<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Failing Forward &#187; das Leben und so</title>
	<atom:link href="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/category/das-leben-und-so/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward</link>
	<description>Der Blog von Arne</description>
	<lastBuildDate>Mon, 21 Jun 2010 17:50:59 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Was hei&#223;t denn hier &#8220;Beziehung&#8221;?</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/07/12/was-heist-denn-hier-beziehung/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/07/12/was-heist-denn-hier-beziehung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 15:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arne erklärt die Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[beobachtet]]></category>
		<category><![CDATA[das Leben und so]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/07/12/was-heist-denn-hier-beziehung/</guid>
		<description><![CDATA[Im Hintergrund l&#228;uft Element of Crime mit Sven Regeners schwerer Whiskeystimme, den Mexikanerhut-Trompeten und den Altherrentexten zwischen trotzigem Schwermut und verspielt balladesken Liebeshymnen, die es auch nur so beinahe schaffen, nicht peinlich zu sein. Optimale Untermalung f&#252;r das Thema, welches mir f&#252;r heut Abend aufgetragen wurde. In unserem Gemeinde Emergenz-Cluster nehmen wir gerade die ersten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Hintergrund l&#228;uft Element of Crime mit Sven Regeners schwerer Whiskeystimme, den Mexikanerhut-Trompeten und den Altherrentexten zwischen trotzigem Schwermut und verspielt balladesken Liebeshymnen, die es auch nur so beinahe schaffen, nicht peinlich zu sein. Optimale Untermalung f&#252;r das Thema, welches mir f&#252;r heut Abend aufgetragen wurde. In unserem Gemeinde Emergenz-Cluster nehmen wir gerade die ersten vier Kapitel von Tom Wrights &#8220;simply christian&#8221; durch. Er meint dabei 4 Sehns&#252;chte des Menschen in unserer Zeit zu finden, die wie 4 Echoes einer l&#228;ngst verlorenen Stimme sind, die in uns nachhallt. Der Stimme Gottes.</p>
<p>Und eine dieser Echoes ist, nachdem jetzt schon die Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Spiritualit&#228;t durchdekliniert wurden, die Sehnsucht nach Beziehungen. Wright meint dabei zu beobachten, dass in unserre Kultur das Reden &#252;ber Beziehungen und Gemeinschaft sprunghaft angestiegen ist. Gerade das Reden &#252;ber ein Thema, weist ja oft auf ein bestimmtes Defizit einer Kultur in diesem Bereich hin. Hier k&#246;nnte man jetzt bequem die kommunitaristische Liberalismuskritik eines Charles Taylors eintragen, aber um das jetzt aufzurollen, bin ich eindeutig zu faul. Heut abend gibt es schon genug Theoriecocktail (von Taylor &#252;ber Stanley Grenz bis Bonhoeffer).<br />
Aber. Ich bin auf ein Buch, einen Klassiker der Sozialpsychologie gesto&#223;en, den ich schon immer mal quer lesen wollte. N&#228;mlich den Beck-Gernsheim: <a href="http://www.amazon.de/Das-ganz-normale-Chaos-Liebe/dp/351838225X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1247411245&#038;sr=8-1">Das ganz normale Chaos der Liebe</a>. In diesem Buch versucht das Authorenpaar(!) die Liebes- und Paarbeziehungen in modernen, individualisierten Gesellschaften zu untersuchen. Und in dem fulminanten ersten Kapitel wird gleich mal ein glei&#223;endes Licht auf die Liebe und ihre Probleme, Aporien, &#220;berh&#246;hung und Verdrehungen geworfen. Eine der Thesen lautet: mit dem Wegfall der Transzendenz (klassisch gedacht als Gott) folgt eine Erh&#246;hung jener Unmittelbarkeit, die wir als Liebe zu bezeichnen gelernt haben. Mit dieser &#220;berh&#246;hung geht dann aber gleich die Entt&#228;uschung, die Heuschreckenexistenz einher.Ich zitiere:</p>
<p>&#8220;Der ganz allt&#228;gliche Krieg der Geschlechter, laut und leise, innerhalb, vor, nach,neben der Ehe ist vielleicht der eindringlichste Ma&#223;sstab f&#252;r den Hunger nach Liebe, mit dem die Menschen heute &#252;bereinander herfallen: paradise now! ist die Devise der Irdischen, deren Himmel und H&#246;lle entweder nirgendwo oder auf der Erde liegen. &#8230; Die Menschen heiraten um der Liebe willen und lassen sich um der Liebe willen scheiden. Die Partnerschaft wird ausstauschbar praktiziert, nihct um die die Last der Liebe endlich abzustreifen, sondern weil das Gesetz der erf&#252;llten Liebe dies verlangt. Der sp&#228;te Turmbau zu Babel, aus Scheidungsurteilen errichtet, ist ein Denkmal der entt&#228;uschten, &#252;berh&#246;hten Liebe. &#8230; Der irdische Glaube der religionslosen, scheinbar rationalen Gegenwartsmenschen ist das Du, die Suche nach der Liebe im anderen. Oft nicht eingestandenerma&#223;en, da dadurch jeder sich an etwas ausliefert, das den Prinzipien des kalkulierten Lebens wiederspricht. &#8230; Die Sucht nach Liebe ist DER Fundamentalismus der Moderne. Liebe ist religion nach der Religion, der Fundamentalismus nach der &#220;berwindung desselben. Der Gott der Privatheit ist die Liebe. Wir leben im Zeitalter des real existierenden Schlagertextes. Die Romantik hat gesiegt, die Therapeuten kassieren.&#8221;<br />
Starke Worte, auch wenn man den gleichen Zustand sicher auch weniger im Duktus des Abgesangs und einer prophetischen Gerichtsrede und mit mehr Gesp&#252;r f&#252;r die suche nach dem Unbekannten Gott halten k&#246;nnte. Nur die Szenerie ist richtig. Wir sind &#8211; wie jede Generation, die &#8220;unter der Sonne&#8221; (Prediger) und &#8220;auf verfluchten Ackerboden&#8221; (Genesis) lebt &#8211; in Aporien gerate. Und diese Situation der Zweideutigkeit n&#246;tigen uns zuder Frage: &#8220;Wie sollen wir heute lieben? Wie K&#214;NNEN wir heute lieben?&#8221;</p>
<p>Mittlerweile bin ich bei der Band Slut angekommen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/07/12/was-heist-denn-hier-beziehung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Industrie der Betroffenheit und Adorno</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/03/11/die-industrie-der-betroffenheit-und-adorno/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/03/11/die-industrie-der-betroffenheit-und-adorno/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 13:18:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[das Leben und so]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/03/11/die-industrie-der-betroffenheit-und-adorno/</guid>
