lesen usw.
Tuesday September 26th 2006, 17:53
Filed under: Bücher, Freunde und Bekannte, der müde Versuch, witzig zu sein

I’ve been punk’d oder wie man das sagt.

Tobi hat mich “gechallenged”. Das was früher Kettenmails mit Fragen wie “wo würdest du am liebsten mal geküsste werden?” und “von wem würdest du am liebsten mal geküsst werden (bleibt auch unter uns!)?” sind heute Kettenblogposts (oder wie nennt man das jetzt?) zum Thema Bücher. Tja die Blogwelt ist halt sophisticated oder so.

Man muss dazu sagen:es pflastern mehr unfertig gelesene Bücher meinen Weg als tote Banditen den Weg von John Wayne.

Nochwas: ich gehe davon aus, dass der mündige Blogleser durchaus selbst in der Lage ist, wenn ihn ein Buch interessiert es mit kopieren und einfügen in Amazon zu suchen. Ich verlink das jetzt nicht extra.

|1| Ein Buch, das dein Leben verändert hat:

Zum Beispiel: Siegfried Kettling “und ihr sollt leben”. Mit diesem wichtigen Satz:

Solange ich noch irgendeinen Gedanken, der je gedacht wurde, aus Philosophie oder Fremdreligion, aus der Diskussion Glaube und Naturwissenschaft, aus konservativer oder modernistischer Theologie, irgendeinen Gedanken, der mich von außen erreicht oder von innen in mir aufsteigt, fürchten muß, so lange glaube ich nicht: Herr ist Jesus! Das Verdrängen “gefährlicher” Gedanken macht nicht frei, sondern fanatisch.

|2| Ein Buch, das du mehr als einmal gelesen hast:

ich wollte mal so manche Schullektüre nochmal lesen. Besonders Max Frisch- homo faber und Paul Austers- Moon Palace. Hab ich aber nicht. Ich glaub ich hab nur wenige Bücher doppelt gelesen. Hm ich denke Ottokar der Schalk ein lustiges DDR Jugendbuch ist ganz weit vorne. Als ich das mal in der 8. Klasse vorgestellt hab, hat sich das unser Deutschlehrer geschnappt und hat nostalgisch lang drin geblättert. Tolles Bild: Arne gibt seinem Deutschlehrer seine verlorene Kindheit zurück.

|3| Ein Buch, das du auf einer einsamen Insel gern bei dir hättest:

Am liebsten ein Notizbuch; dann mach ich mein eigenes Buch mit Blackjack und Nutten…

Aber vielleicht würd ich Sofies Welt mitnehmen. Da hat man was zu knabbern.

Ne Anekdote dazu. Wenn man WIRKLICH krank ist, kann man Half-Life 2 auf nem PC mit 256 mb Ram spielen in den zahlreichen “Ladepausen” schafft man dann tatsächlich Sofies Welt ganz durch. Ich habe es ausprobiert und muss sagen: ist besser als Drogennehmen!

|4| Ein Buch, das dich zum Lachen gebracht hat:

Max Goldt “Der Krapfen auf dem Sims” - alle Leute, die subtilen Humor der Sorte: schmunzeln statt brüllen lieben, unbedingt zugreifen.

|5| Ein Buch, das dich zum Weinen gebracht hat:

Bradley Hathaway- all the hits so far

|6| Ein Buch, das hätte geschrieben werden sollen:

Eine Triologie von Gott (hey passt ja, auch mal von der theologischen Seite gesehen)

Die Geheimnisse des Lebens, des Universums und der ganze Rest (nein ich hab NICHT per Anhalter durch die Galaxy gelesen, das ist Allgemeinbildung)

Das Volk Gottes und wie man irgendwie damit zurecht kommt

Die Bibel: Nachbermerkung und Zurücknahme (Ok, ich geb zu:etwas drastisch; aber vielleicht könnte Gott doch ein bisschen Klarheit in die Sache mit der Landnahme usw. bringen)

|7| Ein Buch, das nie hätte geschrieben werden sollen:

das Star Trek klingonisch Wörterbuch; An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations” von Adam Smith; wer weiß, wie die Welt heute ohne dieses Buch aussähe.

|8| Ein Buch, das du gerade liest:

“Entdecke das Glück des Handelns” – ein Selbsthilfebuch, in dem es über das Aufschieben und mangelnde Konsequenz und Energie geht; weil ich es nicht konsequent genug lese und immer wieder aufschiebe, hab ich noch andere Bücher; da wären: Hape Kerkeling- ich bin dann mal weg (fast durch), Nick Hornby- a long way down; Leonard Sweet- Aqua Church (sehr flüchtig und nebenbei, hät mir doch den Dallas Willard holen solln)

|9| Ein Buch, das du schon immer mal lesen wolltest:

*mal auf die Amazon Wunschliste gucken*

Dallas Willard- the divine conspiracy
|10| Lade fünf andere Blogger ein, mitzumachen:

Daniel, Johnny, Manni, Marlin, Dave



Myspace
Monday September 25th 2006, 15:24
Filed under: Szenekram, belanglos wie die Neon

Ich stell mir seit langem die Frage: wozu braucht man Myspace, wenn man ne Freundin hat?

