Maxim Biller
Monday October 29th 2007, 01:49
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beobachtet
Gucke gerade das philosophische Quartett. Darin die Frage nach Integration von Ausländern im Gespräch uA Maxim Biller.
Ich muss sagen, mir ist selten jemand unsympathischer gewesen; Ostdeutsche seien wegen ihrer anderen Sozialisation der “rostige Nagel” in der viel besser entnazifizierten Westdeutschen Gesellschaft und ähnlicher Blödsinn. Er spricht die ganze Zeit nur von sich und wie schlimm diese Gesellschaft ist, weil sie ihn nicht verstehen will. Self-fulfilling prophecy sage ich dazu: man hat die Vorannahme, das keiner mit einem reden will (weil man vermutlich besser als alle anderen ist), zeigt sich diskursunfähig und wundert sich darüber, dass nun tatsächlich keiner mit einen reden will.
Kindergarten.
Paul Ricoeurs zweite Naivität
Wednesday October 24th 2007, 16:12
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Gottkram
Da ich dieses Semester ein paar Pflichtveranstaltungen nicht gekriegt habe, die ich noch machen wollte, habe ich mir vorgenommen, noch spassenshalber ein paar Veranstaltungen zu besuchen, die interessant werden könnten. So mache ich im Januar ein Blockseminar zu Paul Ricoeur. Wie sich in der Vorbesprechung zeigte, war das wohl eine gute Wahl: Ricoeuer war protestantischer Christ und hat sich als Philosoph mit Fragen von menschlicher Identität, Narrativität, dem Bösen und dem Verstehen der Bibel beschäftigt. Da ich nun auch mein exegetisches Seminar über das Neue Testament machen muss, passt das vielleicht ganz gut.
Ein Zitat am Anfang: “Durch die Wüste der Kritik hindurch würden wir gerne wieder gerufen werden.”
Paul Ricoeurs Frage war unter anderem, wie man einem spätmodernen Publikum die Bibel wieder näherbringen kann. Er unterscheidet deshalb die erste Naivität von der zweiten Naivität.
Die erste Naivität ist jene vorkritische Naivität, die ungebrochen in der Welt der Bibel lebt und alle Frage entweder nicht kennt oder sie umschifft. Nehmen wir mal einen nicht so zentralen Text: Jona und der Wal. Man kann noch so bibeltreu sein, aber wer hätte sich hier nicht schon die ein oder andere Frage gestellt. Man kann dieser Frage dann ziemlich schnell ausweichen, indem man sagt: “the scripture said it, I believe it, that settles it” oder “dann war es eben ein Wunder”, aber dann würde man eben der Frage ausweichen.
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Herbstzeit…
Tuesday October 23rd 2007, 12:11
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Allgemein
ist Lampshade-Zeit, wie jeder, der sowohl den Herbst als auch Lampshade kennt, bestätigen kann.
Die zwei Kontexte- Beispiel Musik
Heute war also der Vortrag über Alternative Worship.
Als ich so ein bisschen über die Ästhetik, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von verschiedenen Alt. Worship Gruppen gesprochen habe, hatte ich einen Satz vorrangestellt. Nämlich, das Alt. Worship keine Methode an sich ist, sondern eine Frage, ein auf-der-Suche-sein.
Ich habe ein bisschen bei dieser Präsentation den Einwand erwartet, dass man ja nichts übernehmen soll und stattdessen rausfindet, was für die Gruppe funktioniert. Ein sehr guter Einwand es sei denn er wird dazu benutzt, bestimmten Fragen aus den Weg zu gehen.
Ich glaube, man muss diese Inspirationen der Alt. Worship Bewegung in zwei Kontexte übersetzen: Zum einen die eigene Gruppe, zum Anderen, die Stadt/die Kultur in der man lebt.
Man kann nicht in guter alter Evangelikaler Tradition versuchen, ‘die Leute zu erreichen’ und dabei etwas darstellen, was man nicht ist. Man kann nicht einfach mit Copy+Paste vermeintlich erfolgreiche Konzepte kopieren.
Aber auf der anderen Seite: nur weil bestimmte Dinge in der eigenen Gruppe gut funktionieren heißt es nicht, dass diese immer hilfreich für unsere Freunde sind. Wir alle kennen von früher vielleicht die älteren Damen, die wünschten, dass man mehr “aus dem grünen Liederbuch”/aus dem Gesangbuch singen würde; diese waren zufrieden und gesättigt, diese verbanden mit einer bestimmten Form viel (es ist absolut verständlich, wie man Paul Gerhard Lieder über alles mögen kann). Aber wir kamen daher und wollten Rockmusik, weil das besser funktionierte. Nur was ist, wenn Rockmusik nicht mehr funktioniert? (das sage ich als einer, der fast den ganzen Tag solche Musik hört). Hier müssen wir auch manchmal um unserer Freund willen, unsere eigene Tradition, in der wir uns wohlfühlen hinterfragen.
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Alternative Worship in HD?

Wollte mich mal melden auf meinem Blog. Die zweite Hausarbeit dauerte länger als gedacht und da ich pflege zwischen Studium, Arbeit und Bloggen noch zu leben (falsche Alternativen?!)habe ich erstmal das Bloggen zurückgestellt.
Jetzt aber doch ein kleiner Eintrag: Seit einiger Zeit bin ich ja in dem Emerging Projekt der Vineyard HD, das zur Zeit noch unter dem Arbeitstitel Vineyard Kontakt läuft. Vineyardtypisch wurden die ersten Monate dieses Propjekts damit verbracht, Beziehungen aufzubauen und das ganze langsam wachsen zu lassen bevor es ans Licht tritt, jetzt werden die Dinge langsam konkreter. Die letzten Wochen ging es eigentlich kaum um Fragen nach der Gottesdienstgestaltung, sondern eher darum, nach außen zu treten und diakonisch tätig zu sein. Sehr gesund. Klug fand ich dabei auch, dass nicht versucht wird, hier Neues zu starten, sondern zu gucken, wo schon Projekte laufen und zu fragen welchen Teil wir darin spielen können.
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