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	<title>Failing Forward &#187; beobachtet</title>
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	<description>Der Blog von Arne</description>
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		<title>Was hei&#223;t denn hier &#8220;Beziehung&#8221;?</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 15:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arne erklärt die Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[beobachtet]]></category>
		<category><![CDATA[das Leben und so]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Hintergrund l&#228;uft Element of Crime mit Sven Regeners schwerer Whiskeystimme, den Mexikanerhut-Trompeten und den Altherrentexten zwischen trotzigem Schwermut und verspielt balladesken Liebeshymnen, die es auch nur so beinahe schaffen, nicht peinlich zu sein. Optimale Untermalung f&#252;r das Thema, welches mir f&#252;r heut Abend aufgetragen wurde. In unserem Gemeinde Emergenz-Cluster nehmen wir gerade die ersten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Hintergrund l&#228;uft Element of Crime mit Sven Regeners schwerer Whiskeystimme, den Mexikanerhut-Trompeten und den Altherrentexten zwischen trotzigem Schwermut und verspielt balladesken Liebeshymnen, die es auch nur so beinahe schaffen, nicht peinlich zu sein. Optimale Untermalung f&#252;r das Thema, welches mir f&#252;r heut Abend aufgetragen wurde. In unserem Gemeinde Emergenz-Cluster nehmen wir gerade die ersten vier Kapitel von Tom Wrights &#8220;simply christian&#8221; durch. Er meint dabei 4 Sehns&#252;chte des Menschen in unserer Zeit zu finden, die wie 4 Echoes einer l&#228;ngst verlorenen Stimme sind, die in uns nachhallt. Der Stimme Gottes.</p>
<p>Und eine dieser Echoes ist, nachdem jetzt schon die Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Spiritualit&#228;t durchdekliniert wurden, die Sehnsucht nach Beziehungen. Wright meint dabei zu beobachten, dass in unserre Kultur das Reden &#252;ber Beziehungen und Gemeinschaft sprunghaft angestiegen ist. Gerade das Reden &#252;ber ein Thema, weist ja oft auf ein bestimmtes Defizit einer Kultur in diesem Bereich hin. Hier k&#246;nnte man jetzt bequem die kommunitaristische Liberalismuskritik eines Charles Taylors eintragen, aber um das jetzt aufzurollen, bin ich eindeutig zu faul. Heut abend gibt es schon genug Theoriecocktail (von Taylor &#252;ber Stanley Grenz bis Bonhoeffer).<br />
Aber. Ich bin auf ein Buch, einen Klassiker der Sozialpsychologie gesto&#223;en, den ich schon immer mal quer lesen wollte. N&#228;mlich den Beck-Gernsheim: <a href="http://www.amazon.de/Das-ganz-normale-Chaos-Liebe/dp/351838225X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1247411245&#038;sr=8-1">Das ganz normale Chaos der Liebe</a>. In diesem Buch versucht das Authorenpaar(!) die Liebes- und Paarbeziehungen in modernen, individualisierten Gesellschaften zu untersuchen. Und in dem fulminanten ersten Kapitel wird gleich mal ein glei&#223;endes Licht auf die Liebe und ihre Probleme, Aporien, &#220;berh&#246;hung und Verdrehungen geworfen. Eine der Thesen lautet: mit dem Wegfall der Transzendenz (klassisch gedacht als Gott) folgt eine Erh&#246;hung jener Unmittelbarkeit, die wir als Liebe zu bezeichnen gelernt haben. Mit dieser &#220;berh&#246;hung geht dann aber gleich die Entt&#228;uschung, die Heuschreckenexistenz einher.Ich zitiere:</p>
<p>&#8220;Der ganz allt&#228;gliche Krieg der Geschlechter, laut und leise, innerhalb, vor, nach,neben der Ehe ist vielleicht der eindringlichste Ma&#223;sstab f&#252;r den Hunger nach Liebe, mit dem die Menschen heute &#252;bereinander herfallen: paradise now! ist die Devise der Irdischen, deren Himmel und H&#246;lle entweder nirgendwo oder auf der Erde liegen. &#8230; Die Menschen heiraten um der Liebe willen und lassen sich um der Liebe willen scheiden. Die Partnerschaft wird ausstauschbar praktiziert, nihct um die die Last der Liebe endlich abzustreifen, sondern weil das Gesetz der erf&#252;llten Liebe dies verlangt. Der sp&#228;te Turmbau zu Babel, aus Scheidungsurteilen errichtet, ist ein Denkmal der entt&#228;uschten, &#252;berh&#246;hten Liebe. &#8230; Der irdische Glaube der religionslosen, scheinbar rationalen Gegenwartsmenschen ist das Du, die Suche nach der Liebe im anderen. Oft nicht eingestandenerma&#223;en, da dadurch jeder sich an etwas ausliefert, das den Prinzipien des kalkulierten Lebens wiederspricht. &#8230; Die Sucht nach Liebe ist DER Fundamentalismus der Moderne. Liebe ist religion nach der Religion, der Fundamentalismus nach der &#220;berwindung desselben. Der Gott der Privatheit ist die Liebe. Wir leben im Zeitalter des real existierenden Schlagertextes. Die Romantik hat gesiegt, die Therapeuten kassieren.&#8221;<br />