Die Antwort kam mir spontan: natürlich muss man mit seinem Freundeskreis angeben und sich ne Identität schustern (das würde in der richtigen Blogosphäre natürlich NIEEEE vorkommen). Aber mal ehrlich: das Design ist häßlich und nicht sehr praktisch. Viel Platz zum Austausch ist dort auch nicht. Also kann man es vielleicht als Plattform zum Kennenlernen via ICQ, Skype und sonstwas ansehen.

Ich glaube: es wird ihn geben. Denjenigen, der nach seiner Trennung von seinen Partner nicht zum Telephon greift, um sich bei jemanden auszuheulen, sondern der -ähnlich wie den Typ in “Amelié”, der nach der Beerdigung seines Freundes zuerst seinen Namen aus den Addressbuch radiert- zur Maus greift und im Profil wieder auf: “ledig” klickt. Vielleicht schreibt er auch ein Bulletin, wo er seine Situation haarklein erklärt. Und, wenn er/sie ein niedliches Profilfoto hat, wird sich dann auch schon bald wieder was ergeben.

Also: nicht nur Partnersuche, sondern auch soziales Prestige und Selbstdarstellung. Hört sich doch gut an.

Ich sollte mich auch anmelden.



Selbstmord
Thursday September 21st 2006, 00:18
Filed under: Freunde und Bekannte, das Leben und so

Gerade kam eine Reportage auf ARD über Selbstmord. Was Leute dazu bewegt, wie es für die Hinterbliebenen ist.

Ich selbst musste an Sandra denken. Ich kannte sie aus einer Jugendgruppe in Thüringen. Einige Jahre nachdem ich wegzog, brachte sie sich spektakulär in der Schule um. Wenige Monate vorher hatte ich noch eine intensive Begegnung mit ihr.

Markus Kavka hat in seiner Kolumne auf ZeitZünder intensiv von einem ähnlichen Erlebnis berichtet und auf eine sehr gute Initiative hingewiesen: Freunde fürs Leben.

Es wird aufgeklärt woran man Suizidgefährdung erkennt und wie man mit Freunden umgeht. Auch wenn man selbst betroffen ist, kriegt man dort Hilfe.

Ich finde es wichtig, sein Antennen auszufahren und vor allem nicht so naiv sein zu meinen, in seiner Umgebung passiert das nicht. Echtes Interesse und Einfühlungsvermögen sind wichtig. Trotzdem habe ich Angst wenn ich mir überlege, wenn ich mal wirklich an einen akuten Fall gerate. Ich hoffe auch solche Websiten können einen ein bisschen darauf vorbereiten.



Charakterskizzen – der Jogger
Wednesday September 20th 2006, 19:40
Filed under: Charakterskizzen, beobachtet, das Leben und so, der müde Versuch, witzig zu sein

Ich will eine neue Reihe in meinem Blog beginnen. Vor kurzem ist mir aufgefallen, dass es komisch ist, wie viele exzentrische, skurrile und liebenswürdige Unikate hier im recht bürgerlichen Ettlingen doch herumlaufen. Ich finde, diesen Menschen gebührt mehr Aufmerksamkeit, man muss sie würdigen. (Gelegentlich darf man sie auch belächeln). Irgendwie gibt es so viele großartige oder eigenartige Persönlichkeiten um uns herum und wir nehmen sie nicht wahr. Ich will sie deshalb hier skizzieren. Gleichzeitig ist das auch ne Übung um meine Beobachtungs- und Ausdrucksfähigkeit zu schulen.

Ich fang mit einer Person an, zu der ich ungefähr vor einem Jahr Folgendes geschrieben habe:

„Der Jogger“ (more…)



Was deinen Computer verlangsamt
Tuesday September 12th 2006, 14:12
Filed under: Allgemein

Die PC Spy Website hat einen Test gemacht, welche Programme den Computer stark verlangsamen. Sie haben die Programme 3 Mal auf völlig frischen PCs installiert.

Hier die Ergebnisse.

Hm ich kann ICQ und iTunes gar nicht entdecken. Komisch die wären meiner Erfahrung nach auch ganz weit oben.



“die Front, die sich Leben nennt”
Friday September 08th 2006, 19:19
Filed under: Lieder, die mir wichtig sind, das Leben und so

Naja wenn wir eh grad bei Songzitaten sind. “Was man verdient ist nicht was man bekommt, willkommen an der Front!” Sang ebenfalls Jürgen Vogel mit der Hansen Band. Schon vor einiger Zeit traf mich dieses Ziitat sehr. Manchmal rutscht man so in Selbstmitleid ab. Und dann kommen so wirre Gedanken wie: “Seit Jahren habe ich ständig investiert. Hab versucht von mir wegzugucken und anderen zu helfen. Kann ich dann nicht einmal kriegen, was ich will?”

