Einheit- Biertrinkengehn
[Hier sollte jetzt ein Bild sein, wo man sieht, wie jemand mit einem Düsseldorfer Pils sich mit jemanden mit einem Kölsch zu- prostet. Aber ich konnte die Rechte nicht klären]
Warum schreib ich eigentlich diesen Sachen alle? Ich glaub, man kann es runterbrechen darauf, dass ich mir wünschte, dass mehr Leute aus unterschiedlichen Traditionen einfach mal einen Trinken gehn. Das man Kontakte aufbaut, mit Leuten die so ganz anders sind; dass man sich gegenseitig in den Gottesdiensten besucht usw.
Kurz gesagt: beim Thema Einheit schwebt mir Vernetzung vor. Nicht “top-down” wie es die Ökumene versucht (man muss erst gemeinsame Erklärung verfassen) sondern “bottom-up”; die Einzelnen werden geschult, in was für einer Tradition sie selbst stehen, es wird ein Bewußtsein gebildet und dann wird grob skizziert, was es noch für andere Traditionen gibt und was man daran lernen kann.
Man sollte sich dafür interessieren, was so jenseits seines Horizontes abgeht. Aber dafür muss man eben Stereotypen abbauen und Korrigierfähigkeit entwickeln.
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Einheit- Prägung erkennen
Ich denke, Einheit wird immer wichtiger, auch weil wir immer besser verstehen, wie wenig ein isoliertes Individuum und eine isolierte Gruppe eigentlich wissen kann.
Das Problem ist doch Folgendes: neulich diskutierte ich mit Storch von den Jesus Freaks über Charismatische Sachen und darüber, ob denn alle nichtcharismatischen Christen völlig an Gott und seiner Kraft vorlbeileben. Nach dem üblichen Argumenten, kommt dann immer (mich langweilen diese vorhersehbaren Diskussionen so sehr) (EDIT:ich glaube in diesen hundert Jahre alten Diskussionen kommen bestimmte Muster immer wieder) irgendwann etwas in die Richtung: “Nein nein, es geht mir nicht um Charismatiker oder Nichtcharismatiker; ich gucke einfach was die Bibel sagt ich bin einfach Christ.”
Natürlich ist niemand einfach Christ, genausowenig wie jemand einfach Wissenschaftler ist, der aus einer objektiven Perspektive objektive Ergebnisse liefert.
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Einheit III- das Problem: der Begriff Tradition
Ha ihr merkt schon: wenn ich mal in Bloglaune bin, will ich das gleich ausnutzen und haue grad einen Blogpost nachm anderen heraus. Es ist immernoch Reformationstag und anscheinend wird das heute nichts mehr mit irgendner Party (du weißt schon, vor allem weil morgen frei ist nicht weil Halloween ist).Ich will mich einem rein evangelischen Problem widmen. Der Gute Luther hat uns nicht nur eine Menge Positives hinterlassen, sondern auch manchmal ein schwere Erbe. Naja da sind wir auch schon beim Wesentlichen: Luther hat dafür gesorgt, dass wir ein schweres Erbe nicht erkennen könnten, wenn wir es sehen. Luther hat durch seine „Solas“ den Begriff Tradition abgelöst. Man wollte nicht mehr darauf hören, was die Tradition sagt, sondern „einfach nur lehren, was die Bibel lehrt“. Dieses „einfach nur“ ist das Problem. Denn es gibt kein einfach nur. Man hat jetzt keinen Begriff mehr, der beschreibt, wie man durch eine Gemeinschaft geprägt wird. Brian McLaren sagt zurecht: „what your focus is on determines what you miss“
Also: “Worauf du besonders schaust, entscheidet darüber, was du übersiehst.“.
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Einheit II- wegen den Bedrohungen
Ich habe gesagt, dass es jetzt ne gute Zeit ist, über Einheit zu reden.
Ich denke nicht nur wegen den Chancen ist das so, sondern auch weil zur Zeit die Einheit von einigen elitären Gruppen bedroht wird.
Gerade als der Konflikt zwischen klassichen Evangelikalen und charismatischen Evangelikalen einigermaßen abgeklungen ist (zu diesem Konflikt poste ich vielleicht später noch etwas), kommt eine Gruppe und reißt kaum verheilte Wunden wieder auf.
Elitäre Gruppen und elitäres Denken bedrohen heute die Einheit unter Christen. Es gibt Gruppen, die treten mit einem reformatorischen Anspruch auf und wollen mit ihrer Agenda das Christentum umkrempeln. Natürlich: prinzipiell geht jeder, der mit dem Status Quo nicht zufrieden ist- also auch der Autor- in die Richtung. Aber die Merkmale von elitären Gruppen sind:
· Dass sie die wesentlichen Antworten zu kennen meinen und relativ immun dagegen sind, von anderen zu lernen.
· Dass sie allen bisherigen Erscheinungsformen des Christentums aufgrund ihrer Erkenntnisse die Daseinsberechtigung absprechen.
· Dass sie einen Dialog nur führen, um andere zu überzeugen und zu ihren Zielen zu führen.
· Das sie grundsätzlich wenig Kontakt zu Andersdenkenden haben.
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Einheit – Einleitung
Heute ist Reformationstag und das ist doch ein schöner Tag, um eine neue Blogreihe anzufangen. Es soll um das Thema „Einheit unter Christen“ gehen. Ein Thema, dass mir so wichtig aber auch selbstverständlich geworden ist, dass ich nicht viel darüber rede oder blogge. Bis jetzt. Denn ich denke, es ist eine gute Zeit, um über Einheit zu reden. Ich werde das noch ausführen. Wenn ich es schaffe, diese Blogreihe zu Ende zu führen, wird sie vermutlich in einen Artikel auf Bunch of Nerds münden.
Ok, here weg go.
Ich sagte, es ist eine gute Zeit, um über Einheit zu reden, weil ich glaube, dass gerade diese Zeit einige Chancen aufwartet.
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