		<description><![CDATA[Es wird einen schlecht. Denn da l&#228;uft sie wieder an: die reflexhafte Pseudobetroffenheit kitschig-humanistischer Couleur, die nach einem schrecklichen Blutbad wie dem Heutigen von Medienmenschen einge&#252;bt ist. Da werden Angeh&#246;rige von Opfern des Erfurtmassakers vor die Kameras gezerrt und ihnen Talkshow-m&#228;&#223;ige Gest&#228;ndnisse &#252;ber ihre Befindlichkeit an einem Tag wie diesem herau&#223;gepresst. Opfer von Littleton werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird einen schlecht. Denn da l&#228;uft sie wieder an: die reflexhafte Pseudobetroffenheit kitschig-humanistischer Couleur, die nach einem schrecklichen Blutbad wie dem Heutigen von Medienmenschen einge&#252;bt ist. Da werden Angeh&#246;rige von Opfern des Erfurtmassakers vor die Kameras gezerrt und ihnen Talkshow-m&#228;&#223;ige Gest&#228;ndnisse &#252;ber ihre Befindlichkeit an einem Tag wie diesem herau&#223;gepresst. Opfer von Littleton werden befragt daraufhin was diese Trag&#246;die doch alles positives bewirkt hat. Auf ekelhafte Weise wird versucht, dem Schrecken ein menschliches Gesicht zu geben; aus dem Schrecknis wird humanistischer Postkartenkitsch f&#252;r das tragikgeile Publikum. Und dann die hilflosen Reflexe der Ursachenbefragung. Forensische Psychologen erkl&#228;ren uns, was an diesen Freaks da anders ist als bei uns normalen Menschen, n&#228;mlich Einsamkeit, Waffenbesitz und Ballerspiele. Doch vielleicht ist es nicht genug -um die Phrase zu wiederholen- genauer hinzugucken (das meint: noch st&#228;rken Normalisierungsdruck, &#220;berwachung, Bericht von Abweichungen wie schwarze Kleidung); vielleicht m&#252;ssen wir uns die Frage stellen, ob Aggression nicht eine der normalsten Folgen aus einer hocheffizienten, funktional differenzierten und abstrakten Gesellschaft ist. Zumindest dann, wenn man merkt, dass man nicht mehr mitkommt. Ich habe ein interessantes Zitat von Adorno gefunden, indem es zun&#228;chst um Ausschwitz, dann aber auch um die Pathologien unserer Gesellschaft geht:</p>
<p><em>&#8220;<font size="2">Es war die Barbarei, gegen die alle      Erziehung      geht. Man spricht vom drohenden R&#252;ckfall in die Barbarei. Aber er droht      nicht,      Auschwitz war er; Barbarei besteht fort, solange die Bedingungen, die jenen          R&#252;ckfall zeitigten, wesentlich fortdauern. Das ist das ganze Grauen. Der          gesellschaftliche Druck lastet weiter, trotz aller Unsichtbarkeit der Not      heute.      Er treibt die Menschen zu dem Uns&#228;glichen, das in Auschwitz nach      weltgeschichtlichem Ma&#223; kulminierte. Unter den Einsichten von Freud, die          wahrhaft auch in Kultur und Soziologie hineinreichen, scheint mir eine der          tiefsten die, dass die Zivilisation ihrerseits das Antizivilisatorische      hervorbringt und es zunehmend verst&#228;rkt. Seine Schriften &#8220;Das Unbehagen in      der      Kultur&#8221; und &#8220;Massenpsychologie und Ich-Analyse&#8221; verdienten die      allerweiteste Verbreitung gerade im Zusammenhang mit Auschwitz. Wenn im      Zivilisationsprinzip selbst die Barbarei angelegt ist, dann hat es etwas      Desperates, dagegen aufzubegehren.</font></em></p>
<p><em><font size="2">     Die Besinnung darauf, wie die Wiederkehr von Auschwitz zu verhindern sei,      wird      verd&#252;stert davon, dass man dieses Desperaten sich bewusst sein muss, wenn      man      nicht der idealistischen Phrase verfallen will. Trotzdem ist es zu      versuchen,      auch angesichts dessen, dass die Grundstruktur der Gesellschaft und damit      ihre      Angeh&#246;rigen, die es dahin gebracht haben, heute die gleichen sind wie vor      25      Jahren. Millionen schuldloser Menschen &#8211; die Zahlen zu nennen oder gar      dar&#252;ber      zu feilschen, ist bereits menschenunw&#252;rdig &#8211; wurden planvoll ermordet. Das      ist      von keinem Lebendigen als Oberfl&#228;chenph&#228;nomen, als Abirrung vom Lauf der          Geschichte abzutun, die gegen&#252;ber der gro&#223;en Tendenz des Fortschritts, der          Aufkl&#228;rung, der vermeintlich zunehmenden Humanit&#228;t nicht in Betracht k&#228;me.          Dass es sich ereignete, ist selbst Ausdruck einer &#252;beraus m&#228;chtigen      gesellschaftlichen Tendenz.  [...]</font></em></p>
<p><font size="2"><em> Ich nannte Ihnen Freuds These      vom      Unbehagen in der Kultur. Sie ist aber umfassender noch, als er sie verstand;      vor      allem, weil unterdessen der zivilisatorische Druck, den er beobachtet hat,      sich      bis zum Unertr&#228;glichen vervielfachte. Damit haben auch die Tendenzen zur          Explosion, auf die er aufmerksam machte, eine Gewalt angenommen, die er kaum          absehen konnte. Das Unbehagen in der Kultur hat jedoch &#8211; was Freud nicht      verkannte, wenn er dem auch nicht konkret nachging &#8211; seine soziale Seite.      Man      kann von der Klaustrophobie der Menschheit in der verwalteten Welt reden,      einem Gef&#252;hl des Eingesperrtseins in einem durch und durch vergesellschafteten,          netzhaft dicht gesponnenen Zusammenhang. Je dichter das Netz, desto mehr      will      man heraus, w&#228;hrend gerade seine Dichte verwehrt, dass man heraus kann. Das          verst&#228;rkt die Wut gegen die Zivilisation. Gewaltt&#228;tig und irrational wird      gegen sie aufbegehrt</em>.&#8221;</font></p>
<p>Das hie&#223;e: solange wir Gesellschaft leben wie wir sie leben (denn Gesellschaft ist ja nichts anderes als die Summe der Praktiken und Institutionen der Menschen) m&#252;ssen wir uns damit abfinden, dass passieren wird was passiert ist.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2009/03/11/die-industrie-der-betroffenheit-und-adorno/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Tod von Jesus und Sokrates</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/09/14/jesus-und-sokrates/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/09/14/jesus-und-sokrates/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Sep 2008 14:35:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gottkram]]></category>
		<category><![CDATA[das Leben und so]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/09/14/jesus-und-sokrates/</guid>
		<description><![CDATA[Drau&#223;en ist es kalt und ungem&#252;tlich. Den Gedanken eines langen Sommers muss man wohl trotz Klimaerw&#228;rmung aufgeben. Stattdessen sitze ich in meinem Zimmer, h&#246;re the Weakerthans und lese vergn&#252;gt Charles Taylor (&#8220;Die Quellen des Selbst&#8221;). 
