Homestory: Was macht eigentlich Arne privat?
Tobi warf und ich fing. (Auch wenn erst sehr spät) Und zwar ein virtuelles Poesiealbum. Es ist ja so: der erlauchte Kreis meiner treuen Leser soll auch mal den Arne Privat kennenlernen. Das ist quasi ne Home Story. Hier soll auch die MENSCHLICHE Seite rüberkommen. Die Leute sollen sehen: Junge, der Arne ist nicht nur eine Denkmaschiene oder Pseudodenkmaschiene, sondern der ist ein bodenständiger Typ wie du und ich, der auch nur einen schlechten Geschmack hat wie wir und auch ellenlange, sinnlose Einleitungen schreibt.
Hier die Fragen:
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eine Woche Heidelberg/Olli Schulz
So eine Woche wohne ich jetzt schon in Heidelberg. Und naja: war ne geile Woche. Kurz vor dem Umzug ist noch mein Prozessor durchgebrannt und so brauche ich jetzt zum bloggen ein wenig Geduld, weil ich einen Computer aus Zeiten habe, in denen es noch Lochkarten gab (Celeron, absolut abenteuerlich zusammengesetzt).
Naja noch ist mein Zimmer (es war unmöbliert und ich musste alles kaufen) noch nicht gerade der Gipfel der Gemütlichkeit aber egal.

Hab ne ganze Menge erlebt und gerlernt die Woche. Zum Beispiel die wichtige Einsicht, dass man nicht mit Russen feiern sollte, wenn man am nächsten Tag um 7:30 Uhr raus muss. Die Veranstaltungen, die ich so mache, finde ich sehr cool: mach was über Nietzsche (ich liebe ihn), über Religionssoziologie und Medien im Dritten Reich.
Naja und dann gibt’s noch so Sachen wie Griechisch; was ziemlich herausfordernd wird, da es noch gerade mal 7 Wochen zum Graecum sind… (more…)
“Machen sie Platz für die Neuzeit!”
Ich fragte mich, ob ihr die Ironie der Situation bewusst war. Eine Geschichtsdozentin mit französischen Akzent versuchte ihrer Stimme Gehör zu verschaffen während sich 200 bis 300 Leute vor der Aula der sogenannten Neuen Uni in Heidelberg drängten. Ich selbst bin um 5 aufgestanden; manche waren seit 6 Uhr schon dort. Es ging um die Vergabe von Proseminaren für Geschichte.
2 Stunden stand man also an; und es hätte nicht weiter verwundert, wenn gleich Hans Dietrich Genscher gekommen wäre und erklärt hätte, dass wir nun in die BRD ausreisen dürten. Die Dozentin erklärte gegen kurz vor neun den Ablauf: “zuerst die Studenten der neueren Geschichte, später die des Mittelalters” (die man sinnigerweise zum gleichen Termin “abfertigte”) “alle, die für Mittelalter anstehen, zurück! Machen sie Platz für die Neuzeit.” Da musste ich grinsen. Inmitten eines völlig anachronistischen Ellenbogen-dominierten Vergabeverfahrens das Wort “Neuzeit” zu gebrauchen ist schon mutig.
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“The Bish”

Mein absoluter Lieblingstheologe bisher ist N.T.Wright. Er ist anglikanischer Erzbischof (oder was bedeutet Prince Bishop auf Deutsch?) und sitzt damit im House of Lords.
Aber sein Stil ist absolut bodenständig und sehr kreativ. Außerdem hat er diesen geilen englischen Akzent.
Bei einer Veranstaltung neulich nannte man ihn nur “the Bish”; nämlich bei Empireremixed einer anscheinend sehr coolen Veranstaltung in Toronto über das Reich Gottes und Politik. Sehr geil ist sein Auftritt, der damit beginnt, dass er “How many Roads” von, wie er ihn nennt “the Bob” singt.
Bei der darauf Folgenden Q&A konnte man auch noch diesen Wortwechsel verfolgen:
Wright: “Hey, warum nimmst du mir mein Bier weg?”
Welsh: “Du kriegst es wieder, wenn mir deine Antwort gefällt”
Wright: “Ohh, wieder ein Bier weniger.”
Zuletzt macht er noch ein paar konstruktive kritische Bemerkungen zur Emerging Church, nämlich dass sie darauf achten müssen, zur Einheit der Kirche beizutragen. “If the church is fragmented, Caesar has won”.
Am Besten, man hört sich das hier mal an.
Ostern – Ressourcen I