Starke Worte, auch wenn man den gleichen Zustand sicher auch weniger im Duktus des Abgesangs und einer prophetischen Gerichtsrede und mit mehr Gesp&#252;r f&#252;r die suche nach dem Unbekannten Gott halten k&#246;nnte. Nur die Szenerie ist richtig. Wir sind &#8211; wie jede Generation, die &#8220;unter der Sonne&#8221; (Prediger) und &#8220;auf verfluchten Ackerboden&#8221; (Genesis) lebt &#8211; in Aporien gerate. Und diese Situation der Zweideutigkeit n&#246;tigen uns zuder Frage: &#8220;Wie sollen wir heute lieben? Wie K&#214;NNEN wir heute lieben?&#8221;</p>
<p>Mittlerweile bin ich bei der Band Slut angekommen.</p>
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		<title>Verschw&#246;rungstheorien</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 16:12:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Szenekram]]></category>
		<category><![CDATA[beobachtet]]></category>

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		<description><![CDATA[Weihnachtszeit, Verschw&#246;rungszeit.
Ich habe die alte Tradition, dass ich in den Weihnachtsferien mindestens ein neues PC Spiel spiele. Meistens was in Richtung Adventure. Dieses Mal entschied ich mich f&#252;r Overclocked, einen Psychothriller im Stile von Filmen wie Memento und Butterfly Effect. Doch leider hatte mich nach einem sehr spannenden Start das Ende mehr als entt&#228;uscht. Wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="Apple-style-span" style="border-collapse: separate; color: #000000; font-family: Verdana; font-size: 13px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; letter-spacing: normal; line-height: normal; orphans: 2; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: pre-wrap; widows: 2; word-spacing: 0px">Weihnachtszeit, Verschw&#246;rungszeit.</span></p>
<p>Ich habe die alte Tradition, dass ich in den Weihnachtsferien mindestens ein neues PC Spiel spiele. Meistens wa<img align="left" title="dollar2.jpg" id="image238" alt="dollar2.jpg" src="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/wp-content/uploads/2009/01/dollar2.jpg" /><span class="Apple-style-span" style="border-collapse: separate; color: #000000; font-family: Verdana; font-size: 13px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; letter-spacing: normal; line-height: normal; orphans: 2; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: pre-wrap; widows: 2; word-spacing: 0px">s in Richtung Adventure. Dieses Mal entschied ich mich f&#252;r Overclocked, einen Psychothriller im Stile von Filmen wie Memento und Butterfly Effect. Doch leider hatte mich nach einem sehr spannenden Start das Ende mehr als entt&#228;uscht. Wieder einmal wurde alles B&#246;se im Leben zur&#252;ckgef&#252;hrt auf eine gro&#223;e Verschw&#246;rung. Kurz gesagt: der konspirative Mann mit dem langen Mantel und seine fiesen Handlanger sind an allem Schuld. Nun sind ja neben diesen typischen politischen Verschw&#246;rungen in den Filmen auch historische Verschw&#246;rung in Zusammenhang mit der Kirche sehr im Trend. Gerade zu Weihnachten kommen ganz gerne die sogenannten Experten und erkl&#228;ren uns, wie alles damals wirklich gewesen ist mit Jesus und der Kirche.</span></p>
<p>Jetzt frage ich mich: was hat es mit diesen Theorien auf sich?</p>
<p>Dazu ein paar Beobachtungen.</p>
<p>Ohne eine genaue kulturgeschichtliche Untersuchung durchgefg&#252;hrt zu haben, rate ich einfach mal, dass die Form der Verschw&#246;rungstheorie auf amerikanischem Mist gewachsen ist. Es gibt eine konservative und eine marxistische Version von ihnen. Die konservative Version dr&#252;ckt eine republikanische Skepsis gegen&#252;ber der Zentralregierung aus (hier muss nicht erw&#228;hnt werden, das bestimmte christliche Theorien &#252;ber die Endzeit eine gro&#223;e Rolle spielen), die marxistische eine Skepsis gegen&#252;ber Gro&#223;konzernen und den gro&#223;en Institutionen.  Soweit so gut.</p>
