Einheit- Biertrinkengehn
Tuesday November 28th 2006, 21:04
Filed under: Einheit, Emerging Church, Gottkram

[Hier sollte jetzt ein Bild sein, wo man sieht, wie jemand mit einem Düsseldorfer Pils sich mit jemanden mit einem Kölsch zu- prostet. Aber ich konnte die Rechte nicht klären]

Warum schreib ich eigentlich diesen Sachen alle? Ich glaub, man kann es runterbrechen darauf, dass ich mir wünschte, dass mehr Leute aus unterschiedlichen Traditionen einfach mal einen Trinken gehn. Das man Kontakte aufbaut, mit Leuten die so ganz anders sind; dass man sich gegenseitig in den Gottesdiensten besucht usw.
Kurz gesagt: beim Thema Einheit schwebt mir Vernetzung vor. Nicht “top-down” wie es die Ökumene versucht (man muss erst gemeinsame Erklärung verfassen) sondern “bottom-up”; die Einzelnen werden geschult, in was für einer Tradition sie selbst stehen, es wird ein Bewußtsein gebildet und dann wird grob skizziert, was es noch für andere Traditionen gibt und was man daran lernen kann.
Man sollte sich dafür interessieren, was so jenseits seines Horizontes abgeht. Aber dafür muss man eben Stereotypen abbauen und Korrigierfähigkeit entwickeln.

(more…)



Einheit- Prägung erkennen
Tuesday November 28th 2006, 13:14
Filed under: Einheit, Emerging Church, Gottkram

Ich denke, Einheit wird immer wichtiger, auch weil wir immer besser verstehen, wie wenig ein isoliertes Individuum und eine isolierte Gruppe eigentlich wissen kann.
Das Problem ist doch Folgendes: neulich diskutierte ich mit Storch von den Jesus Freaks über Charismatische Sachen und darüber, ob denn alle nichtcharismatischen Christen völlig an Gott und seiner Kraft vorlbeileben. Nach dem üblichen Argumenten, kommt dann immer (mich langweilen diese vorhersehbaren Diskussionen so sehr) (EDIT:ich glaube in diesen hundert Jahre alten Diskussionen kommen bestimmte Muster immer wieder) irgendwann etwas in die Richtung: “Nein nein, es geht mir nicht um Charismatiker oder Nichtcharismatiker; ich gucke einfach was die Bibel sagt ich bin einfach Christ.”

Natürlich ist niemand einfach Christ, genausowenig wie jemand einfach Wissenschaftler ist, der aus einer objektiven Perspektive objektive Ergebnisse liefert.

(more…)



zur Feier des Tages
Friday November 24th 2006, 14:05
Filed under: Allgemein

Dear Mr. Putin, this is for you:

YouTube Preview Image

Emsdettenberichterstattung
Friday November 24th 2006, 13:37
Filed under: beobachtet

Die beste Stilblüte der Emsdettenberichterstattung ist mir heute morgen auf Brisant- dem GEzfinanzierten äquvalent zu RTL Explosiv- untergekommen. Nach dem üblichen Gesülze über “immer mehr- immer schrecklichere Details”, Fotos vom Teenies, die ein großes Schild, wo mit Lippenstift “warum?” draufgemalt wurde und Ähnlichem; kam der Satz:

“Der Attentäter, der völlig wahllos um sich schoß, hat anscheinend vor der Tat eine Todesliste gemacht.”

Na was denn nun? Ist man so sehr in seinem pseudobetroffenen Katastrophenberichtserstattungssingsang drin, dass einem der logische Wiederspruch in einem Satz nicht auffällt?

(more…)



Individualität- Namen
Thursday November 23rd 2006, 00:57
Filed under: Arne erklärt die Welt, das Leben und so

Naja schreib ich noch was, über Individualität. In der Bibel entdecke ich, wie viel Bedeutung für die eigene Individualität die Namensgebungs zukommt.

