Moralismus
Die Grundstruktur des Moralismus’ ist Neid.
Vor einiger Zeit bekam ich mit, wie in einer Gemeinde über jemanden getuschelt wurde. Er hat sich ein neues, teures Auto gekauft und die Leute “machten sich Sorgen”. (kennt ihr den Spruch: “Lästert ihr oder sammelt ihr Gebetsanliegen?”). Wie kann man als Christ unnötig Geld ausgeben und sich ein tolles Auto gönnen? Interessant ist jedoch, das ein Jahr später einer der Besorgten selbst ein solches Auto hatte.
Es liegt an einem grundprotestantischen Sentiment:
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das Richtige tun III- der Kern und nicht die Grenzen
Ok, da ich ja grad eh nur rumgammle, kann ich genausogut meine unbedeutenden Gedanken zu diesem langweiligen Thema weiterführen, dass ich ja nunmal angefangen habe und deshalb auch zu Ende führen will.
Also ok. Es geht um Moral. Naja Moral ist irgendwie das falsche Wort. Niemand interessiert sich für Moral. Es geht darum, das Rrichtige zu tun. Viele machen sich in dieser Welt so ihre Gedanken, wie sie das Richtige tun können. Wie sie Teil der Lösung sein können und nicht mehr Teil das Problems (irre ich mich, oder ist dieser Satz gerade auf dem besten Weg, ein Klischee zu werden?). Ob es nun Straight Edger sind, Streetworker, Konzernbosse und sogar Christen. Alle haben ihre Vorstellungen darüber, wie man in dieser Welt richtig handeln kann.
Jesus selbst viel ja deshalb in seiner Zeit auf, weil er die Grenzen der damaligen Moral nicht so recht akzeptierte.
Da war zum einen dieser Dauerstreit wegen dem Sabbat. Jesus heilte am Sabbat, er ließ seine Jünger sogar Ähren raufen (etwas, das als Arbeit verschrien war) am Sabbat. Es ist ja bis heute bei Orthodoxen so, dass sie sogar Zeitschaltuhren in ihrem Haus einsetzen, weil Kaffee kochen schon Arbeit wäre.
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das Richtige tun II- Moralpakete
Es ist auch schwierig in dieser Welt. Uns stehen so viel Informationen offen. Was wir alles wissen könnten, wenn wir die Augen öffneten. Nur wir würden verhungern, wenn wir uns um jedes Problem kümmerten, weil wir niemals fertig würden uns so sorgen. Also öffnet jeder ein bisschen die Augen.Und als Orientierungshilfen entstehen Gemeinschaften mit einem ähnlichen Fokus auf verschiedene Probleme.
Sie verkaufen Moralpakete.
Das kann ganz old school, eine faktische Gemeinschaft, wie eine Denomination, sein, die tatsächlich einen Katalog aufstellt, wie sie zu bestimmten Themen steht.
Ein Beispiel: die Assemblies of God in Amerika, die einen richtigen Katalog mit moralischen und ethischen Problemen und ihre Stellung als gesamte Denomination dazu entworfen haben. Von Musikstilen, über Rassismus bis hin zu verschiedenen Bibelübersetzungen wird hier sehr vieles angesprochen.
Hier.
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Apropos Straight Edge… Moral ist Reaktion
Wenn wir gerade bei Straight Edge sind, einige Gedanken zu Moral etc.
Eine Geschichte: Es waren Gäste. Wir wollten uns eigentlich einen schönen DVD Abend machen. Doch wutentbrannt standen sie auf, als sie merkten, dass wir dabei waren einen gebrannten Film zu gucken. Sie verließen den Gastgeber, der sich ansonsten ganz gut um sie gekümmert hatte. Ich dachte damals: “Hm selbst wenn man CDs/DVDs brennen als falsch betrachtet, finde ich es persönlich noch verwerflicher, seinen Gastgeber so zu beleidigen.” Ich fand das einfach unhöflich und überzogen.
Aber so ist das mit Moral. Jeder hat so seine Themen, auf die er sich einschiesst. Von einer konsistenten Moral ist jeder von uns meilenweit entfernt.
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