<p>Weiterhin &#252;bernehmen Verschw&#246;rungstheorien die Funktion des Mythos: sie erkl&#228;ren, die Welt, wie sie jetzt ist; aber sie erkl&#228;ren sie im Gegensatz zur Wissenschaft nicht analytisch sondern holistisch; ganzheitlich. Der Zustand der Welt ist auf ein gro&#223;es Geheimnis zur&#252;ckzuf&#252;hren. Dieses Geheimnis gilt es zu l&#252;ften und &#8211; da man ja sonst bedroht ist &#8211; einem kleinen eingeweihtem Kreise anzuvertrauen, bevor man es nach und nach ver&#246;ffentlicht. Eine Verschw&#246;rungstheorie ist also gleichzeitig esoterisch, als auch aufkl&#228;rerisch. Entscheidend ist die geschlossene Argumentationsstruktur, die einer rationalen Pr&#252;fung wiedersteht. Der mythologische Diskurs l&#228;sst sich nicht in den wissenschaftlichen Diskurs &#252;bertragen.</p>
<p>Diese neue Art der Mythen trifft nun auf die postmoderne kulturelle Situation verbunden mit der modernen Kommunikationstechnologie: es wird f&#252;r den &#8220;normalen Menschen auf der Stra&#223;e&#8221; zunehmend unm&#246;glich zwischen konkurrierenden Wahrheitsanspr&#252;chen zu entscheidend zus&#228;tzlich bedienen Verschw&#246;rungstheorien noch ein emotionales Bed&#252;rfnis nach einem Informationsvorsprung, einer &#220;berlegenheit gegen&#252;ber der uniformierten Masse und das Gef&#252;hl, die Welt durchschaut zu haben. Es ist der Wunsch nach der einfachen Antwort, das quasi aristokratische Gef&#252;hl der &#220;berlegenheit gegen&#252;ber der Masse und eine Politikverdrossenheit und Skepsis gegen&#252;ber dem zunehmend komplizierten politischen Apparat.</p>
<p>Um mit C.S. Lewis zu schlie&#223;en: &#8220;Wer alles durchschaut, sieht am Ende nichts mehr.&#8221;</p>
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		<title>Die Hartz-4 Schule</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 20:47:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[beobachtet]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele meckern ob der Geb&#252;hrenerh&#246;hung der &#246;ffentlich-rechtlichen Sendanstalten, aber gerade diese Sender k&#246;nnen sich die unwirtschaftlichsten und interessantesten Sendungen leisten. Gerade kommt auf Ph&#246;nix &#8220;Die Hartz-4 Schule&#8221;.
Das zynische L&#228;cheln des Realisten: der Direktor einer wattenscheider Sonder &#228;hh F&#246;rderschule merkte irgendwann, dass in der Regel keiner seiner Sch&#252;ler einen Ausbildungplatz kriegt. Also sagte er sich: bereiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele meckern ob der Geb&#252;hrenerh&#246;hung der &#246;ffentlich-rechtlichen Sendanstalten, aber gerade diese Sender k&#246;nnen sich die unwirtschaftlichsten und interessantesten Sendungen leisten. Gerade kommt auf Ph&#246;nix &#8220;Die Hartz-4 Schule&#8221;.</p>
<p><img width="189" height="208" align="left" alt="bild.png" id="image190" title="bild.png" src="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/wp-content/uploads/2008/01/bild.png" />Das zynische L&#228;cheln des Realisten: der Direktor einer wattenscheider Sonder &#228;hh F&#246;rderschule merkte irgendwann, dass in der Regel keiner seiner Sch&#252;ler einen Ausbildungplatz kriegt. Also sagte er sich: bereiten wir die Jugendlichen auf ein Leben ohne Arbeit daf&#252;r aber mit Hartz-4 vor. Ist das zynisch? Vielleicht. Ist es realistisch? Sicher.</p>
<p>Da kommt der 1-Euro Jobber vorbei und erz&#228;hlt den Jugendlichen, dass sie bei der Wohnungssuche nie sagen sollten, dass sie Hartz-4 Empf&#228;nger sind, da werden in Mathe Discount-Prospekte durchgeguckt um einen billigen Einkauf zu planen und lernen, wie man mit viel Freizeit und wenig Geld umgeht.<br />
Lebensgeschichten, wo sich einen die Zehenn&#228;gel umbiegen:</p>
<p>eine Achtkl&#228;sslerin, bekam in den Sommerferien ein Kind, eine Sch&#252;lerin k&#252;mmert sich um ihre Mutter, die Lungenkrebs im Endstadion hat und ein M&#228;dchen wandert in den Jugendarrest.</p>
<p>Der Direktor wurde gefragt: &#8220;Ist es nicht brutal, den Kindern so die Hoffnung zu rauben?&#8221;.<br />
Die Antwort: &#8220;Welche Hoffnung?&#8221;.</p>
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		<title>Maxim Biller</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Oct 2007 23:49:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[beobachtet]]></category>

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		<description><![CDATA[Gucke gerade das philosophische Quartett. Darin die Frage nach Integration von Ausl&#228;ndern im Gespr&#228;ch uA Maxim Biller.
