nur wegen den Chancen ist das so, sondern auch weil zur Zeit die Einheit von einigen elit&#228;ren Gruppen bedroht wird.</p>
<p>Gerade als der Konflikt zwischen klassichen Evangelikalen und charismatischen Evangelikalen einigerma&#223;en abgeklungen ist (zu diesem Konflikt poste ich vielleicht sp&#228;ter noch etwas), kommt eine Gruppe und rei&#223;t kaum verheilte Wunden wieder auf.</p>
<p>Elit&#228;re Gruppen und elit&#228;res Denken bedrohen heute die Einheit unter Christen. Es gibt Gruppen, die treten mit einem reformatorischen Anspruch auf und wollen mit ihrer Agenda das Christentum umkrempeln. Nat&#252;rlich: prinzipiell geht jeder, der mit dem Status Quo nicht zufrieden ist- also auch der Autor- in die Richtung. Aber die Merkmale von elit&#228;ren Gruppen sind:</p>
<p style="margin-left: 36pt; text-indent: -18pt"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Symbol">·<span style="font-family: "Times New Roman"; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span><!--[endif]-->Dass sie die wesentlichen Antworten zu kennen meinen und relativ immun dagegen sind, von anderen zu lernen.</p>
<p style="margin-left: 36pt; text-indent: -18pt"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Symbol">·<span style="font-family: "Times New Roman"; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span><!--[endif]-->Dass sie allen bisherigen Erscheinungsformen des Christentums aufgrund ihrer Erkenntnisse die Daseinsberechtigung absprechen.</p>
<p style="margin-left: 36pt; text-indent: -18pt"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Symbol">·<span style="font-family: "Times New Roman"; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span><!--[endif]-->Dass sie einen Dialog nur f&#252;hren, um andere zu &#252;berzeugen und zu ihren Zielen zu f&#252;hren.</p>
<p style="margin-left: 36pt; text-indent: -18pt"><!--[if !supportLists]--><span style="font-family: Symbol">·<span style="font-family: "Times New Roman"; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 7pt; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal">        </span></span><!--[endif]-->Das sie grunds&#228;tzlich wenig Kontakt zu Andersdenkenden haben.</p>
<p style="margin-left: 36pt; text-indent: -18pt"><span id="more-44"></span></p>
<p>Daran merkt man: auch die Emerging Church kann in diese Richtung tendieren und sollte sich hier vorsehen.</p>
<p>In Deutschland ist au&#223;erdem eine sehr spezielle Situation aufgrund der privilegierten Staatskirchen. Manchmal versp&#252;rt man schon eine leichte Arroganz gegen&#252;ber Freikirchen, die man nicht so recht ernst zu nehmen scheint. Aber dieser mangelnde Respekt beruht ja durchaus auf Gegenseitigkeit. Die Staatskirchen sehen die Freikirchen als schei&#223;hausfliegenartige kleine konservative Gr&#252;ppchen an. Freikirchen sehen in den Landeskirchen Versammlungen un&#252;berzeugter Taufscheinchristen.</p>
<p>Es mag schwer fallen, dass zu akzeptieren (auch f&#252;r mich) aber ein ernsthaften Bem&#252;hen um Einheit w&#252;rde <strong>das Ende der Polemik zugunsten politischer Korrektheit</strong> bedeuten. Man muss seine S&#228;tze l&#228;nger durchdenken und darf nicht mehr drauf losschimpfen. Ich wei&#223; selbst nicht, ob ich das kann.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Einheit &#8211; Einleitung</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 16:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Gottkram]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist Reformationstag und das ist doch ein sch&#246;ner Tag, um eine neue Blogreihe anzufangen. Es soll um das Thema „Einheit unter Christen“ gehen. Ein Thema, dass mir so wichtig aber auch selbstverst&#228;ndlich geworden ist, dass ich nicht viel dar&#252;ber rede oder blogge. Bis jetzt. Denn ich denke, es ist eine gute Zeit, um &#252;ber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Heute ist Reformationstag und das ist doch ein sch&#246;ner Tag, um eine neue Blogreihe anzufangen. Es soll um das Thema „Einheit unter Christen“ gehen. Ein Thema, dass mir so wichtig aber auch selbstverst&#228;ndlich geworden ist, dass ich nicht viel dar&#252;ber rede oder blogge. Bis jetzt. Denn ich denke, es ist eine gute Zeit, um &#252;ber Einheit zu reden. Ich werde das noch ausf&#252;hren. Wenn ich es schaffe, diese Blogreihe zu Ende zu f&#252;hren, wird sie vermutlich in einen Artikel auf Bunch of Nerds m&#252;nden.</p>