Da, wie ich bereits sagte, es nicht so einfach sein dürfte, heute in Karfreitagsstimmung zu kommen, ein paar Ressourcen zur Manipulation der Gefühle.
Musik:
Da wäre zum einen das wundervolle Album von Zao- the funeral of God. Das darum geht, was passiert, wenn Gott beschlösse, einfach mal keinen Bock auf den ganzen Scheiss mehr zu haben und.einfach.zu. sterben: “no miracles, no bleeding hands”.
“Man’s will be done,
The last lamb,
The last hope,
The last song from Zion.”
Hier ein paar Songs (Tipp: Truly, truly, this is the end” -> lyrics) Achja, ich sollte erwähnen, das das ganze zünftiger Metalcore ist.
Zum anderen der Song “For me ten others” von This beautiful Mess- wunderschön melancholische Worship Musik. (->Lyrics)
Oder, wenn wir beim Thema sind: Freund Jansalleines Worship Lied Emo oder die Sachen von Lampshade.
sonstiges:
Ein alter Osterklassiker: Nietzsche- der tolle Mensch.
Aber wirklich wirkich geil sind die Sachen von Rejesus. Vor allem die 7 sayings of Jesus.
In dem Sinne: besinnliche Ostern (Teil 1)
Ostern hat ein Imageproblem
Friday April 06th 2007, 19:52
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beobachtet
Hm was stimmt heute nicht? Natürlich das Wetter! Heute ist Karfreitag. Da hat es zu stürmen oder zu schneien. Aber bei solch einem Wetter fährt man lieber Fahrad; man geht lieber nach draußen anstatt in sich.
Schade, dass wir Freikirchler sowieso nicht so groß darin sind, in die Geschichte einzusteigen. Abendmahl und Kirchenjahr sitzen bei uns in der zweiten Reihe und werden von Praise&Worship und “40 Tage mit Vision” ersetzt.
Überhaupt hat Ostern hierzulande eh ein PR Problem. Es ist nicht so, das Ostern unbeliebt wäre. Nein Ostern ist unbekannt. Ostern ist wie ein zweitrangiger Abgeordneter einer zweitrangigen Partei wie der FDP. Und daran haben die Kirchen schuld insofern sie es nicht geschafft haben Ostern überhaupt zu feiern.
Ostern muss sich ja eigentlich gar nicht gegen Weihnachten profilieren; Ostersonntag muss sich gegen Silvester durchsetzen. Es geht darum, dass Ostern eigentlich die größte Party des Jahres sein müsste.
Zu Silvester bringen sich ja regelmässig Leute um; weil da besonders offensichtlich wird, wie wenig Freunde sie haben oder wie scheisse ihr Leben eigentlich ist oder wie auch immer. Bei Ostern könnte das streng genommen nicht passieren. Ostern ist ein Fest, dass mit dem Schrei “Warum hast du mich verlassen?” anfängt.
Und dann dieser geniale Ostersamstag. Ostersamstag = Emo. Ostersamstag ist der Tag, wo nichts passiert. Keine Antworten; keine Hoffnung. Ostersamstag ist der Tag, an dem man sich überlegt, ob man sich noch dem Selbstmitleid hingibt oder weitermacht, als sei nichts gewesen.
Und dann zwischen 23:59 und 24:00 wird der Spannungsbogen ins Lächerliche überdehnt und Verzweiflung wird einfach zu Hoffnung und Freude.
Oder eben nicht.
Ihr seht: ich mag Ostern (jenseits von Milka und RTL Blockbuster) und such noch nach einer angemessenen Ostersamstag auf Ostersonntag Feier(-möglichkeit).
DDR und Emanzipation
Aufgrtund von Tobys Post über Väter, die arbeiten, musste ich an ein Lied denken, das meine (6Jahre ältere) Schwester manchmal vor sich her summt, wenn sie ihre “Retro Slash Nostalgie Phasen” hat.
Es heißt, wenn “Mutti früh zur Arbeit geht” und ruft ältere Geschwister zur Eigenverantwortung aufgrund von zwei berufstätigen Elternteilen auf.
Ich muss daran denken, dass das Konzept “Hausfrau” mir aus meiner Umgebung in Thüringen eher fremd war. Sicher, es gab Mütter, die zu Hause blieben; allerdings nannte man das bei uns nicht “Hausfrau”, sondern “arbeitslos”- was man eher wie “ohr-wayz-loohs” aussprach. Man mag das ja mit “Hitlers Autobahnen” vergleichen, aber Emanzipation hatte die DDR. Naja, eine Staatschefin hatten sie nicht, aber dafür hatte die First Lady, Margot Honecker teilweise mal lila Haare und das ist doch auch schon was.
Naja jedenfalls: hier der Text und hier ne pasende Mp3.