Ich muss sagen, mir ist selten jemand unsympathischer gewesen; Ostdeutsche seien wegen ihrer anderen Sozialisation der &#8220;rostige Nagel&#8221; in der viel besser entnazifizierten Westdeutschen Gesellschaft und &#228;hnlicher Bl&#246;dsinn. Er spricht die ganze Zeit nur von sich und wie schlimm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gucke gerade das philosophische Quartett. Darin die Frage nach Integration von Ausl&#228;ndern im Gespr&#228;ch uA Maxim Biller.</p>
<p>Ich muss sagen, mir ist selten jemand unsympathischer gewesen; Ostdeutsche seien wegen ihrer anderen Sozialisation der &#8220;rostige Nagel&#8221; in der viel besser entnazifizierten Westdeutschen Gesellschaft und &#228;hnlicher Bl&#246;dsinn. Er spricht die ganze Zeit nur von sich und wie schlimm diese Gesellschaft ist, weil sie ihn nicht verstehen will. Self-fulfilling prophecy sage ich dazu: man hat die Vorannahme, das keiner mit einem reden will (weil man vermutlich besser als alle anderen ist), zeigt sich diskursunf&#228;hig und wundert sich dar&#252;ber, dass nun tats&#228;chlich keiner mit einen reden will.</p>
<p>Kindergarten.</p>
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		<title>Fundamentalismus</title>
		<link>http://www.bunchofnerds.de/failingforward/2007/06/20/fundamentalismus/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 20:51:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arne erklärt die Welt]]></category>
		<category><![CDATA[beobachtet]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute haben wir in Religionssoziologie eine interessante Sitzung zum Begriff Fundamentalismus gehabt.
Es ist interessant: von einer Selbstbezeichnung einer relativ kleinen christlichen Gruppe wurde er seit der Iranischen Revolution pl&#246;tzlich f&#252;r verschiedene Zusammenh&#228;nge als polemischer Kampfbegriff gebraucht.
Fundamentalismus kann dabei alles sein, was dem Paradigma der Aufkl&#228;rung widerspricht oder nicht in es hineinpasst.
Wir sind zu dem Ergebnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute haben wir in <a href="http://www.theologie.uni-hd.de/rm/index.html">Religionssoziologie</a> eine interessante Sitzung zum Begriff Fundamentalismus gehabt.</p>
<p>Es ist interessant: von einer Selbstbezeichnung einer relativ kleinen christlichen Gruppe wurde er seit der Iranischen Revolution pl&#246;tzlich f&#252;r verschiedene Zusammenh&#228;nge als polemischer Kampfbegriff gebraucht.</p>
<p>Fundamentalismus kann dabei alles sein, was dem Paradigma der Aufkl&#228;rung widerspricht oder nicht in es hineinpasst.</p>
<p>Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Begriff selbst wenig wert hat (au&#223;er f&#252;r die wenigen F&#228;lle, wo sich Bewegungen selbst so bezeichnen). Er wird von der Wissenschaft dankbar verwendet aus einem bestimmten Grund: die Sozialwissenschaften gingen lange von einem Verschwinden von Religion aus (S&#228;kularisierungsthese), da man aber beobachtete, das es verschiedene Erneuerungsbewegungen gab, musste man diese f&#252;r illegitim erkl&#228;ren. &#8220;Das ist alles Realit&#228;tsflucht; siedende Unvernunft etc.&#8221;. Das lustige ist, dass die liberale Gesellschaft selbst eine irationale Angst vor Fundamentalismus hat und selbst eine Art Kulturkampfrhetorik anwendet: &#8220;Zuerst kommen sie in unsere Schulen und machen Gehirnw&#228;sche, dann f&#252;hren sie die Gebote der Tora wieder ein und zuletzt werden sie uns alle in einen Krieg gegen den Islam st&#252;rzen.&#8221;. Vielleicht braucht ja die westliche Gesellschaft nach dem Fall der Mauer auch einfach nur ein Feindbild; vielleicht aber- und das w&#228;re die l&#246;blichere Variante- entstammt der Boom dieses Wortes aus postkolonialen &#220;berlegungen: Wir wollen zeigen, dass nicht nur der Islam schlimme Auspr&#228;gungen hat sondern auch wir.</p>