<p class="MsoNormal">Ok, here weg go.</p>
<p class="MsoNormal">Ich sagte, es ist eine gute Zeit, um &#252;ber Einheit zu reden, weil ich glaube, dass gerade diese Zeit einige Chancen aufwartet.</p>
<p class="MsoNormal"><span id="more-43"></span></p>
<p class="MsoNormal">Umso mehr sich die verschiedenen Traditionen mit der Postmoderne auseinandersetzen und sich fragen, was f&#252;r Auswirkungen das auf ihre Gemeinde oder Denomination hat, umso mehr kriegen wir endlich Begriffe und Konzepte, um Einheit auf Ortsebene umzusetzen. Evangelikale definierten sich &#252;ber ein Verst&#228;ndnis von Mission, dass reine Seelengewinnung bedeutete. Wenn man nur Seelen gewinnen muss, kann man einfach nebeneinander her leben. Man fischt einfach nicht in fremden Gew&#228;ssern und bleibt bei seiner Klientel, trifft sich vielleicht mal zu einem &#252;berregionalen „Schwanzvergleich“ (also um zu gucken, wer denn jetzt die mehr Leute „gewinnt“) und k&#252;mmert sich ansonsten um seinen eigenen Kram. Allerh&#246;chstens in schwer zu beackernden Gebieten, schlie&#223;t man sich aus der Not heraus zusammen um gemeinsam die Netze auszuwerfen. In die Kategorie geh&#246;rt auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/JesusHouse">Jesus House</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pro_Christ">Pro Christ</a>, die noch zusammen mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Evangelische_Allianz">Allianz</a> am meisten f&#252;r die Einheit tun. Aber Theologen wie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/NT_Wright">Tom Wright</a> oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tim_Keller">Tim Keller</a>, der noch mehr &#220;bereinstimmung mit den meisten Evangelikalen hat, helfen, dass sie ein gr&#246;&#223;eres Verst&#228;ndnis durchsetzt. Tim Keller definiert die Aufgaben von Mission- f&#252;r ihn geht es immer um gr&#246;&#223;ere St&#228;dte, aber man k&#246;nnte es auch f&#252;r Regionen umdenken- in</p>
<ul type="disc" style="margin-top: 0cm">
<li class="MsoNormal">Personal      conversion</li>
<li class="MsoNormal">Cultural      transformation</li>
<li class="MsoNormal"><span lang="EN-GB">Social justice and ministries      of mercy</span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="EN-GB">Community formation (und da w&#252;rde ich eben auch Gemeinschaft unter den Gemeinden dazuz&#228;hlen)<br />
</span></li>
</ul>
<p class="MsoNormal">Wenn man so einen Missionsbegriff hat, wird alles schwieriger. Will man nicht nur einzelne aus der Stadt und der Welt herausretten, sondern sie daf&#252;r gewinnen, f&#252;r das Wohl der Stadt und der Welt zu leben und hat man vor die Kultur –das Lebensgef&#252;hl, die Sprache, den Ausdruck, die Werte- einer Stadt zu pr&#228;gen, wird man sehr schnell als isolierte Gemeinde an seine Grenzen kommen. Das Problem ist so gro&#223;, dass es nicht allein angegangen werden kann. Andere Anst&#246;&#223;e im Evangelikalen Bereich ist die Entdeckung der Vielfalt der geistlichen Stile. Dazu z&#228;hlen wegbereitende B&#252;cher von <a href="http://www.amazon.de/Die-dreifache-Kunst-Gott-erleben/dp/392809324X/sr=8-6/qid=1162313695/ref=sr_1_6/302-2650038-3592023?ie=UTF8&#038;s=books">Christian Schwarz</a>, <a href="http://www.amazon.de/Quellen-Strom-Reichtum-Glaubensgeschichte-sch%C3%B6pfen/dp/3417206774/sr=1-4/qid=1162313819/ref=sr_1_4/302-2650038-3592023?ie=UTF8&#038;s=books">Richard Forster</a> und <a href="http://www.bunchofnerds.de/review_32.php">Garry L. Thomas</a>.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Im Liberalen Bereich, wo man von &#214;kumene spricht, tendiert man dazu Einheit zu suchen, indem man das Eigent&#252;mliche der verschiedenen Traditionen &#252;berwindet und zu allgemeing&#252;ltigen Grundlagen wie „Liebe“ zur&#252;ckkehrt. Da hat uns die Postmoderne geholfen, indem sie vorlebt, wie man Spannungen stehen lassen kann und Einheit in der Vielfalt findet.</p>
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