In einer vielsagenden, unglaublich inspirierenden Passage schreibt Taylor dar&#252;ber, wie die Reformation dazu beigetragen hat, das gew&#246;hnliche Leben als solches [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Drau&#223;en ist es kalt und ungem&#252;tlich. Den Gedanken eines langen Sommers muss man wohl trotz Klimaerw&#228;rmung aufgeben. Stattdessen sitze ich in meinem Zimmer, h&#246;re the Weakerthans und lese vergn&#252;gt Charles Taylor (&#8220;Die Quellen des Selbst&#8221;). </em></p>
<p>In einer vielsagenden, unglaublich inspirierenden Passage schreibt Taylor dar&#252;ber, wie die Reformation dazu beigetragen hat, das gew&#246;hnliche Leben als solches wertzusch&#228;tzen. Er betrachtet dabei die Lehre von der Aufopferung Christi und den daran ankn&#252;pfenden M&#228;rtyrerkult und stellt fest, warum der christliche M&#228;rtyrer, Jesus selbst vorran, eigentlich eine starke lebensbejahende Komponente enth&#228;lt.</p>
<p>Er vergleicht dabei die Erz&#228;hlung vom (quasi M&#228;rtyrer-)Tod des Sokrates mit der Erz&#228;hlung von der Passion Christi (Charley Taylor, Quellen des Selbst, 1994, S.386-389). Sokrates ist gelassen und humorvoll bei seiner Hinrichtung. Jesus hingegen ist unruhig , erleidet im Garten Gethsemane schwere Qualen und ruft verzweifelt &#8220;mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?&#8221;. Sokrates bittet kurz vor seiner Hinrichtung seinen Freund Kriton, dass er Asklepios den schuldigen Hahn opfert. Asklepios war der Gott der Heilkunst, den man nachdem sein Zustand sich verbessert, ein Tier opferte. Sokrates deutet also durch diese Bitte an, dass nach dem Tod sein Zustand besser wird. Er war der Meinung durch seinen Tod verlor er nichts Wesentliches, sondern gewinnt nur dazu. Letzlich verachtet er das Leben in seiner jetzigen Form. Er steht &#252;ber den Dingen, dem Leben distanziert gegen&#252;ber.</p>
<p><span id="more-220"></span></p>
<p>Jesus hingegen verr&#228;t gerade durch seinen Widerwillen ans Kreuz zu gehen, eine tiefe Liebe zum Leben. Er bejaht das Leben und sieht es nicht als minderwertig an. Aufopferung ist keine Tugend an sich, sondern eine Folge davon, dass diese Welt aus den Fugen geraten ist und Leute ben&#246;tigt, die das gute Leben, was ihnen zur Verf&#252;gung steht, einsetzen und m&#246;glicherweise verlieren um noch mehr Gutes f&#252;r noch mehr Menschen in der Welt zu bewirken. Der Stoiker sah in der Aufopferung einen Selbstzweck: die g&#246;ttliche Vorsehung f&#252;hrte ihn an Punkte, an denen er manchmal das Leben, welches an sich kein Gut darstellte, f&#252;r ein hohes Gut aufgab. Deshalb w&#228;hlten Stoiker, wenn sie ihre Ehre und Autonimie gef&#228;hrdet sahen oft den Weg in den Selbstmord.</p>
<p>Weil im Christentum dagegen das Leben an sich wertvoll ist und nur aufgrund von &#228;u&#223;eren Umst&#228;nden dazu f&#252;hren kann, an sich Gute Dinge aufzuopfern, war der christliche M&#228;rtyrer immer geleitet von einer eschatologischen Schau der Dinge. Eines Tages, so die Auffasssung, w&#252;rde der M&#228;rtyrer Ausgleich erfahren. Er w&#252;rde Anteil haben an der Auferstehung der Toten; er ersehnte keinen jenseitigen, k&#246;rperlosen Gl&#252;ckszustand, sondern eine Art Reinkarnation: wenn Jesus wiederkommt, w&#252;rde er einen neuen Leib bekommen und so an diesem Leben und all dem Guten wieder Anteil bekommen.</p>
<p><em>Diese &#220;berlegungen ver&#228;ndern f&#252;r mich einiges. Zum einen kriegt Jesus, wie er in den Evangelien dargestellt ist, mal wieder einen Sympathiebonus, zum anderen ver&#228;ndert es meine Sicht vom Leben und erh&#246;ht meine Bereitschaft, Opfer zu bringen. Das Leben ist lebenswert und zu bejahen und dies alles wird von dem Gedanken der Aufopferung nicht in Frage gestellt sondern unterstrichen. </em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/09/14/jesus-und-sokrates/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gastfreundschaft</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/07/28/gastfreundschaft/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/07/28/gastfreundschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 13:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[das Leben und so]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/07/28/gastfreundschaft/</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem ich am Sonntag eine Art Predigt &#252;ber Gastfreundschaft in unserer emergenten Untergruppe der Vineyard Heidelberg, die auf den Namen Eos h&#246;rt, gehalten habe, wurde ich gebeten, dar&#252;ber etwas auf den Eos Blog zu schreiben. Als Freund von Synergieeffekten poste ich den Bericht zun&#228;chst hier und schicke ihn dann auf den Eos Blog.