<p>Jedenfalls sollte man vielleicht stat Fundamentalismus sagen was man wirklich meint: unkritischer Fanatismus, gewaltbereiter Militantismus, Diskursunf&#228;higkeit, bestimmte konservative Vorstellungen, die einen fremd sind, Elitebewu&#223;tsein etc. (btw. bin ich durchaus der Meinung, dass sich die Evangelikale Bewegung st&#228;rker abgrenzen sollte von diskursunf&#228;higen Gruppierungen wie Teile der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Nelson_Darby">Darbyisten</a>).</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Nacht der Erkenntnis</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2007 17:47:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arne erklärt die Welt]]></category>
		<category><![CDATA[beobachtet]]></category>
		<category><![CDATA[das Leben und so]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss zugeben, dass ich heimlich von der Schwere des Existentialismus&#8217; angezogen bin.  Ich muss dabei oft an den Tonfall des Buches Kohelet denken. Als ein entfernter Bekannter sich von seiner Freundin trennte schrieb ich das Folgende:


Jedes Lachen wird verstummen.
Jede noch so gut einge&#252;bte Pose wird zertr&#252;mmert.
Jedes Grinsen erfrieren.
Jedes L&#228;cheln wird in sich zusammenfallen.

Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss zugeben, dass ich heimlich von der Schwere des Existentialismus&#8217; angezogen bin.  Ich muss dabei oft an den Tonfall des Buches Kohelet denken. Als ein entfernter Bekannter sich von seiner Freundin trennte schrieb ich das Folgende:</p>
<p><span id="more-109"></span></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">Jedes Lachen wird verstummen.</p>
<p class="MsoNormal">Jede noch so gut einge&#252;bte Pose wird zertr&#252;mmert.</p>
<p class="MsoNormal">Jedes Grinsen erfrieren.</p>
<p class="MsoNormal">Jedes L&#228;cheln wird in sich zusammenfallen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Und wenn der L&#228;rm verstummt und man in diesen</p>
<p class="MsoNormal">dunklen Raum geworfen wird, liegt man noch wach und versucht</p>
<p class="MsoNormal">sich gegen diese erdr&#252;ckende Klarheit zu wehren;</p>
<p class="MsoNormal">Die Nacht der Erkenntnis.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Die Erkenntnis, dass trotz all der Begegnungen,</p>
<p class="MsoNormal">trotz mancher Ber&#252;hrungen, trotz Heiterkeit,</p>
<p class="MsoNormal">vielleicht sogar Z&#228;rtlichkeit, ja, das</p>
<p class="MsoNormal">trotzdem</p>
<p class="MsoNormal">eine existientielle Einsamkeit bleibt.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Das sind kurze Zugest&#228;ndnisse,</p>
<p class="MsoNormal">Gedankenfragmente,</p>
<p class="MsoNormal">kurz bevor man einschl&#228;ft um die Wahrheit f&#252;r Jahrzehnte</p>
<p class="MsoNormal">in sein Unterbewusstsein zu verdr&#228;ngen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Doch sie kommt zur&#252;ck und wird sich r&#228;chen,</p>
<p class="MsoNormal">wird zur&#252;ckschlagen,</p>
<p class="MsoNormal">in einer Trennung oder einer Entt&#228;uschung.,</p>
<p class="MsoNormal">und die Nacht wird umso gr&#246;&#223;er sein.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Wie gro&#223; muss diese Erkenntnis sein,</p>
<p class="MsoNormal">wie schwer muss sie auf dir liegen,</p>
<p class="MsoNormal">wenn du erst am Ende deines Lebens hier</p>
<p class="MsoNormal">von ihr eingeholt wirst?</p>
<p class="MsoNormal">Lauter Nacht.</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">Die Sto&#223;richtung ist klar: du musst dich zuerst mit der Dunkelheit in dir besch&#228;ftigen; du musst zuerst bitteren Wahrheiten in Auge schauen, sonst sind alle Beziehungen reine Verzweiflungstaten, Eskapismus.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ostern hat ein Imageproblem</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2007 17:52:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[beobachtet]]></category>

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		<description><![CDATA[Hm was stimmt heute nicht? Nat&#252;rlich das Wetter! Heute ist Karfreitag. Da hat es zu st&#252;rmen oder zu schneien. Aber bei solch einem Wetter f&#228;hrt man lieber Fahrad; man geht lieber nach drau&#223;en anstatt in sich.
