Spam
Saturday January 27th 2007, 17:44
Filed under: Allgemein

Kann mir jemand helfen? Ich werd überflutet vonT rackbackspam und etwas weniger Kommentarspam. Ich hätte halt nicht einschlägige Kartenspiele erwähnen dürfen. Ich hab das “get recent comment” plugin, in dem leider Trackbacks integirert sind, die man nicht ausschalten kann. Kann man dem irgendwie entgegenwirken? Hab solang mal die angezeigten Trackbacks auf 1 heruntergeschraubt.



über Gefühle bloggen
Saturday January 27th 2007, 15:52
Filed under: belanglos wie die Neon, beobachtet, der müde Versuch, witzig zu sein

Es gibt ja diesen grässlichen Satz: “Ich bin ein Mann, der auch gern mal Gefühle zeigt”.

Ein schauerlicher Satz, auch wenn es sicher Sätze gäbe, die weniger auf mich zutreffen. Nun ist es ja so, dass wir Teil einer Generation voll pseudopoetischer Romantiker sind, bei denen der Film “Fabelhafte Welt der Ameilie” auf breiten Konsens trifft. Da ist natürlich die Versuchung groß, in der Nachfolge des jungen Werthers, des Fängers im Roggen oder Bernd des Brotes seine ewigen Emogeschichten in die glubschende Internetöffentlichkeit zu werfen. Es geht ja gar nicht darum, dass das ja so selbstzentriert ist und man sich zu wichtig nimmt und sowas. Nene, das alles gehört zu einem normalen Aufwachsen unter Hormoneinfluss dazu. Aber das Problem ist: wer liest denn das alles? Man braucht einfach mal so ein Schockerlebnis um zu merken, dass Blogs einfach zu gut gefunden werden (im Gegensatz zu einem Beitrag im Forum) und laut Murphys Gesetz nicht etwa ein zukünftiger Partner das liest, sondern ein fieser, sabbernder Bösewicht ohne Gewissen aus dem weiteren Bekanntenkreis, der die ganze Zeit Leute ergoogelt um gegen sie was in der Hand zu haben.

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Münze werfen
Friday January 26th 2007, 18:03
Filed under: Szenekram, belanglos wie die Neon

Vom Ausgang des Menschen aus seiner unverschuldeten Ratlosigkeit.

Zu viele Entscheidungen, zu viel Ratlosigkeit? kein Bock auf Münze werfen?

Dann probiers doch mal mit dieser Entscheidungsfindungshilfe.

Ist gar nicht ironisch gemeint und wahrscheinlich auch nützlich, weil diese Hilfe daraus besteht, die richtigen Fragen zu stellen.



Der ungezähmte Mann…
Wednesday January 24th 2007, 00:39
Filed under: Youtube etc., der müde Versuch, witzig zu sein

…sagte: “die Sache mit den Hormonen geht mir ganz schön auf die Eier.”.

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Arbeit III- die Schöpfung
Friday January 19th 2007, 17:01
Filed under: Arne erklärt die Welt, beobachtet

Wenn man sich angucken will, wie man verschiedenen Sackgassen entkommen kann, muss man sich die Schöpfung angucken; das erste Kapitel der Geschichte, in der wir uns befinden.

Es beginnt damit, dass Gott den Kosmos schafft. Das ist die Bühne, auf der Arbeit stattfindet. Und diese ist aus Arbeit entstanden. Im zweiten Schöfpungsbericht  legt Gott Hand an die Materie und formt daraus Dinge. Aber er schafft die Welt auch so, dass sie selbst arbeitet:

Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringe, Fruchtbäume, die Frucht tragen nach ihrer Art, in welcher ihr Same sei auf der Erde! Und es ward also.
(Gen 1:11 GEB)

Das heißt, die Schöpfung ist nicht fertig, sondern sie entwickelt sich. Es wuselt und wächst. Die Schöpfung selbst arbeitet.