Also f&#252;r mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich am Sonntag eine Art Predigt &#252;ber Gastfreundschaft in unserer emergenten Untergruppe der <a href="http://www.vineyard-heidelberg.de/">Vineyard Heidelberg</a>, die auf den Namen Eos h&#246;rt, gehalten habe, wurde ich gebeten, dar&#252;ber etwas auf den Eos Blog zu schreiben. Als Freund von Synergieeffekten poste ich den Bericht zun&#228;chst hier und schicke ihn dann auf den <a href="http://vineyardkontakt.wordpress.com/">Eos Blog</a>.</p>
<p>Also f&#252;r mich ist Gastfreundschaft ein zentrales Konzept des christlichen Glaubens; man kann weite Teile des christlichen Glaubens mit dieser Tugend erkl&#228;ren, je nachdem wie man sie definiert.</p>
<p>F&#252;r mich bildeten zwei Texte die Leitmarkierung um zu verstehen, was Gastfreundschaft ist. Zum einen: Jesus Weinwunder bei der Hochzeit von Kanaa und zum anderen die Geschichte um Maria und Martha.</p>
<p>Ausgehend von diesen definierte ich Gastfreundschaft als eine Haltung, die Raum f&#252;r den anderen er&#246;ffnet und gestaltet in einer Weise, dass</p>
<p>a) man sich am Wohlergehen des Anderen erfreut</p>
<p>b) man selbst nicht v&#246;llig in der Rolle des Gastgebers aufgeht und sich nicht v&#246;llig aufopfert</p>
<p>c) durch den Anderen bereichert wird.</p>
<p>Also geht es nicht nur darum, zu bewirten, sondern im Optimalfall soll man aus der Rolle des Gastgebers in die Rolle des Freundes kommen. Ich liebe es, Leute bei mir zu haben und versuche auch mich gut um ihr Wohl zu k&#252;mmern, wenn sie mich besuchen. Aber ich finde es nicht notwendig, die Leute &#8220;zu bet&#252;ddeln&#8221;. Also st&#228;ndig penetrant danach zu fragen, ob alles ok ist, st&#228;nig rumzuspringen und nicht mehr Zeit f&#252;r die G&#228;ste zu haben. Denn dann f&#252;hlt man sich als Gast auch nicht mehr wohl, sondern man f&#252;hlt sich reduziert auf die Rolle eines &#8220;Bed&#252;rfnisse-habers&#8221;. Stattdessen f&#252;hlt man sich wohl, wenn man in der Rolle des Freundes gesehen wird, dessen Anwesenheit eine Bereicherung ist.</p>
<p><span id="more-216"></span></p>
<p>Aber Gastfreundschaft hat auch eine &#8220;innere&#8221; Dimension. Ich glaube diese &#8220;&#228;u&#223;ere Gastfreundschaft&#8221; zeigt nur, wieviel Raum man immer schon f&#252;r den Anderen in sich macht. Es gilt auch in sich einen Raum zu machen f&#252;r den Anderen. Manchmal ist man innerlich so voll mit seinen Gedanken, Problemen und Vorstellungen, dass der Andere nur als Randerscheinung auftaucht. Soll der Andere einen Resonanzraum finden, muss man sich von seinen eigenen Gedanken l&#246;sen. Das Ergebnis davon ist die F&#228;higkeit zum Zuh&#246;ren und die F&#228;higkeit f&#252;r Empathie.</p>
<p>Wenn ich davon rede, dass wir &#8220;den Anderen&#8221; Raum in uns geben, meine ich damit nicht nur unsere Mitmenschen, sondern auch &#8220;den ganz Anderen den wir Gott nennen&#8221;. Wir k&#246;nnen auch Gott beherbergen. Und das geht deshalb, weil er uns beherbergen will. Wir kriegen in der Erl&#246;sung, so die &#246;stlich Orthodoxe Theologie, Anteil am g&#246;ttlichen Leben. Wir werden Teil des Tanzes, der Trinit&#228;t hei&#223;t.  So k&#246;nnen wir Gott beherbergen, weil er Raum in sich f&#252;r uns schafft.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/07/28/gastfreundschaft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Insaint Collective</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/04/08/insaint-collective/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/04/08/insaint-collective/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 22:56:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emerging Church]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde und Bekannte]]></category>
		<category><![CDATA[das Leben und so]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/04/08/insaint-collective/</guid>
		<description><![CDATA[Die neue Bohème nennt man das auch ganz gerne mal: die aufkommende Generation von ungebundenen, rastlosen, kreativen, exzentrischen Menschen, deren Leben aus dem Stadium des &#8220;Umbruchs&#8221; nicht so recht rauskommen will, die auf dem Weg sind und nie so recht ankommen wollen.