Schade, dass wir Freikirchler sowieso nicht so gro&#223; darin sind, in die Geschichte einzusteigen. Abendmahl und Kirchenjahr sitzen bei uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hm was stimmt heute nicht? Nat&#252;rlich das Wetter! Heute ist Karfreitag. Da hat es zu st&#252;rmen oder zu schneien. Aber bei solch einem Wetter f&#228;hrt man lieber Fahrad; man geht lieber nach drau&#223;en anstatt in sich.</p>
<p>Schade, dass wir Freikirchler sowieso nicht so gro&#223; darin sind, in die Geschichte einzusteigen. Abendmahl und Kirchenjahr sitzen bei uns in der zweiten Reihe und werden von <a href="http://www2.hillsong.com/splash.asp">Praise&#038;Worship</a> und &#8220;<a href="http://www.leben-mit-vision.de/">40 Tage mit Vision</a>&#8221; ersetzt.<br />
&#220;berhaupt hat Ostern hierzulande eh ein PR Problem. Es ist nicht so, das Ostern unbeliebt w&#228;re. Nein Ostern ist unbekannt. Ostern ist wie ein zweitrangiger Abgeordneter einer zweitrangigen Partei wie der FDP. Und daran haben die Kirchen schuld insofern sie es nicht geschafft haben Ostern &#252;berhaupt zu feiern.</p>
<p>Ostern muss sich ja eigentlich gar nicht gegen Weihnachten profilieren; Ostersonntag muss sich gegen Silvester durchsetzen.  Es geht darum, dass Ostern eigentlich die gr&#246;&#223;te Party des Jahres sein m&#252;sste.</p>
<p>Zu Silvester bringen sich ja regelm&#228;ssig Leute um; weil da besonders offensichtlich wird, wie wenig Freunde sie haben oder wie scheisse ihr Leben eigentlich ist oder wie auch immer. Bei Ostern k&#246;nnte das streng genommen nicht passieren. Ostern ist ein Fest, dass mit dem Schrei &#8220;Warum hast du mich verlassen?&#8221; anf&#228;ngt.</p>
<p>Und dann dieser geniale Ostersamstag. Ostersamstag = Emo. Ostersamstag ist der Tag, wo nichts passiert. Keine Antworten; keine Hoffnung. Ostersamstag ist der Tag, an dem man sich &#252;berlegt, ob man sich noch dem Selbstmitleid hingibt oder weitermacht, als sei nichts gewesen.<br />
Und dann zwischen 23:59 und 24:00 wird der Spannungsbogen ins L&#228;cherliche &#252;berdehnt und Verzweiflung wird einfach zu Hoffnung und Freude.</p>
<p>Oder eben nicht.</p>
<p>Ihr seht: ich mag Ostern (jenseits von Milka und RTL Blockbuster) und such noch nach einer angemessenen Ostersamstag auf Ostersonntag Feier(-m&#246;glichkeit).</p>
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		<title>Kommunit&#228;t in Adelshofen</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2007 18:33:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emerging Church]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde und Bekannte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[beobachtet]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich komme gerade wieder von meiner alten FSJ Stelle, dem Lebenszentrum Adelshofen. Das ist eine christliche Kommunit&#228;t bei Heilbronn. Ich war seit Mittwoch bis heute dort und hab es echt bereut, heute schon wieder gehen zu m&#252;ssen. Ich glaube mir liegt prinzipiell so ein Leben in Gemeinschaft (auch wenn nicht gerade z&#246;libat&#228;r). Es waren einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich komme gerade wieder von meiner alten FSJ Stelle, dem <a href="http://www.lza.de/">Lebenszentrum Adelshofen</a>. Das ist eine christliche Kommunit&#228;t bei Heilbronn. Ich war seit Mittwoch bis heute dort und hab es echt bereut, heute schon wieder gehen zu m&#252;ssen. Ich glaube mir liegt prinzipiell so ein Leben in Gemeinschaft (auch wenn nicht gerade z&#246;libat&#228;r). Es waren einfach sehr geile Tage; (<a href="http://homecoming.jesusfreak.de/2007/03/15/call/">Manni berichtete</a>)- vormittags in Ruhe im Garten Griechisch gelernt, sp&#228;ter dann: Pokern, Futurama gucken, was trinken gehen oder Scheisse bauen. Und man ist st&#228;ndig umgeben von Leuten; st&#228;ndig nette Gespr&#228;che und am Ende ist es mehr als die Summe der Begegnungen (man gew&#246;hnt sich wenn man dort lebt recht schnell an das hohe Niveau der Gemeinschaft, aber wenn man ein halbes Jahr weg ist kann man das wieder anders wertsch&#228;tzen). Und dann heute wieder zur&#252;ck ins Privatleben. Und Privatleben ist ein komisches post-Industrielle-Revolution Produkt, von dem man heute merkt, dass es wenig taugt.</p>