Und dann ist da ja noch der Mensch. Siegfried Kettling hat ein tolles Buch: “Wer bist du, Adam?” wo die Geschichte des Menschen genau nach diesen narrativen Ansatz nacherzählt wird. Daraus ein paar Gedanken.

Der Mensch ist zuerst einmal ein Erdwesen; darauf weist der Name Adam (Adama heißt Erde) hin. Der Mensch ist erstmal Materie. Er besteht aus Kohlenstoff und was weiß ich noch. Dann ist er ein Lebewesen. Die Bibel versucht nicht, eine große Distanz von mensch zur Natur zu schaffen, sondern verortet ihn genau dort. Dann ist er ein weltgestaltendes, weltveränderndes, weltbewahrendes Wesen (“daß er den Garten bebaue und bewahre.”). Er ist ein denkendes Wesen, dass abstrahiert und in Zusammenhänge einordnet (er soll die Tiere benennen). Der Mensch ist ein soziales Wesen, dass nicht gut alleine zurecht kommt, und er ist ein Wesen vor Gott.

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Arbeit II stories
Friday January 19th 2007, 15:35
Filed under: Arne erklärt die Welt, Politik, beobachtet

Wir haben gesehen, dass in unserer Gesellschaft verschiedene Geschichte erzählt werden über Arbeit und, dass diese nicht unproblematisch sind.
Da gibt es zum einen die Geschichte über Arbeit als Selbstverleugnung, als Arbeit als freudloser, steiniger Weg zum Glück, dass dem geduldigen, demütigen, Pflichtmenschen zuteil werden wird. (“you gotta do, what you gotta do”)

Dann die Geschichte von Arbeit als Hinderung zum Glück. Arbeit als Konvention, die Selbstenfaltung verhindert und dass man deshalb aus ihr ausbrechen muss.

Es gibt Geschichten, die Arbeit und Leben fast dualistisch trennen (-> “work-life balance”) und welche, die das gesamte Leben in die Arbeitswelt verlagern.

Es ist interessant, wie die Bibel eine umfassende Geschichte erzählt, in der wir uns befinden. Diese Geschichte ist das große “Ja, aber” zu den anderen Geschichten. Sie ermöglicht die Kommunikation mit anderen Ansätzen, aber sie kritisiert diese auch.
Ich denke, dass man verschiedene Fragen, wie zum Beispiel die Frage: “Was bedeutet Arbeit? Welchen Platz sollte sie haben?” an diese Geschichte herantragen kann. Nicht etwa, weil die Lebenswelt der Antike, in der diese Geschichte zuerst erzählt wurde (und auch dort immer wieder in verschiedene Situationen übersetzt wurde) so ähnlich ist wie die des 21. Jahrhunderts sondern, weil diese Geschichte die großen Fragen beantworten möchte wie “In was für einer Welt leben wir?” “Wer sind wir?” “Warum erleben wir Leid?”. In diesen Fragen sind ansatzweise die kleinen Fragen schon integriert. Für Theologen: ich versuche also nicht eindimensional heranzugehen und zu fragen: was sagt die Bibel über Arbeit und dann unverbunden einige Bibelstellen rauszusuchen, sondern ich versuch mich am roten Faden der Geschichte zu orientieren und diesen als Schablone auf einzelne Fragen zu legen. Das ist aufwendig aber wird der Bibel gerechter als ein rauspicken von wahllosen Bibelstellen.



Nachruf auf mein Neon Abo
Friday January 19th 2007, 13:46
Filed under: belanglos wie die Neon

“belanglos wie die Neon” heißt ja eine Kategorie bei mir in diesem Blog. Das hört sich vermutlich nach Kritik von Neon an; ist aber nicht nur so gemeint.
Neon macht ja wirklich “mal was ganz anderes”. Es ist eine andere Art von Lifestyle Magazin. Sie traut sich in die Belangsogkeit rein und steht in guter Tradition der Alltagsbeobachter wie Max Goldt. Die kleinen Geschichten zählen; anekdotisches, skurilles, skandalöses. Viele neue Ideen und zum Glück: sehr wenig so genannte Stars (ich HASSE Stars).