Naja auch wenn ich wenn schon weniger die digitale Bohème sondern eher das digitale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Bohème nennt man das auch ganz gerne mal: die aufkommende Generation von ungebundenen, rastlosen, kreativen, exzentrischen Menschen, deren Leben aus dem Stadium des &#8220;Umbruchs&#8221; nicht so recht rauskommen will, die auf dem Weg sind und nie so recht ankommen wollen.</p>
<p>Naja auch wenn ich wenn schon weniger die digitale Bohème sondern eher das digitale Proletariat sein wollte, so bin ich seit diesem Wochenende wohl offiziell Teil davon; oder so &#228;hnlich&#8230;.</p>
<p><img style="width: 263px; height: 195px" id="image206" alt="dscn1662.JPG" src="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/wp-content/uploads/2008/04/dscn1662.JPG" /></p>
<p><span id="more-207"></span><a target="_blank" href="http://pickaboo.typepad.com/">Tobi</a> lud mich ein zum gemeinsamen Wochenende des so genannten <a href="http://www.insaint-productions.de/GO_INSAINT.html">Insaint Collectives</a>. Eigentlich ein Freundeskreis, der daraus entstanden ist, dass Leute zusammen eine Freizeit f&#252;r Jugendliche in Norddeutschland geleitet haben und merkten, dass sie sich so gut verstanden, dass sie &#246;fters was unternehmen wollten. Es traf sich, dass alle dieser Leute auf die ein oder andere Art und Weise kreativ war und so der Wunsch entstand, vielleicht im gr&#246;&#223;eren Kreis etwas zu machen.</p>
<p>Und so ward die Idee f&#252;r dieses WE geboren.</p>
<p>Die meisten Teilnehmer gingen auf die Ende 20 zu; aber das war f&#252;r mich in keiner Weise unangenehm. Es  gab wenig Programm, daf&#252;r ausgedehnte Mahlzeiten. In der Vorab-Email stand:</p>
<p>&#8220;Um einer sinnesfeindlichen Tradition, die auf geheimnisvolle Weise eng mit Fr&#252;chtetee und Brot aus Plastikt&#252;ten verbunden ist, eine Absage zu erteilen, haben wir ein bohemiènhaftes Konzept des gepflegten Tischgespr&#228;chs als Zentrum und Zeremoniell der Gemeinschaft angedacht. Ausgehend von den gemeinsamen Mahlzeiten soll sich eine Atmosph&#228;re des Kennenlernens, des Diskutieren und Ausprobierens entfalten k&#246;nnen. &#8221;</p>
<p>Und so war es auch. Viel gemeinsames Kochen und Essen und Sp&#252;len. Viel reden, Leute kennenlernen, ausprobieren. Und all das in der hessischen Pampa, im wunderbaren <a href="http://www.anorak21.de/home.html">Anorak21</a>.<br />
Es waren interessante Leute dabei: viele Kultur-irgendwas-Studenten (oder Ex Studenten)<a href="http://www.7sterne.de/">, Autoren/Verleger</a> , ein <a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&#038;friendid=191633678">Songwriter</a> mit Original Chris Martin Stimme, jemand malte extra f&#252;r das WE ein wandgro&#223;es Bild, ein Illustrator der viele Karrikaturen zeichnete, viele Leute, die gern mit Worten umgehen und &#252;berhaupt viele durchgedrehte oder auch herrlich normale Menschen. Letztlich war es sehr sch&#246;n am Samstag abend mit Leuten zu reden, die die gleichen Fragen haben, die gleichen Sehns&#252;chte, die gleichen Ideen &#252;ber Kirche, Kreativit&#228;t und Kommunit&#228;t. Alles sehr toll. Am Samstag gabs dann auch noch offene B&#252;hne; war nett, was da alles zusammenkam nach nur einem Tag.</p>
<p>Ich hoffe, dass sich das ganze wiederholt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/04/08/insaint-collective/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Moralismus</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/03/15/moralismus/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/03/15/moralismus/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Mar 2008 10:14:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arne erklärt die Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Gottkram]]></category>
		<category><![CDATA[das Richtige tun]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/03/15/moralismus/</guid>
		<description><![CDATA[Die Grundstruktur des Moralismus&#8217; ist Neid.
Vor einiger Zeit bekam ich mit, wie in einer Gemeinde &#252;ber jemanden getuschelt wurde. Er hat sich ein neues, teures Auto gekauft und die Leute &#8220;machten sich Sorgen&#8221;. (kennt ihr den Spruch: &#8220;L&#228;stert ihr oder sammelt ihr Gebetsanliegen?&#8221;). Wie kann man als Christ unn&#246;tig Geld ausgeben und sich ein tolles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grundstruktur des Moralismus&#8217; ist Neid.</p>
<p>Vor einiger Zeit bekam ich mit, wie in einer Gemeinde &#252;ber jemanden getuschelt wurde. Er hat sich ein neues, teures Auto gekauft und die Leute &#8220;machten sich Sorgen&#8221;. (kennt ihr den Spruch: &#8220;L&#228;stert ihr oder sammelt ihr Gebetsanliegen?&#8221;). Wie kann man als Christ unn&#246;tig Geld ausgeben und sich ein tolles Auto g&#246;nnen? Interessant ist jedoch, das ein Jahr sp&#228;ter einer der Besorgten selbst ein solches Auto hatte.</p>
<p>Es liegt an einem grundprotestantischen Sentiment:</p>
<p><span id="more-205"></span></p>
<p>F&#252;hlt ein strenger Protestant Freude, so f&#252;hlt er damit verbunden immer auch Schuld oder schlechtes Gewissen. Und was tut man dann mit dem Gegenstand, der Freude hervorruft? Man opfert ihn. Nicht umsonst ist die Geschcihte mit Abrahams vermeintlicher Opferung von Isaak die Lieblingsgeschichte s&#228;mtlicher Protest-Tanten.  In diesem Opfern wirkt nat&#252;rlich auch Kants Gegen&#252;berstellung von Pflicht und Neigung nach, wonach die wahre heilige Pflicht immer frei ist von Neigung, von sich-gut-f&#252;hlen.<br />
Auf das Opfern folgt nat&#252;rlich der Stolz. Die Pseudo-Selbstbeherrschung. Denn wir wissen alle: man kann Sehns&#252;chte in den Keller sperren aber sie machen sich immer noch bemerkbar. Denn es bleibt eine Restsehnsucht.</p>
<p>Sp&#228;testens wenn man jemanden sieht, der sich die W&#252;nsche erf&#252;llt, die man sich versagt, f&#228;ngt man an zu schielen. Mit zusammengekniffenen Augen guckt man &#252;ber den Gartenzaun in die Garageneinfahrt des Nachbarn und da Neid nicht akzeptabel ist, verwandelt man es in Kopfsch&#252;tteln. Deshalb ist nat&#252;rlich auch in konservativer Moral Sex so ein Thema. Wenn man sich selbst entschlossen hat, bestimmte Regeln zu befolgen- nein, eigentlich nur, wenn man sich gar nicht selbst entschlossen hat, sondern diese aufgrund von Gruppendynamiken annimmt- dann kann man nat&#252;rlich &#252;berhaupt nicht gebrauchen zu sehen, wie andere diese nicht befolgen. Das ist dann der Dolchsto&#223;: der k&#228;mpfenden Truppe wird von der Heimantfront ausgehend- also von jenen Leuten, die man in seiner Gruppe w&#228;hnte- in den R&#252;cken gefallen.</p>
<p>Neid ist also die Grundstruktur des Moralismus. Und es ist klar: Moralismus ver&#228;ndert Menschen nicht, es ist Sehnsuchtmanagement: man will Sehns&#252;chte wegrationalisieren, aber die sind leider gut organisiert in der Gewerkschaft und so klagen sie sich wieder ein. Es bindet viele Energien, da man damit besch&#228;ftigt ist, zu verdr&#228;ngen. Da leiden dann oft zwischenmenschliche Qualit&#228;ten drunter. Und vor allem: es beruht auf der falschen Annahme, dass Freude immer schuldhaft ist. Und hier bin ich auch wieder froh um <a href="http://www.desiringgod.org/">John Piper</a> (auch wenn man ihn teilweise wieder kritisieren muss), da er  den  rigiden  Protestantismus torpediert. (bleibt nur zu fragen, ob er ihn nicht damit auf Dauer ganz zerst&#246;rt).<br />
Achja: wenn man &#252;ber Moralismus redet m&#252;sste man theoretisch &#252;ber das entgegengesetze &#8220;&#220;bel&#8221; &#252;ber Hedonismus -oder, wie der hippe Gesellschaftskritiker heutzutage sagt, Konsumerismus- reden. Aber daf&#252;r sind vielleicht andere geigneter.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/03/15/moralismus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>W&#252;rde ich das posten, w&#252;rde ich als Emo gelten.</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/02/27/wurde-ich-das-posten-wurde-ich-als-emo-gelten/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/02/27/wurde-ich-das-posten-wurde-ich-als-emo-gelten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 15:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arne erklärt die Welt]]></category>
		<category><![CDATA[das Leben und so]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/02/27/wurde-ich-das-posten-wurde-ich-als-emo-gelten/</guid>
		<description><![CDATA[Vor Weihnachten ging ich mal allein spazieren und da war noch jemand. Das wei&#223; ich deshalb so genau, weil er ein neues Wort in meinen Wortschatz einf&#252;hrte:
W&#252;rde.