<p><span id="more-95"></span></p>
<p>Ich muss sagen, dass ich ein Respekt f&#252;r die Leute haben, die diese Gemeinschaft aufrecht erhalten. Darum geht es doch: wenn man mal ein Paar Tage hinf&#228;hrt konsumiert man ohne gro&#223; zu investieren. Man profitiert von etwas, ohne zu sehen, wie viel Schwei&#223; und Tr&#228;nen da drin steckt. Ich glaub, es spricht einfach viel zu viel gegen Gemeinschaftliches Leben und die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt- das sollte man besser pessimistisch als zu romantisch sehen- ist sehr gering.<br />
Und ich rede von Gemeinschaft jenseits von Uniformit&#228;t. Lustigerweise scheint das in Adelshofen gelungen zu sein: man hat doch eine gewisse Bandbreite von Typen, kirchlichen und kulturellen Hintergr&#252;nden; Adelshofen hat sich auch recht gut gegen die Versuchung behauptet in Gesetzlichkeit abzudriften ohne jedoch so wenig &#8220;Gravitation&#8221; zu haben, dass alles auseinanderf&#228;llt (ich muss immer an chemische Prozesse denken, die nicht zu viel und nicht zu wenig Druck erfordern).</p>
<p>Man redet doch heute sehr schnell leichtfertig von Gemeinschaft, ohne zu bedenken, dass wo man zusammenr&#252;ckt es auch ungem&#252;tlich und eng werden kann. Tim Keller sagt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=euRJKYQqDFM">hier</a>, dass sehr viel &#252;ber Gemeinschaft geredet wird, aber wirklich bereit, etwas aufzugeben ist man nicht. K<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunitarismus">ommunitaristische</a> Denker (Kommunitarismus hat nichts mit Kommunismus zu tun) haben den Liberalismus als Grund f&#252;r das Zur&#252;ckschrecken vor Gemeinschaft ausgemacht; der Liberalismus hat dem Individuum beigebracht, vor allem von SEINEM Rechten und Anspr&#252;chen Gebrauch zu machen; so dass die gr&#246;&#223;te Tugend jene bockige Zickigkeit ist, die auf seinem Recht beharrt und von der wir uns alle so schnell nicht frei machen k&#246;nnen. Ich wei&#223; wieder nicht so recht, worauf ich mit diesem Post hinauswill; wahrscheinlich nur ein paar Gedanken sortieren. Sorry, wenn das wieder mal wirr ist.</p>
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		<title>Finden sie den Fehler</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2007 22:45:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[belanglos wie die Neon]]></category>
		<category><![CDATA[beobachtet]]></category>

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		<description><![CDATA[Eben gesehen auf N24 (oder war es NTV? ne glaub nicht, da l&#228;uft bestimmt gerade ne Dokumentation &#252;ber ne Ubootkatastrophe oder so):
&#8220;Haben RAF Terroristen Gnade verdient?&#8221;
Finden sie den Fehler; unsere Leitungen sind noch bis 23:46 besetzt. Viel Erfolg.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eben gesehen auf N24 (oder war es NTV? ne glaub nicht, da l&#228;uft bestimmt gerade ne Dokumentation &#252;ber ne Ubootkatastrophe oder so):</p>
<p>&#8220;Haben RAF Terroristen Gnade verdient?&#8221;</p>
<p>Finden sie den Fehler; unsere Leitungen sind noch bis 23:46 besetzt. Viel Erfolg.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Individualit&#228;t 4- &#8220;I don&#8217;t care what you think of me&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Feb 2007 13:55:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arne erklärt die Welt]]></category>
		<category><![CDATA[beobachtet]]></category>

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		<description><![CDATA[(die anderen Posts dieser Blogreihe kannst du unter dieser &#220;bersicht finden)
Da sieht man mal wieder, wie interwoven dieser Blog ist. Eben noch an einer Blogreihe &#252;ber Arbeit dran gewesen, jetzt nehm ich schon wieder ein Comment auf, dass mich wieder aufs Thema Individualit&#228;t/Identit&#228;t bringt. Ich bin halt ein reiner Fuchs&#8230;.
