Vor Monaten fing ich an, über das Buch “Transformin Spirituality” von Steven Sandage zu bloggen. Ich hatte in letzter Zeit nicht die Ruhe das fortzusetzen, will es aber in Grundzügen dennoch machen, weil ich merke, dass es mir auch selbst hilft, den Inhalt des Buches zu verarbeiten.
Diesmal geht es um die Frage: wann ist Spiritualität gesund?
Ohne große Umschweife: die Punkte die Sandage nennt.
bewusst körperlich (embodied)
Menschen sind Körper. Das sollte man verkraften und keine geistlichen Überbauten konstruieren, die alles verkomplizieren. Deshalb wäre es kein Schock durch bildgebende Verfahren bestimmte Bereiche im Gehirn aktiv zu sehen, während man betet oder via Torontosegen durch die Luft fliegt (wobei das sicher schwierig wäre zu messen). Wir sind Körper. Aber hilft uns unsere Spiritualität, unsere Körperlichkeit bewusst anzunehmen? Oder gilt Körperlichkeit als ungeistlich? Für Sandage ist Spiritualität immer die Spannung zwischen Erregung und Beruhigung; zwischen schnellerem Puls und langsameren Puls. Manche Traditionen betonen dieses, manche jenes. Diese sind meditativ, jene sind enthusiastisch (wobei mein Einwurf: Enthusiasmus ja ursprünglich die Erfahrung des außerhalb-des-Körpers-sein war). Tatsache ist, dass beides Ausdruck von gesundem Verhältnis zum Körper sein kann: Hände heben oder Hände falten, Tanzen oder Bodyprayer.