Er sagte: „Arne, an deinem Ergehen kannst du (gerade) nichts &#228;ndern. Aber du kannst deine W&#252;rde bewahren.“.
Und da ich zurzeit f&#252;r eine Hausarbeit Sallusts Thesen &#252;ber virtus, fortuna und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor Weihnachten ging ich mal allein spazieren und da war noch jemand. Das wei&#223; ich deshalb so genau, weil er ein neues Wort in meinen Wortschatz einf&#252;hrte:</p>
<p class="MsoNoSpacing">W&#252;rde.</p>
<p class="MsoNoSpacing">Er sagte: „Arne, an deinem Ergehen kannst du (gerade) nichts &#228;ndern. Aber du kannst deine W&#252;rde bewahren.“.</p>
<p class="MsoNoSpacing"><img width="261" height="177" align="left" title="447560041_6195463455.jpg" id="image202" alt="447560041_6195463455.jpg" src="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/wp-content/uploads/2008/02/447560041_6195463455.jpg" />Und da ich zurzeit f&#252;r eine Hausarbeit Sallusts Thesen &#252;ber virtus, fortuna und dignitas lese, kram ich das alles mal wieder hervor:</p>
<p class="MsoNoSpacing">W&#252;rde ist nicht, wie ich dachte, eine dumme m&#228;nnliche Sache wie Ehre und Fu&#223;ball; sie ist weder Verklemmtheit, noch aristokratisches Gehabe.</p>
<p class="MsoNoSpacing">Nein, W&#252;rde ist das Wachsen &#252;ber die Umst&#228;nde, &#252;ber die Kontingenz, &#252;ber die Zuf&#228;lligkeiten des Lebens.</p>
<p class="MsoNoSpacing">Fortuna ist eine launische, hinterh&#228;ltige Bitch.</p>
<p class="MsoNoSpacing"><span id="more-203"></span></p>
<p class="MsoNoSpacing">
<p class="MsoNoSpacing">Man sollte nicht auf sie warten und ist sie da, sollte man sich nicht gleich um ihren Hals fallen. Denn wann man sich von ihr umschlingen, umklammern l&#228;sst, h&#228;lt sie das Messer schon in der Hand, mit der sie dich in den R&#252;cken sticht.</p>
<p class="MsoNoSpacing">W&#252;rde ist: alles kann, nichts muss. Gestern Brotrinde, morgen Kaviar, &#252;bermorgen Pellkartoffeln mit Quark. Und du merkst den Unterschied nicht (meint <a href="http://www.24-7prayer.com/cm/resources/28">Pete Greig</a>).</p>
<p class="MsoNoSpacing">In Latein hei&#223;t Gl&#252;ck: Res Secundae, oder kurz: Nebens&#228;chlichkeit.</p>
<p class="MsoNoSpacing">Es ist wie mit Wellen: sie kommen und gehen; es kommt darauf an, wie du dich zu ihnen verh&#228;ltst: du kannst untergehen oder surfen.</p>
<p class="MsoNoSpacing">Eine Art, auf der Kontingenz zu surfen ist nat&#252;rlich Humor. Das ist vielleicht sogar die Basisdefinition von Humor, wenn man sich Max Goldts Unterscheidung zwischen Komik und Humor anschlie&#223;t, nach der Humor das ist, was man hat, wenn man alleine ist. Humor ist das edle Verwandeln von Absurdit&#228;t in Freude.</p>
<p class="MsoNoSpacing">Die zweite Form auf der Kontingenz zu surfen ist das Handeln. Das ist, was R&#246;mer und Griechen voneinander unterschied: die Betonung auf dem aktiven Leben, auf der Bet&#228;tigung.</p>
<p class="MsoNoSpacing">Denn mein Gespr&#228;ch ging weiter; ER sagte: „W&#252;rde findest du nur darin, wenn du gibst, was dir fehlt.“</p>
<p class="MsoNoSpacing">Es geht sozusagen darum, nicht auf Fortuna zu warten, sondern Fortuna zu werden.  Nicht unbedingt wie in den Aktion Mensch Werbespots, in denen ganz normale Menschen besucht werden und ihnen ein Koffer Geld in die Hand gedr&#252;ckt wird.</p>
<p class="MsoNoSpacing">Es ist mehr wie das Gegenteil von Weltschmerz: Weltschmerz leidet unter Mangel, unter Strukturen usw. Der w&#252;rdevolle Mensch auch. Nur er schwingt sich auf, &#252;berwindet sich und versucht L&#252;cken zu schlie&#223;en, die er besonders schmerzlich wahrnimmt. Und das ist dann nat&#252;rlich gleichzeitig das, was man Liebe nennt: das gebende Orientiertsein auf andere.</p>
<p class="MsoNoSpacing">Und vielleicht ist das auch die einzige Definition von M&#228;nnlichkeit, mit der ich Leben kann: Die Gravitation, die aus der Unabh&#228;ngigkeit von Umst&#228;nden erw&#228;chst und die bereit ist, zu geben, was ihr fehlt.</p>
<p class="MsoNoSpacing">
<p class="MsoNoSpacing">Schei&#223;e, war das wieder ne Hirnwichse….</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2008/02/27/wurde-ich-das-posten-wurde-ich-als-emo-gelten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>actually about skills AND balls</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/12/24/actually-about-skills-and-balls/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/12/24/actually-about-skills-and-balls/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Dec 2007 10:40:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Charakterskizzen]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde und Bekannte]]></category>
		<category><![CDATA[belanglos wie die Neon]]></category>
		<category><![CDATA[das Leben und so]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/12/24/actually-about-skills-and-balls/</guid>
		<description><![CDATA[Manchen Leuten darf man nicht sagen: &#8220;Hast du nicht drauf!&#8221;, denn dann werden sie es auf jedenfall machen. Noch vor dem Hardcorekonzert am Samstag, kriegten zwei meiner alten Karlsruher Kumpels wieder eine dieser &#8220;Hast-du-nicht-drauf-Ideen&#8221;.