Also Kumpel Patrick meinte: &#8220;beziehst du [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(die anderen Posts dieser Blogreihe kannst du unter <a href="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/meine-blogreihen-bisher/">dieser &#220;bersicht</a> finden)</p>
<p>Da sieht man mal wieder, wie <a href="http://dict.leo.org/ende?lp=ende&#038;p=/gQPU.&#038;search=interwoven"><em>interwoven</em></a> dieser Blog ist. Eben noch an einer Blogreihe &#252;ber Arbeit dran gewesen, jetzt nehm ich schon wieder ein Comment auf, dass mich wieder aufs Thema Individualit&#228;t/Identit&#228;t bringt. Ich bin halt ein <a href="http://www.wdr.de/comedy/sendungen/dittsche.phtml">reiner Fuchs</a>&#8230;.</p>
<p>Also Kumpel Patrick meinte: &#8220;beziehst du deine Identit&#228;t aus der Meinung von anderen Menschen oder aus dem was Gott &#252;ber dich denkt?&#8221;</p>
<p><span id="more-85"></span></p>
<p>Dar&#252;ber musste ich auf dem Weg zur Sparkasse, wo ich meine <a href="http://www.bunchofnerds.de/failingforward/studiengebuehren/">Studiengeb&#252;hren</a> &#252;berwies, nachdenken. Ich muss immer wieder an den Satz denken: &#8220;I don&#8217;t care what you think of me!&#8221;. Dieser Satz ist nat&#252;rlich derbe Punkrock und deshalb schonmal nicht unsympathisch. Es ist fast logisch, wenn man ein unkonventionelles Leben lebt, so einen Satz zu sagen. Denn er ist der Versuch, sich aus den Konventionen der Gesellschaft zu befreien. Das kann prinzipiell aus christlichen &#220;berlegungen geschehen; das Ding mit Gottesfurcht gegen Menschenfurcht. Oder eben mit allen m&#246;glichen anderen ungew&#246;hnlichen Hintergr&#252;nden: den Satz k&#246;nnen Homosexuelle sagen, Punkrocker, so genannte Spiesser, NPD W&#228;hler etc. Und er ist eben auch wichtig; in dem Sinne, in dem er dem Einzelnen eine gewi&#223;e Souvereinit&#228;t gibt gegen&#252;ber Gerede, Leuten, die einen schnell verurteilen oder einen nicht verstehen m&#246;chten. Aber steht dieser Satz alleine ohne eine Erkl&#228;rung ist er falsch. Auch der Satz mit &#8220;Identit&#228;t aus Gott nicht aus Menschen beziehen&#8221;. Auf eine gewi&#223;e Weise stimmt das ja; man soll zum Beispiel auch gegen Widerst&#228;nde seinen Glauben leben. Aber in der Bibel findet man nicht die Aussage, dass der Mensch abseits von anderen Menschen allein in Gott seine Identit&#228;t findet. Im Gegenteil: Gott schafft den Menschen so, dass er nur in einen Netz aus Beziehungen sich findet: &#8220;es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei&#8221;. Der Mensch ist unvollst&#228;ndig, wenn er nicht eingebettet in Beziehungen ist oder sich aus Beziehungen rausnimmt. Es gibt hier kein entweder Gott oder Menschen. Die Beziehung mit Gott zeigt sich in der Logik der Bibel in der Beziehung mit Menschen. Es ist nat&#252;rlich richtig, dass man nicht die Meinung von allen Menschen gleich gewichtet. Es gibt <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Significant_other">significant others</a>, deren Meinung man sehr hoch sch&#228;tzt. Wenn man das nicht tut und allein nach dem Grundsatz lebt: &#8220;ach die Hauptsache ist doch, was Gott denkt&#8221;, w&#252;rde das eigene soziale Leben wohl in einer Katastrophe enden. Aber wie gesagt: ich glaube, so wirklich lebt niemand nach diesem Prinzip. Ich muss auch an den Punkrocker denken, der in der S Bahn neulich sa&#223;. Mit einem alten Kassettenrecorder beschallte er den ganzen Zug mit Wizo: &#8220;Und so bin ich froh, dass ich nicht bin, wie all die anderen sind.&#8221;. Ich habe mir gedacht: w&#252;rde er wirklich auf die Meinung der anderen &#8220;scheissen&#8221;, wieso will er dann provozieren? Wieso laut Musik h&#246;ren anstatt Kopfh&#246;rer zu benutzen? An sich sind viele Punker ja Konformisteen mit umgekehrten Vorzeichen.</p>
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