Würde ich das posten, würde ich als Emo gelten.
Vor Weihnachten ging ich mal allein spazieren und da war noch jemand. Das weiß ich deshalb so genau, weil er ein neues Wort in meinen Wortschatz einführte:
Würde.
Er sagte: „Arne, an deinem Ergehen kannst du (gerade) nichts ändern. Aber du kannst deine Würde bewahren.“.
Und da ich zurzeit für eine Hausarbeit Sallusts Thesen über virtus, fortuna und dignitas lese, kram ich das alles mal wieder hervor:
Würde ist nicht, wie ich dachte, eine dumme männliche Sache wie Ehre und Fußball; sie ist weder Verklemmtheit, noch aristokratisches Gehabe.
Nein, Würde ist das Wachsen über die Umstände, über die Kontingenz, über die Zufälligkeiten des Lebens.
Fortuna ist eine launische, hinterhältige Bitch.
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[Transforming - Gesundheit, Glück und Wohlergehen]
Ein weiteres Kapitel aus dem Buch ‘Transforming Spirituality’ von Steven J.Sandage. Dies ist der erste Teil des Kapitels über Spiritualität und Gesundheit.
Eine klassische Frage der Religionspsychologie ist ja, inwiefern Religion und Gesundheit zusammenhängen. Dafür muss sich der Psychologe aber erstmal an die Philosophische Aufgabe machen und Gesundheit definieren.
Die WHO definiert Gesundheit nicht blos als Abwesenheit von Krankheiten und Gebrechen (das wäre eine Negativdefinition). Gesundheit ist viel mehr “ein Zustand von vollständigen physischen, mentalen und sozialen Wohlergehen.”.
Das zeigt auch, das Gesundheit eine kulturell-konstruierte Größe ist. Manche Symptome einer Krankheit können bei manchen Völkern als eine besondere Gabe Gottes gelten, während sie in anderen Regionen als Zeichen der Sündhaftigkeit der Person angesehen werden können.
Sandage greift zurück auf das Positive Health Movement nach Carol Ryff und Burton Singer.
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In diesen Tagen…
Wednesday February 06th 2008, 12:54
Filed under:
Politik
…kann man gar nicht genug auf den usa-erklärt-blog hinweisen, der uns Kontinentalen verständlich erklärt, was dort drüben so abläuft.
[Transforming Spirituality - Bindung und Differrenzierung]
Serie über religionspsychologische Konstrukte von Spiritualität in dem Buch “Transforming Spirituality”.
Ich will die Gedanken, die ich letztens gepostet habe, noch ein wenig ausführen. Sandage nimmt zwei entwicklungspsychologische Themen und die damit verbunden Theorien auf und wendet sie auf die Spiritualität an. Nämlich die Bindungsforschung und das Konzept der gesunden Selbstdifferenzierung oder Individuation.
Selbstdifferenzierung wie er sie versteht ist, besteht aus einer Balance von Selbstständigkeit und Bezogenheit auf andere. Sie ist die Fähigkeit ohne Angst “an sich festzuhalten” (“hold onto one’s self”) in der Gegenwart von anderen ohne dabei in Reaktivität (Trotz, Selbstbehauptung, Aggressivität) abzugleiten. Es ist quasi die Fähigkeit, zu sagen: “Das ist nicht meins.” ohne dass daraus Konflikte erwachsen.
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