Martin ist Chemiker und Bj&#246;rn ist Informatikirgendwas. Beide sind Nerds und wenn sie zusammenkommen, passiert in der Regel was ungew&#246;hnliches. Ich wei&#223; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchen Leuten darf man nicht sagen: &#8220;Hast du nicht drauf!&#8221;, denn dann werden sie es auf jedenfall machen. Noch vor dem Hardcorekonzert am Samstag, kriegten zwei meiner alten Karlsruher Kumpels wieder eine dieser &#8220;Hast-du-nicht-drauf-Ideen&#8221;.</p>
<p>Martin ist Chemiker und Bj&#246;rn ist Informatikirgendwas. Beide sind Nerds und wenn sie zusammenkommen, passiert in der Regel was ungew&#246;hnliches. Ich wei&#223; noch, vor einigen Jahren, als wir aus Hasendraht und einen Stock einen tragbahren Grill gebaut haben und damit 10 km marschiert sind (man muss wissen: meistens hat das ungew&#246;hnliche mit Grillen zu tun). Also sagten wir uns am Samstag: heute wieder grillen. Und es hat nicht viel Verr&#252;cktheit gefehlt, dass wir an den Rhein gefahren w&#228;ren.</p>
<p><span id="more-185"></span> <img width="227" height="169" align="left" alt="pict1701.JPG" id="image179" title="pict1701.JPG" src="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/wp-content/uploads/2007/12/pict1701.JPG" /></p>
<p>So trafen wir uns aber doch auf Martins Terasse, nachdem wir in der K&#252;che das Fleisch in unsere eigene Marinade eingelegt haben. Die Leute hamm eben Skills.</p>
<p>Es war arschkalt und Grillanz&#252;nder war auch alle.<br />
Aber zum Gl&#252;ck gibt es ja L&#246;tbrenner&#8230;</p>
<p><img align="left" style="width: 225px; height: 167px" title="pict1714.JPG" id="image180" alt="pict1714.JPG" src="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/wp-content/uploads/2007/12/pict1714.JPG" /></p>
<p><img width="222" height="166" alt="pict1735.JPG" id="image182" src="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/wp-content/uploads/2007/12/pict1735.JPG" /></p>
<p><img width="266" height="199" align="left" title="pict1756.JPG" id="image184" alt="pict1756.JPG" src="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/wp-content/uploads/2007/12/pict1756.JPG" />Es ist interessant, wenn man dr&#252;ber nachdenkt, dass egal was man macht, es wird immer einen Menschen auf der Erde (wahrscheinlich allein schon in Europa) geben, der das auch macht. Gebohren werden, sterben, beten, einen Orgasmus haben, heulen, sich die Z&#228;hne putzen, Zahnseide benutzen, ungl&#252;cklich beim Snowboarden st&#252;rzen und sich den Arm ausrenken, Fallschirn springen, Gisbert zu Knyphausen h&#246;ren, bloggen etc. Aber an diesem Sonntag den 23.12. um 1:30 Uhr waren wir -da bin ich mir fast sicher- weltweit die eizigen, die bei eises K&#228;lte eine Schwarzw&#228;lder Kirschtorte gegrillt haben (die sind bei Edeka gerad im Angebot). Man wickelt die in Alufolie ein, l&#228;sst aber oben offen, tut sie auf den Grill und sobald die Kirsche eingesunken ist, ist sie fertig.</p>
<p><img width="167" height="221" align="left" alt="pict1742.JPG" id="image183" title="pict1742.JPG" src="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/wp-content/uploads/2007/12/pict1742.JPG" />Um zu beweisen, dass es gar nicht so kalt ist, mussten wir nat&#252;rlich noch Fottos in<br />
T-Shirts machen. Die Bilder, wo man uns Federball spielen sieht erspar ich euch.</p>
<p>Der Punkt ist klar: wir hamm nicht nur skills, sondern eben auch balls. Wenn auch nur Federballs.</p>
<p>Man beachte &#252;brigens Martins selbstgemachtes &#8216;rosa&#8217; T-Shirt.</p>
<p><img width="266" height="199" id="image181" alt="pict1723.JPG" src="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/wp-content/uploads/2007/12/pict1723.JPG" /></p>
<p>Mit dieser Story, die ich absichtlich NICHT Winterm&#228;rchen nenne, w&#252;rd ich doch glatt mal meinen Bloglesern ein nettes, gesegnetes Weihnachtsfest w&#252;nschen. Und da w&#252;rd ich doch spontan gleich noch Tomte zitieren wollen:</p>
<p>&#8220;Sich gehen lassen in Liebe und Angst. Das was man hat verschenken. Vom Versuch, das mit W&#252;rde zu schaffen:&#8221;</p>
<p>Failing. Forward.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/12/24/actually-about-skills-and-balls/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>not about skills but about balls&#8230;</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/12/23/not-about-skills-but-about-balls/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/12/23/not-about-skills-but-about-balls/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Dec 2007 17:11:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freunde und Bekannte]]></category>
		<category><![CDATA[Szenekram]]></category>
		<category><![CDATA[das Leben und so]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/12/23/not-about-skills-but-about-balls/</guid>
		<description><![CDATA[Der Samstag war nun ganz anderen Strickmusters.