Und da kommt so ein Zitat und sagt: “Willkommen, im Leben! So ist das nunmal und du kannst froh sein, wenn es nicht gerade so weiter geht.” Stimmt, ich habe kein Anrecht auf ein Leben, wie ich es mir vorgestellt habe und mich wird es nicht mehr oder weniger treffen als alle andern Leute da draußen. Und Selbstmitleid ist ja in echt ein neidisches gucken auf all die andern da draußen, den es vermeintlich viel besser geht. Ist natürlich Quatsch.
Vorn paar Tagen kam die letzte Absage: Heidelberg wird wohl auch nichts. Das Bittere: ich war Listenplatz 206 und sie nehmen bis zum Listenplatz 203.  Naja weiß nicht, wie die Chancen stehen, dass 3 Leute in Heidelberg abspringen. Deshalb übe ich mich in defensiven Pessimismus und geh mal davon aus, dass es alles nichts wird und ich die Zeit bis zum Somemrsemester hier in Ettlingen verbringen …muss. Ich hatte mich auf ein neues Leben eingestellt; neue Umgebung, neue Leute, neue Herausforderungen und jetzt wieder mal das retardierende Moment. Und ich bin schon 21… Naja.

Weitermachen, Zuversicht spielen und ein Schritt nachm andern machen.



das Richtige tun III- der Kern und nicht die Grenzen
Tuesday September 05th 2006, 16:20
Filed under: das Richtige tun

Ok, da ich ja grad eh nur rumgammle, kann ich genausogut meine unbedeutenden Gedanken zu diesem langweiligen Thema weiterführen, dass ich ja nunmal angefangen habe und deshalb auch zu Ende führen will.

Also ok. Es geht um Moral. Naja Moral ist irgendwie das falsche Wort. Niemand interessiert sich für Moral. Es geht darum, das Rrichtige zu tun. Viele machen sich in dieser Welt so ihre Gedanken, wie sie das Richtige tun können. Wie sie Teil der Lösung sein können und nicht mehr Teil das Problems (irre ich mich, oder ist dieser Satz gerade auf dem besten Weg, ein Klischee zu werden?). Ob es nun Straight Edger sind, Streetworker, Konzernbosse und sogar Christen. Alle haben ihre Vorstellungen darüber, wie man in dieser Welt richtig handeln kann.

Jesus selbst viel ja deshalb in seiner Zeit auf, weil er die Grenzen der damaligen Moral nicht so recht akzeptierte.

Da war zum einen dieser Dauerstreit wegen dem Sabbat. Jesus heilte am Sabbat, er ließ seine Jünger sogar Ähren raufen (etwas, das als Arbeit verschrien war) am Sabbat. Es ist ja bis heute bei Orthodoxen so, dass sie sogar Zeitschaltuhren in ihrem Haus einsetzen, weil Kaffee kochen schon Arbeit wäre.

(more…)



bissige Wortspiele???
Tuesday September 05th 2006, 15:18
Filed under: das Leben und so

Die Titelmelodie von Dallas hatte ich gestern eine Stunde lang im Ohr. Denn ich wurde eine Stunde lang beim Zahnarzt behandelt. Und dieser bohrte, als suchte er nach Öl.

In einem Anfall von Galgenhumor, beschloss ich, mir zur Belohnung Max Payne 2 für 10€ im Laden zu kaufen. Du weißt schon…. Payne to the max. Zweit und drittklassige Wortspiele schossen mir durch den Kopf. “Bis an die Zähne bewaffnet”, “ein Spiel, dass genau meinen Nerv trifft”, “die Wurzel allen Übels auslöschen”, “mit dunklem, bissigen Humor”.

Naja zum Glück fand ich das Spiel nirgends (komischerweise) und kaufte mir was anderes. So werdet ihr jetzt von diesen Wortspielen verschont.

Ich freu mich auf heut abend, da läuft Trip. Aber davon erzähl ich hoffentlich später.



Polylog
Friday September 01st 2006, 11:23
Filed under: Szenekram, Youtube etc.

Polylux, das Magazin, das für augenbrauenhochziehende Beiträge über sogenannten chrstl. Fundamentalismus (oder war das nur Monitor?), Portraits über Sarah Kuttner und Bela B. und die neuesten Entgleisungen zur Arno Breker oder Günther Grass “Affäre” bekannt ist, hat jetzt einen Vlog (der oder das VLog?).
Tita von Hardenberg (junge, ganz schön anstregend, das ewige Verlinken…) die Moderatorin der Sendung, stellt dort ihr persönliches Videotagebuch online (bisher so belanglos wie die Neon). Schon interessanter scheint da die Kategorie “Fight Club” zu sein. Zu einem kontroversen Thema werden aus der Polyluxredaktion zwei Beiträge erstellt und die werden beide in der Sendung ausgetrahlt und ins Netz gestellt. Dieses Mal geht es um Eva Hermanns Meinung zu Emanzipation und die Rolle der Frau.

Meiner Meinung nach ist der pro Beitrag relativ schlecht. Der Redakteur ist in Klischees verfallen, in die man bei einem Anti-Mainstream-Meinungs-vertrets Beitrag nicht bedienen sollte.

Aber guckt es euch selber an:

Hier.