Namen werden in der hebräischen Bibel weniger danach gegeben, was denn jetzt schön klingt und modisch ist, stattdessen erzählen sie eine Geschichte. Die Erfahrungen der Eltern verdichten sich zu einer Geschichte, diese verdichtet sich zu einem Begriff, zu einer Ortsbenennung oder eben zu einem Namen für ein Kind. Ganz oft sieht man das zB in Genesis oder in Hosea. Die Eltern haben etwas erlebt und um sich daran zu erinnern, nennen sie ihr Kind so. Das hört sich zuerst nach Überstülpen an; aber diese Praxis enthällt tiefe Weisheit.

(more…)



Pokern
Sunday November 19th 2006, 01:24
Filed under: beobachtet, das Leben und so

poker.jpg

Schon zum zweiten Mal hab ich mit Freunden heute abend gepokert. (Texas Hold ‘em) Bei ersten Mal hab ich alte Jazzplatten von meinem Vadder ausgebraben und aufgelegt;

Hab darüber nachdacht, wie leicht man sich da verführen lässt: “Oh ich hab ne 2 und ne 3 da fehlen ja nur noch 3 aufeinanderfolgende Karte zu nem Straight.” (es ist ziemlich beknackt auf ne Straße zu spekulieren).

Aber vielleicht ist es dass, was man beim Pokern lernt: rechtzeitig seine Lieblingsideen loszulassen. Für manche ja die härteste Sache überhaupt.



der Schulz
Saturday November 18th 2006, 03:33
Filed under: Szenekram, Youtube etc.

Oh watt freu ich mich.

Nächsten Freitag großes Kino: Olli Shulz, der derbste Entertainer/Indiesongwriter ever. Die derbsten Geschichten erzählt er UND er hat einen ARNESong geschrieben. Ich glaub, ich MUSS den irgendwann mal irgendwo hochladen.

Ach ich mag die stürmische Albernheit, die sich einfach mal das Recht rausnimmt, auch mal billige Pointen rauszuhauen und irgendwie passt das trotzdem (hey Heinz Erhardt hat sein ganzes Leben nichts anderes gemacht als relativ simple Wortspielpointen, und trotzdem isser geil)

Naja jetzt erstmal zwei Youtube Videos; kommt alle nach Karlsruhe, wird lustig.

YouTube Preview Image YouTube Preview Image

(more…)



gesunde Individualität
Tuesday November 14th 2006, 20:13
Filed under: Arne erklärt die Welt

“Meinst du’s wirklich ehrlich oder tust du nur als ob? Ich tue nur als ob, aber das mein ich ehrlich!”

sangen schon die wunderbaren ..but alive

Nachdem Plauderein mit Tobias wollt ich versuchen ein Verständnis von Individualität zu skizzieren, dass sich jeweils von zwei Extremen abgrenzt. Nochmal ausdrücklich, dass ist keine Kritik an seinen Gedanken, sondern ich will sie aufnehmen und sie für mich übersetzen.
Individualität zwischen Psychologisierung und Ökonomisierung:

Es gibt zwei Zwänge, die man heute spüren kann. Der eine ist: sei einfach du selbst; spiele nichts und heuchle um Gottes Willen nichts vor. Jede Handlung, die nicht aus der Tiefe der Herzens kommt, ist oberflächlich und wird verteufelt. Man soll sich selbst verwirklichen und immer besser kennenlernen. Es ist das Ideal des perfekt verwirklichten Seins. Dieses kann nie erreicht werden und ist auch nichtmal ein lohnendes Ziel, denn wie Tobias richtig herausarbeitet, können wir gar nicht immer unsere innersten Gefühle voll erfassen und nicht selten sind sie es gar nicht, wert, nach außen getragen zu werden.
Der andere Impuls ist, der des vollkommenen Scheins. Alles muss perfekt sein; der Mensch kriegt in unser heutigen Spätindustrialisierten Gesellschaft, der die Arbeitsplätze ausgehen immer weniger Luft, er selbst zu sein. In einer Krise wie wir sie erleben, ist eben kein Platz für unperfekte Menschen. Besonders schädlich sind Festlegungen und Bindungen. Man muss sich verkaufen, selbst darstellen, sich in den Dienst unbekannter Mächte stellen und mit anderen Individuen konkurrieren.
Individualität zwischen totaler Statik und totaler Dynamik