Hardcore. Der Sound meiner Jugend (h&#246;h&#246;). Ich muss echt sagen: da geht in Karlsruhe relativ viel. (komischerweise in Heidelberg gar nichts) Der Grund: ein paar Leute, die Verantwortung &#252;bernehmen und das Ding ins Rollen bringen. Namentlich: die Leute von Mount Caldera. Find ich interessant: eine Hand voll Leute &#252;bernehmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Samstag war nun ganz anderen Strickmusters.</p>
<p>Hardcore. Der Sound meiner Jugend (h&#246;h&#246;). Ich muss echt sagen: da geht in Karlsruhe relativ viel. (komischerweise in Heidelberg gar nichts) Der Grund: ein paar Leute, die Verantwortung &#252;bernehmen und das Ding ins Rollen bringen. Namentlich: die Leute von <a href="http://www.myspace.com/mountcaldera">Mount Caldera</a>. Find ich interessant: eine Hand voll Leute &#252;bernehmen den Stre&#223; und das Risiko, Konzerte zu organisieren und deshalb grupiert sich um die herum Szene. Sie er&#246;ffnen einen Ort, wo Vernetzung stattfindet und Leute sich auch mal au&#223;erhalb von Myspace sehen. Nur am Rande: erstaunlich finde ich, dass mittlerweile der Frauenanteil in dieser Szene doch recht hoch ist. 40% w&#252;rde ich sch&#228;tzen. Und davon waren wei&#223; Gott nicht alle von ihrem Freund mitgeschleppt.<br />
Jedenfalls war gestern ein Festival.</p>
<p><span id="more-178"></span></p>
<p>Und ne Band, die wirklich viel getourt sind durch Deutschland und viel bewegt haben, hat ihr &#8220;Farewell&#8221; gefeiert. N&#228;mlich Opposition of One. Kann mich noch erinnern, als die erste EP rauskam, die mit dem C.S. Lewis Kopf vorne drauf. Seitdem hab ich sie bestimmt schon 5 Mal oder &#246;fter gesehen. Auch wenn ich zur Zeit nicht mehr so oft meine Hardcore CD&#8217;s rauskrame, packts mich aufm guten Konzert immernoch. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moshpit#Circle_Pit">Circle Pit</a>, die B&#252;hne st&#252;rmen, Sing-alongs. Sich austoben und danach heiser sein. So muss dat.</p>
<p>Hier n Song, der wohl an fr&#252;he Zao (The Splinter shards the birth of seperation) ankn&#252;pfen soll:</p>
<p><a href="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/12/23/not-about-skills-but-about-balls/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Richtig gepackt hat mich auch <a href="http://www.myspace.com/deadhearts">Dead Hearts</a>. Ganz vorne mit dabei w&#252;rd ich sagen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/12/23/not-about-skills-but-about-balls/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8230;actually about hope</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/12/23/actually-about-hope/</link>
		<comments>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/12/23/actually-about-hope/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Dec 2007 13:57:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Szenekram]]></category>
		<category><![CDATA[Youtube etc.]]></category>
		<category><![CDATA[das Leben und so]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/12/23/actually-about-hope/</guid>
		<description><![CDATA[Es ist nicht so h&#228;ufig, dass die Tage so gedr&#228;ngt sind von Ereignissen, wie die ersten zwei Tage meiner Weihnachtsferien. Nach einem stre&#223;igen Arbeitstag, der mit Inventur bei meiner Arbeitstelle um 9 Uhr begann und mit einem Tutorium (vor den Weihnachtsferien!) um 19 Uhr endete, fuhr ich am Freitag nach Karlsruhe. Dort ohne Umschweife zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nicht so h&#228;ufig, dass die Tage so gedr&#228;ngt sind von Ereignissen, wie die ersten zwei Tage meiner Weihnachtsferien. Nach einem stre&#223;igen Arbeitstag, der mit Inventur bei meiner Arbeitstelle um 9 Uhr begann und mit einem Tutorium (vor den Weihnachtsferien!) um 19 Uhr endete, fuhr ich am Freitag nach Karlsruhe. Dort ohne Umschweife zur Lutherkirche um zum <a href="http://nuncafe.de/2007/12/07/2112-stille-kracht-weihnachtskonzert/">&#8220;Stille Kracht&#8221; Konzert</a> zu gehen, das von den Kubik Leuten organisiert wurde. <a href="http://www.myspace.com/olafurarnalds">Olafur Arnalds</a>, ein isl&#228;ndischer Hardcoredrummer, hat ein Sideprojekt, mit dem er die Kammermusik der Romantik wieder aufleben lassen will. Fragil und sch&#246;n wie die Raureifschicht, die hierzulande die B&#228;ume &#252;berzieht. Dazu kreierte das Zoon VJ Team eine wundersch&#246;ne visuelle Begleitung aus Loops, Schattenspielen und Projektionen, die sich im ganzen Raum bewegten. Apropos Raum: das Konzert fand in der Lutherkirche statt und das hat sehr gepasst. Es gab nichts besseres, als aus einem stre&#223;igen Tag kommend dort in der ruhigen Athmosp&#228;hre dieser Kirche, die unerwartet voll war, anzukommen und bei einem Weihnachtstee der Musik zu lauschen.</p>
<p>Mag die Musik manchmal wie Abspannmusik geklungen haben oder wie Musik bei der man bei einem Glas Rotwein alte Fotos verbrennt (mach ich zugegeben nicht so oft. Heutzutage hat ja niemand mehr Fotos &#8216;in echt&#8217;), so hatte sie doch immer wieder Ausbr&#252;che, in der sie sich aufb&#228;umt. Olafur Arnalds, der genauso zerbrechlich wie seine Musik wirkt (er ist erst 20), meinte, seine Musik mag traurig und deprimiert klingen, aber es ginge &#8216;eigentlich um Hoffnung&#8217;, darum, Sch&#246;nheit in allen Dingen zu sehen.</p>
<p>Hier mein Lieblingslied:</p>
<p><a href="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/12/23/actually-about-hope/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Nach dem Konzert unterhielt ich mich noch mit alten Freunden, die ich lang nicht mehr gesehen hab, zuerst im NUN, sp&#228;ter im Auto, bis 3 Uhr und war schlie&#223;lich ganz durchgefroren. Aber das passt ja zum Winter und allem.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/12/23/actually-about-hope/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