Man muss ein wenig an Robert Ripley denken, der in den 40ern die Welt auf der Suche nach sogenannten “oddities” bereiste und in Chicago diese oftmals sammelte in seinem “Odditorium”. Also eine Mischung aus Odditorium und “Zeitschrift zum Film Fabelhaft Welt der Amelié” ist wohl die Neon.

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sozial ist…
Tuesday January 16th 2007, 18:43
Filed under: Allgemein, Politik

…was Arbeit schafft. So ist der Refrain von einigen Leuten unter anderem unseres geschätzen Bundespräsidenten Horst.

In Klammern: warum ich Schwierigkeiten habe in Horst die gleiche moralische Autorität zu sehen wie seinerzeit im Johnny oder im Richie ja sogar im Roman ist wieder ein anderes Thema.

Aber mal im Ernst, kann es sein, das wir hier einer Ideologie verfallen sind? Kann es sein, dass uns eine Geschichte erzählt wird, die so universelle Gültigkeit beansprucht, dass gar keiner auf die Idee kommt, man könnte auch anders denken?

Es ist die Geschichte von der Erwerbsarbeit. Davon, dass der Wert der menschlichen Existenz allein daran hängt, was er zwischen 8 und 16 Uhr (oder so) macht. Ich weiß gar nicht, wer sich diese Geschichte ausgedacht hat. Die Sozialdemokratie damals? Ist sie in der Zeit der industriellen Revolution entstanden? Ist sie geschichtlich gewachsen? Hat man vielleicht immer schon so gedacht? Ich weiß es nicht; es wär vielleicht interessant das mal zurückzuverfolgen. Jedenfalls schwirrt da ne Menge unhinterfragtes, unreflektiertes Material in den Diskussionen der Gesellschaft herum. Jedes Mal, wenn man den Menschen so stark auf eine seiner Eigenschaften reduziert, ergeben sich große Probleme daraus. Es ist ja nicht mal so, dass der Mensch auf seinen Wunsch nach Produktivität, danach, etwas zu erschaffen, reduziert wird; nein er wird auf eine gesellschaftliche Übereinkunft aus einer anderen Zeit festgelegt; die Erwerbsarbeit.
Alles hängt daran: Status, das soziale Leben etc.

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you’re doin’ a waltz with your murderer…
Thursday January 11th 2007, 21:58
Filed under: Szenekram, belanglos wie die Neon

So hab lange nischt mehr gepostet. Es gab Probleme mit dem DSL und ich war sozusagen isoliert vom schillerden virutellen Leben. Auch nicht sooo schlimm.

Gestern tolles sozialdarwinistisches Konzert in Stuttgart miter überlebt: Norma Jean. Ich liebe sie. Ich hör zwar privat nicht mehr soo oft so Hardcorekram wie früher, aber ein so gutes Konzert wie gestern weiß ich immer noch zu schätzen.

Norma Jean machen Chaos Core, der sich so unberechenbar, beklemmend, chaotisch, ausfreakend, energetisch, nihilistisch wie ein guter Psychothriller anfühlt und ich glaube die Motivation sich diese Musik zu geben ist auch ungefähr die gleiche wie warum man sich solche Filme anguckt; allerdings schreien sie raus: “Christ is not a fashion fleeting away”.

Auch das Artwork von Asterikstudios gefällt mir immer sehr. Man denkt an ein altes Ranchhaus in den Südtaaten der USA, ein Gewitter und dann das Öffnen einer Spieluhr…. uarrrg.

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Daran dachte man übrigens auch bei der ein oder andern Vorband. Maylene and the sons of disaster machen Südstaaten Route 66 Core, oder kürzer: “Get off of my property”Core. Strange aber irgendwie lustige Mischung.

Und wie das Leben irgendwie so funktioniert, da ist es normal, dass man auf einem Konzert in Stuttgart, Freunde aus Schleswig-Holstein trifft.

Ich weiß gar nicht genau, warum ich das schreibe; und damit beende ich jetzt die “Myspace.isierung” meines Blogs.