“Ich bin halt so” ist Entschuldigung für alles. Oder heute würde man sagen: “Das ist mein Hintergrund”. Wenn das Bild unserer Identität zu fest wird, werden wir lebensunfähig; dabei legt die Bibel einen großen Wert auf das “über sich hinauswachsen”. Moses verweist bei seiner Berufung darauf, dass er “halt n Schüchterner ist” und da kann man eben nichts machen. Natürlich kann man was machen, meint Gott dazu und alles andere ist Unglaube.

(more…)



entdeckt
Tuesday November 14th 2006, 13:16
Filed under: Szenekram, Youtube etc., belanglos wie die Neon

Nun heißen die also jetzt. Neues Interör (keine Lust das Wort jetzt zu googeln und ich hat doch kein Französisch)Neue Einrichtung bei den ehemaligen KubikLeuten. Im Café Nun fand gestern also n nettes Konzert statt.

Home of the lame waren zu Gast. Aber die Überraschung waren für mich Klein, eine nunja kleine leise Band aus Hamburg. Super Kaffeehausmusik; sanfte elektronische Laptopbeatspielreien (sehr schön: ein Beat mit einem Tischtennisball) und super”kompetente” Akkustikgitarre dazu. Anzuhörn gibts das hier.

Nach dieser sehr “vollen Musik” hat mir Home of the lame ein wenig Schwierigkeiten gemacht, die eher zurückgenommen waren: Akkustikgitarre und Keyboard.

Trotzdem gibts auch hier ein Video von ihnen:

YouTube Preview Image

Da will wohl einer Individum sein…
Friday November 10th 2006, 20:18
Filed under: beobachtet, das Leben und so

na den werden wir auch GANZ individuell behandeln.

Ich will auf einiges eingehen, was Tobi in den letzten Wochen so gepostet (unter anderem das) hat zum Thema Individualismus und mal versuchen, meine Gedanken dazu zu entwickeln.

Ich denke, man muss erst in sich gegangen sein, um aus sich herauszukommen.

Es ist irgendwie ein riesigen Mißverständnis, wenn man die Moderne Gesellschaft und Kirche wegen Individualismus kritisiert. Man wirft oft Individualismus und Egoismus zusammen (besonders amerikanische Autoren, wo “Individualism” zZ mehr negative Konnotationen hat). Ich denke Selbstfindung ist etwas Gutes und Notwendiges wenn man Teil einer Gemeinschaft sein will.
Ich denke an Dinge wie zum Beispiel wie bestimmte Typentests, eine gesunde Neugier neue Dinge auszuprobieren, das Erkennen von Stärken und Schwächen, das Erkennen von sehr Speziellen Eigenheiten und Selbstreflexion.traumen.jpg

Ein gewißes In-sich-gehen ermöglicht ja erst Gemeinschaft. Man muss unterscheiden zwischen Grübelei und
Selbstreflexion. Grübeln ist ziellos. Es ist exzentrisch, man wird weltvergeßen, dreht sich um seine Gefühle. Man geht in sich und verläuft sich dabei. Selbstreflexion hat etwas damit zu tun, dass man Distanz zu sich gewinnt. Für liegt da auch eine Nähe zum Humor: man kann über sich lachen, nimmt sich nicht so ernst. Man kommt aus der Unmittelbarkeit des Alltags heraus, die die Tendenz hat, dass man sich in ihr verliert und Scheinleben führt.

(more…)