Dead Poetic - New Medicines
Label:

Laufzeit:

Jahr:

BandHP:

LabelHP:
Victory Records

26:47

2005

www.comeback-kid.com

www.victoryrecords.com
  1. False Idols Fall
  2. My Other Side
  3. Wake The Dead
  4. The Trouble I Love
  5. Talk Is Cheap
  6. Partners In Crime
  7. Our Distance
  8. Bright Lights Keep Shining
  9. Falling Apart
  10. Losing Patience
  11. Final Goodbye

Wer irgendwie irgendwas mit der Hardcore-Szene am Hut hat, der wird Comeback Kid wahrscheinlich kennen und nicht minder wahrscheinlich lieben, denn die 5 Jungs aus Winnipeg, Kanada spielen dermaßen eingängige Musik, dass eigentlich kein Weg an ihnen vorbei führt.

Mit Wake the Dead legen Comeback Kid nach ihrem Debut Turn it around ihr zweites Full-Length vor, und um eins gleich vorweg zu nehmen: Das Warten hat sich auf alle Fälle gelohnt. Man bekommt, was man erwartet. Melodischen Hardcore mit positiver Message, fetten Gitarren und abwechslungsreichen Drums, wobei die eher hohe Stimme von Scott Wade besonders in Erinnerung bleibt, denn mit dem dynamischen Wechsel von Tonlagen hat der Gute es nicht unbedingt. Das tut der ganzen Sache aber keinen Abbruch. Eher im Gegenteil, denn da kommt 'ne gute Ecke Youth Crew Feeling auf!
Wake the Dead - übrigens im Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht auf Facedown Records, sondern auf Victory Records erschienen - umfasst insgesamt 11 Tracks, die sich zu einer Gesamtspielzeit von knapp 27 Minuten addieren. Gut, hier hätte man vielleicht mehr erwartet, aber was man tatsächlich bekommt, pustet einem ordentlich die Rübe weg!
Als leicht negativen Punkt muss ich nur persönlich hervorheben, dass es hier weniger Moshparts gibt als noch auf Turn it around. Der leichte Metal einflusst im Riffing ist nun eindeutig Punk. Zwar deutet sich hier und da immer mal etwas an, richtige Breakdowns jedoch gibt's eher selten. Aber vielleicht sind die Jungs hier besonders originell, und vielleicht wäre eine Kopie des Konzeptes von Turn it Around...wer weiß...

Track by Track:

False Idols Fall - 2:38:
Der Opener zeigt gleich, wo's langgeht. Am generellen Sound der Band hat sich nichts verändert. Diese Uptempo-Nummer beginnt direkt mit den kraftvollen Backups, wegen denen ich Turn it around gleich nach dem ersten Durchhören geliebt habe. Geiler Start für eine CD!

My Other Side - 2:20
Track Nummer 2 geht in Sachen Tempo auch keine Kompromisse ein. Hier zeigt sich zum ersten Mal das "Hier-müsste-doch-jetzt-ein-Breakdown-kommen"-Phänomen. Pustekuchen! Aber die interessante Gitarrenarbeit im Schlussteil macht's auf jeden Fall Wett!

Wake the Dead - 3:20
Der Titeltrack ist gleichzeitig der längste Song des Albums. Vielleicht auch der eingängigste, denn den Schlussteil bildet ein mitreißender Singalong, der definitiv Höchstpunkte verbuchen kann! Trotz "single" mein Favorit. Zu diesem Song existieren übrigens zwei video Versionen, ein Performance Video, welches offiziell von Victory gehostet wird, aber auch ein zweiter Output der Highschool Truppe die mit ihrem ersten Amateur Video zu einem Comeback Kid song das ursprünglich ein Highschool Projekt war schon für Aufsehen gesorgt hatten. Am Konzept hat sich hier nichts geändert, nur das die "Tänzer" nun allesamt Zombies sind. Prädikat: Sehenswert.

The Trouble I Love - 1:53
Kurzes, verhältnismäßig langsames Lied mit schönem Gitarrenintro, welches sich später noch mal einmal wieder finden lässt. Dennoch wohl der schwächste Song auf Wake the Dead!

Talk is Cheap - 1:51
Darauf ein weiterer Killertrack des Albums. Zwar auch der Kürzeste, aber das Bassintro ist der Hammer und endlich kommt auch Andrew Neufeld stimmlich zum Einsatz. Hier stimmt einfach alles!

Partners in Crime - 2:23
Vocal-Intro, dann Drums dazu bevor die komplette Instrumentalisierung über den Hörer hereinbricht. Auch dieses ist ein eher gemütliches Lied, welches nichtsdestotrotz seinen Zweck erfüllt!

Our Distance - 1:53
Der Song haut von Anfang an rein. Verdammt schnell, geniale Gitarrenarbeit und ein clean gesungener Part, bevor die typischen Backups alles klar machen. Youthcrew Unite!

Bright Lights keep Shining - 2:38
Auch hier wieder ein klasse Intro, welches den Weg für einen soliden Song ebnet. Nach 2:10 Minuten ist Schluss und ein relaxter Drumbeat ertönt, welcher in den nächsten Track übergeht.

Falling Apart - 2:28
Dieser ist wieder ein Highlight unter den Highlights, mit krassen Tempi-Wechseln und Andrew Neufeld's imposanter stimmlicher Erscheinung. Jawoll, und hier das erste mal ein traditioneller Breakdown! So muss das sein!

Losing Patience - 2:16
Hier merkt man irgendwie, dass die Scheibe langsam aber sicher ihrem Ende entgegen rotiert. Den Track werden einige vielleicht als Filler bezeichnen. Zwar hörenswert, aber schon schwächer als der Rest!

Final Goodbye - 2:34
Die Jungs wissen, wie man ein Album zu beenden hat! Hier fliegen nochmal die Fetzen im oberen Geschwindigkeitsbereich! Keine Fragen mehr offen...

Fazit:
Geniales zweites Release! Manche sagen es kommt an Turn it around nicht ganz ran, (was generell schon eine sich selbst hoch angelegte Messlatte war) doch ich mag da wiedersprechen.
Wem melodischer Hardcore ohne Tuffguy-Anleihen in irgendeiner Form zusagt, der kann bedenkenlos zugreifen. Comeback Kid haben ein Album geschaffen welches zwar auf die Rohheit seines Vorgängers verzichtet, dafür aber gradliniger und wie aus einem Guss aus den Boxen kommt.

somit gebe ich 9 von 10 Punkten für ein Album welches nicht nur "einfach geil" und innovativ ist, sondern gleichzeitig massentauglich und darunter nur minimal leidet.


8 von 10 Punkten

 
 

(c) 2004 Bunch of Nerds